Der Jazzsänger
Originaltitel: The Jazz
Singer
Produktion: Warner Bros., The Vitaphone Company, (1927)/
USA
Regie: Alan Crosland
Dt. Fassung (i.a. der ARD): Interopa Film GmbH, Berlin
Dt. Erstaufführung: 26.11.1929 (nicht synchronisiert)

Darsteller u. Sprecher:
Jakie Rabinowitz/ Jack Robin
AL JOLSON
Wolfgang Ziffer
Mary Dale
MAY MC AVOY
stumme Rolle
Kantor Rabinowitz
WARNER OLAND
(O-Ton)
Sara Rabinowitz
EUGENIE BESSERER
Christine Gerlach
------------------------------------------------------------------------------------------
Sonny Boy (Der singende Narr)
Originaltitel: The
Singing Fool
Produktion: Warner Bros., The Vitaphone Company, (1928)/
USA
Regie: Lloyd Bacon
Dt. Fassung (i.a. der ARD): Interopa Film GmbH, Berlin
Dt. Erstaufführung: 03.06.1929 (nicht synchronisiert)
Darsteller u. Sprecher:
Al Stone
AL JOLSON
Wolfgang Ziffer
Grace
BETTY BRONSON
Claudia Lehmann
Molly Winton
JOSEPHINE DUNN
Schaukje Könning
Sonny Boy
DAVEY LEE
Anna Lutteroth
Louis Marcus
EDWARD MARTINDEL
Friedrich G. Beckhaus
Quelle (für die Synchronbesetzungen): degeto Film
Mit dem rührseligen Der Jazzsänger sollte 1927 ein neues Kapitel Filmgeschichte geschrieben werden: der Tonfilm. Warner Bros. hatten ein Jahr zuvor Don Juan als Stummfilm mit Musik und Geräuscheinlagen herausgebracht. Als Tonverfahren diente das von der Vitaphone weiterentwickelte Nadeltonverfahren. Der Ton war auf einer großen Schallplatte welche parallel zum Projektor abgespielt wurde. Mit dem Jazzsänger wollte man auch einige Musikeinlagen präsentieren. Dazu wurde der Broadwaysänger Al Jolson verpflichtet. Jolson sprach allerdings auch die ersten -improvisierten- Dialoge. In einer Bar spricht er zum Publikum, später hat er noch einen Dialog mit seiner Mutter. Jolson spricht (in der Originalfassung) 354 Worte, Eugenie Besserer 13 Worte und der spätere Charlie-Chan-Star Warner Oland nur eines: "Stop".
Ein Jahr später entstand dann Sonny Boy/ The Singing Fool. Auch dies war noch kein durchgehender Tonfilm mit Dialogen. Die erste Dialogsequenz gibt es erst nach rd. 13 Minuten. Danach ist der Film allerdings (bis auf eine weitere Sequenz, die im Freien spielt) durchgehend mit Dialogen versehen. The Singing Fool sollte bis Vom Winde verweht der finanziell erfolgreichste Film in den USA werden. Für die deutschen Zuschauer wurden 1929 allerdings Teile der Dialogsequenzen herausgeschnitten und durch Zwischentitel ersetzt.
Das Nadeltonverfahren sollte sich nicht durchsetzen; das (aus dem von den deutschen Erfindern Vogt, Engl und Massolle entwickelte TriErgon-Verfahren hervorgegangene) Lichttonverfahren sollte sich als das deutlich bessere herausstellen.