
Synchronsprecher Kurzporträts A
Curt Ackermann
(08.04.1905 - 1988, München)
Seine Theaterlaufbahn beginnt Curt Ackermann in den 1930er Jahren am Thalia Theater in Hamburg. Später ist er vor allem an berliner Bühnen (u.a. Renaissance-Theater) engagiert. In den 1930er Jahren beginnt auch die Filmkarriere von Curt Ackermann. Er spielt Rollen in Regine (1934), Der geheimnisvolle Mr. X (1936), Yvette (1938), Großstadtmelodie (1943), Damals (1943) und Der verzauberte Tag (1944). Nach dem Krieg sieht man ihn nur noch zweimal im Kino: 1946 in der ersten westdeutschen Nachkriegsproduktion, der Komödie Sag die Wahrheit und 1952 im Dieter-Borsche-Film Der Kaplan von San Lorenzo. Im TV kann man ihn dann noch 1964 mit Klaus Kammer im Einakter Reisebekanntschaft sehen. Ein wahrer Star wird Ackermann aber im Synchronatelier. 1947 spricht er in der deutschen Fassung von Destry Rides Again (dt. Titel: Der große Bluff) Brian Donlevy, in Die besten Jahre unseres Lebens, 1948 synchronisiert, spricht er für Dana Andrews. Danach ist Ackermann einige Jahre lang vor allem in München tätig. Und hier spricht er unzählige Synchronrollen für solch unterschiedliche Schauspieler wie Burt Lancaster (Blutige Diamanten; Rächer der Unterwelt), Cary Grant (Akkorde der Liebe, Ich war eine männliche Kriegsbraut; Die Nacht vor der Hochzeit), Basil Rathbone (Robin Hood- König der Vagabunden), Bruce Cabot (Herr des wilden Westens- DF 1950), Victor Mature (Schrei der Großstadt; Der Todeskuss), Joel McCrea (Buffalo Bill- der weiße Indianer), Glenn Ford (Flucht nach Texas), Richard Benedict (Reporter des Satans- eine Nebenrolle, aus der Ackermann ein Kabinettstück macht!), Alan Ladd (Das Brandmal) und Jeff Chandler (Der gebrochene Pfeil). 1952 verlegt Ackermann seine Synchrontätigkeit überwiegend nach (West-)Berlin. Er spricht die meisten Filme von Jeff Chandler (u.a. Dem Tode entronnen; Klar Schiff zum Gefecht; Ein Fremder in meinen Armen; Der Herrscher von Kansas; Durchbruch auf Befehl) und Victor Mature (u.a. Das Gewand; Die Gladiatoren; Der Speer der Rache; Zarak Khan). Oft wird er für Cary Grant eingesetzt (u.a. Über den Dächern von Nizza; Hausboot; Ein Hauch von Nerz; Charade), auch für Vittorio de Sica (Schade, daß Du eine Kanaille bist; Das Gold von Neapel; Es begann in Neapel). Eine Zeit lang wird er für Burt Lancaster (Vera Cruz, Trapez) und Robert Mitchum (u.a. Die Nacht des Jägers; Duell im Atlantik; Kampfflieger; Heiße Grenze) besetzt. John Wayne spricht er in Man nennt mich Hondo, Der Seefuchs und Die Comancheros. Curt Ackermann schafft es aber auch unzähligen Nebenrollen Gestalt zu verleihen, genannt sei hier nur Darren McGavin in Der Mann mit dem goldenen Arm. Ackermann ist nicht nur als Sprecher, sondern auch als Dialogbuchautor und Dialogregisseur tätig (z.B. für Frühstück bei Tiffany [Regie], Von Stadt zu Stadt [Regie], Der dritte Mann [DF von 1963, Regie]. 1982 wird er im ARD-Regionalprogramm in der Reihe Die deutsche Stimme als deutscher Sprecher Cary Grants vorgestellt.
Überarbeitet am 22.04.2009
Maud Ackermann

Foto mit freundlicher
Gehmigung der Agentur Stimmgerecht
(1965, West-Berlin)
Maud Ackermann ist seit Jahren eine vielbeschäftigte Sprecherin. Sie synchronisiert u.a. Elisabeth Shue (Cocktail), Nastassja Kinski (Tödliche Geschwindigkeit), Demi Moore (Ghost), Tia Carrere (Waynes World), Jennifer Beals (Flashdance), Claudia Schiffer (Black & White), Julia Roberts (Mystic Pizza) ,Wynona Rider, Joely Richardson.
Überarbeitet am 23.06.2006
Gerhard Acktun

Das Foto wurde mir von Gerhard
Acktun zur Verfügung gestellt
(31.12.1955, München)
Gerhard Acktun wird am 31. Dezember 1955 in München geboren. Schon als Kind hat er seinen ersten Theaterauftritt in Alle meine Söhne an der Seite von Götz George und René Deltgen (1964). Danach folgen erste Auftritte in Kinofilmen, wie Immer Ärger mit den Paukern (1968), Unser Doktor ist der Beste (1969) oder Die Lümmel von der ersten Bank (3.Teil: Pepe, der Paukerschreck). Neben Gert Fröbe kann man Gerhard Acktun 1973 als Seppl in Der Räuber Hotzenplotz sehen. In Erwin Keuschs vielbeachteter Produktion Das Brot des Bäckers (1976) spielt er eine der Hauptrollen. 1981 wirkt er in Wolfgang Petersens Das Boot mit. Auch im TV kann man ihn sehen, u.a. im Tatort, Der Alte, Soko 5113 oder Forsthaus Falkenau. Seine Theaterlaufbahn führt ihn u.a. nach Zürich (Theater für den Kanton Zürich), Frankfurt a. M. (Fritz Rémond Theater) und München (Theater rechts der Isar; Theater am Einlass). Seit vielen Jahren ist er auch als Synchronschauspieler aktiv. Seine erste Synchronrolle sprach er in der Serie Die kleinen Strolche. Weitere Synchronrollen: Eric Stoltz (Codename: Emerald), Tony Plana (Ein Offizier und Gentleman) oder Malcolm Damare (Christine). Außerdem ist er in der Pokémon- Filmserie als Mauzi zu hören. Auch in vielen Hörspielproduktionen wirkte Gerhard Acktun mit. Neben seiner schauspielerischen Tätigkeit ist er auch Geschäftsführer eines Hörbuchverlages (Website). Seine persönliche Website: http://www.gerhardacktun.de/
Neu eingestellt am 15. 07.2010
Wolf Ackva
(30.07.1911, Monteningen bei Metz/ Elsaß-Lothringen [damals Deutsches Kaiserreich, heute Montigny-Lès-Metz, Frankreich] - 16.01.2000, Fahrenzhausen bei München)
Er brach sein Medizinstudium ab und nahm Schauspielunterricht in München. Es folgten Theaterengagements in Düsseldorf, Königsberg/Ostpreußen und Berlin, bevor er zum Kriegsdienst eingezogen wurde und in Gefangenschaft geriet. Nach dem Krieg zog es ihn nach München, wo er ebenfalls an verschiedenen Theatern engagiert spielte. Bereits 1936 war er in einer kleinen Rolle in Paul Martins Glückskinder (mit Lilian Harvey, Willy Fritsch) auf der Leinwand zu sehen. Weitere Kinofilme waren u.a. Nachts auf den Straßen (1951- mit Hans Albers, Hildegard Knef) oder Rommel ruft Kairo (1959- mit Adrian Hoven, Peter van Eyck). Im TV wurde er mit der Rolle des Polizeikommissars Steiner in Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger (mit Beppo Brem) bekannt. Im Synchronatelier sprach er u.a. für Gregory Peck (Begrabt die Wölfe in der Schlucht), Richard Widmark (Alvarez Kelly), Henry Fonda (Keine Zeit für Heldentum), Clark Gable (U 23), Joel McCrea (Vogelfrei), Lex Barker (Wenn du bei mir bist), William Holden (Flucht nach Texas; Network) sowie Bernard Lee alias M in sechs James-Bond-Filmen, in welchen seinerzeit Sir Roger Moore den britischen Geheimagenten verkörperte.
Überarbeitet am 23.06.2006
Helmut Ahner
(25.01.1928, Dresden)

Helmut Ahner (links)
mit Christel von Loosen, Gretl Theimer und Franz Otto Krüger
sowie im Hintergrund Paul Hubschmid in Italienreise-
Liebe inbegriffen (1958)
Helmut Ahner arbeitete als Schauspieler an diversen Bühnen, u.a. am Hamburger Thalia-Theater sowie in Berlin. Gelegentlich war Ahner auch in Kinofilmen zu sehen, so in den Komödien Die spanische Fliege (1955, mit Elisabeth Flickenschildt) und Italienreise- Liebe inbegriffen (1958, mit Susanne Cramer, Paul Hubschmid und Walter Giller). Im TV konnte man ihn u.a. in Helga Feddersens Fernsehspiel Gezeiten (1970) sehen. Seit den 1950er Jahren arbeitete Ahner auch im Synchronstudio. Er sprach DeForest Kelley (Warlock), Gene Wilder (Bonnie & Clyde) und Peter Lorre (Arsen und Spitzenhäubchen, DF von 1962). 1967 übernahm er, da Walter Bluhm verhindert war, für den Film Teufelsbrüder/ Pack Up Your Troubles die Synchronisation von Stan Laurel. Neben der Synchrontätigkeit hat Ahner auch in zahlreichen Hörspielen mitgewirkt, dieses sowohl als Sprecher wie auch als Autor.
Überarbeitet am 14.06.2006
Ghadah Al-Akel

Foto: Helen Krüger, mit
freundlicher Genehmigung von Ghadah Al-Akel
(auch: Nina G. Akel)
(09.05.1965, Göttingen)
Ghadah Al-Akel machte eine Ausbildung an der Fritz-Kirchhoff-Schauspielschule in Berlin. Daneben absolvierte sie eine Gesangsausbildung (bei Ulla Lüders, Sam Thiel- klassische Gesangsausbildung bei Annerose Schloussen). Ihr Repertoire umfasst neben klassischen Arien auch Pop-Songs. Als Theaterschauspielerin arbeitete Ghadah Al-Akel bislang u.a. am berliner Schillertheater, am Hansa-Theater und an den Berliner Kammerspielen. Oftmals war sie auch in TV-Serien zu sehen: u.a. Rosa Roth, Praxis Bülowbogen, Wolffs Revier, A.S. oder Schloss Einstein. 2007 konnte man sie auch in dem TV-Film Zwei Wochen Chef sehen. Vielbeschäftigt ist Ghadah Al-Akel auch als Synchronschauspielerin; bislang hat sie u.a. Jennifer Lopez (Wedding Planner; Angel Eyes oder auch Genug!), Emmanuelle Vaugier (40 Tage und 40 Nächte; Saw 2), Kyra Sedgwick (The Closer) oder auch Tia Carrere (Relic Hunter-TVS) gesprochen.
Neu eingestellt am 06.05.2008
Dagmar Altrichter
(Dagmar Schons)
(20.09.1924, Berlin-Wilmersdorf - 20.07.2010, Lüdersdorf)
Sie macht eine Balletausbildung am Lyzeum Berlin. 1940-42 nimmt sie bei Lyda Salmonova-Wegener Schauspielunterricht. Sie hat Theaterengagements u.a. in Frankfurt, Stuttgart und München. 1953 spielt sie in Gerhard Lamprechts Meines Vaters Pferde (2 Teile; mit Martin Benrath; Curd Jürgens, Eva Bartok und Sonja Sutter), 1969 neben Heintje und Heinz Reincke in Heintje- ein Herz geht auf Reisen, 1988 sieht man sie im Kinofilm Ein Schweizer names Nötzli. Ihre Synchrontätigkeit beginnt in den 1950er Jahren. Sie spricht u.a. für Claudia Cardinale (Der Leopard; Der rosarote Panther), Ava Gardner (Das war Roy Bean; Cassandra Crossing), Jeanne Moreau (Die Liebenden), Michèle Morgan (Die Katze jagt die Maus), Ingrid Bergman (Mord im Orient-Expreß/ Nur eine Frage der Zeit), Katherine Hepburn (Liebe in der Dämmerung) oder Elizabeth Taylor (The Flintstones) synchron. In TV-Serien spricht sie u.a. Anne Baxter (Hotel), Barbara Hale (Perry Mason) oder auch Angela Lansbury (Mord ist ihr Hobby). Dagmar Altrichter ist verheiratet und hat drei Kinder. Dagmar Altrichter stirbt am 20. Juli 2010.
Überarbeitet am 28.07.2010
Michaela Amler

Foto mit freundlicher
Genehmigung von Michaela Amler
Michaela Amler machte eine dreijährige Schauspielausbildung in München. Es folgten diverse Theaterengagements, z.B. am Modernen Theater München, am Münchner Volkstheater, am Corona Theater (München) oder auch an der Münchner Märchenbühne. Sie war bislang auch in diversen TV-Filmen und -Serien zu sehen, wie beispielsweise in Flamme empor (1980), Kommissar Zufall (Serie), Eine glückliche Familie (Serie) oder auch in Sommernachtstod (2003). Seit rund 25 Jahren ist Michaela Amler auch im Synchronbereich tätig. Zu ihren bekanntesten Sprechrollen gehört sicherlich die Figur "Milhouse van Houten" aus der TV-Serie Die Simpsons (auch im gleichnamigen Spielfilm). Außerdem Shea Harrison in der TV-Serie Reich & schön, Meg Foster in Highway-Tramper oder Danielle von Zerneck (Future Project- Das Geheimprojekt). Michaela Amler spricht nicht nur synchron, sondern sie führt auch Synchronregie und schreibt Dialogbücher für Filme und Dokumentationen. Außerdem spricht sie in Hörbüchern und macht Werbung.
Neu eingestellt am 09.07.2008
Michael Ande

Michael Ande mit
Elinor Jensen in Der schönste Tag meines
Lebens (1957)
(05.10.1944, Bad Wiessee)
Michael Ande wurde schon als vierjähriger vom Bayrischen Rundfunk für den Kinderfunk entdeckt. 1954 spielte er neben Marianne Hold und Horst Buchholz in der deutsch/französischen Coproduktion Marianne erstmals im Kinofilm. Danach folgten viele Kinoerfolge wie Die Trapp-Familie (mit Ruth Leuwerik, Hans Holt, 1956), der so erfolgreich war, daß man 1958 eine Fortsetzung drehte: Die Trapp-Familie in Amerika. Das Foto rechts zeigt Michael Ande mit Marianne Hold in Die Prinzessin von St. Wolfgang (1957). Mit dem Willy-Birgel-Film Wenn die Glocken hell erklingen (1959) endete die Kinokarriere des Kinderstars Michael Ande. 1966 bekam er dann im ZDF-Adventsvierteiler Die Schatzinsel eine neue Chance. Seit 1977 spielt er den Part des Gerd Heymann in der ZDF-Krimiserie Der Alte. Als Synchronschauspieler sprach er u.a. Rollen für James Woods (Katzenaugen), Sam Neill (Schlafende Hunde), Michael Sarrazin (Nur Pferden gibt man den Gnadenschuß), Frank Langella (Der Fluch der Sphinx) oder André Dussolier (Ein schönes Mädchen wie ich).
Ingrid Andree



Ingrid Andree mit
Walter Giller in Primanerinnen
(1951), mit Gerhard Riedmann in Ihr
Leibregiment (1955) und mit Toni Sailer in Ein
Stück vom Himmel (1957)
(Ingrid Unverhau)
(19.01.1931, Hamburg)
Ingrid Andrees Onkel ist der 1941 unter tragischen Umständen aus dem Leben geschiedene Joachim Gottschalk. Sie lernt an der Hochschule für Theater und Musik in Hamburg den Schauspielerberuf. Ihr Theaterdebüt gibt sie 1951 mit "Ein Monat auf dem Lande" am Thalia-Theater in Hamburg. Es folgen Theaterauftritte in Berlin, München und Zürich. Ihr erster Kinofilm ist Professor Nachtfalter (1951), doch den Durchbruch als Kinostar hat sie ein Jahr später in Rolf Thieles Primanerinnen. Häufig als "Kindfrau des deutschen Films" (Lexikon der dt. Film- und TV-Stars) eingesetzt, ist sie mit Stars wie Karlheinz Böhm, Ulla Jacobsson (Und ewig bleibt die Liebe, 1954), Horst Buchholz (Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull, 1957), O.W. Fischer (Peter Voss, der Millionendieb, 1958), Hardy Krüger oder Peter van Eyck (Der Rest ist Schweigen, 1959). In den 60er Jahren spielt Ingrid Andree seltener in Kino- dafür öfter in Fernsehproduktionen. Vor allem aber spielt sie am Theater, u.a. in Hamburg (unter Boy Gobert) oder in Köln. Am 31.12.1959 heiratet Ingrid Andree ihren Kollegen Hanns Lothar (die Tochter Susanne Lothar ergreift später auch den Schauspielerberuf). Das Paar Andree/Lothar wird von der Presse als ideales Künstlerehepaar dargestellt, doch am 25.06.1965 werden die beiden geschieden. Schon früh arbeitet Ingrid Andree auch im Synchronstudio. Sie spricht die junge Jean Simmons (So ist das Leben; Auf falscher Spur), später auch in der TV-Verfilmung Die Dornenvögel), später auch Harriet Andersson (Höher als der Himmel), Lucie Mannheim (Die 39 Stufen), Ingrid Thulin (Der Ehekäfig). Außerdem wirkt sie auch oft in Hörspielproduktionen mit.
Joachim Ansorge
(19.09.1939, Berlin - 01.04.1980, West-Berlin)
Joachim Ansorge spielte in Falk Harnacks Ein Frauenarzt klagt an (1964) seine erste Filmrolle. Später war er in den Krimiserien Der Kommissar und Der Alte zu sehen. Seit Beginn der 60er Jahre bis zu seinem frühen Tod war Ansorge ein vielbeschäftigter Synchronschauspieler. Er synchronisierte mehrfach Alain Delon (DieAbenteurer; Der Clan der Sizilianer; Borsalino, Monsieur Klein). Außerdem sprach er Elvis Presley (Die wilden Weiber von Tennessee), Mario Girotti (Old Surehand), Warren Beatty (Das einzige Spiel in der Stadt), Robert Redford (Schussfahrt), Michael Caine (Die schwarze Windmühle) und Anthony Perkins (Du wirst noch an mich denken). Am 1. April 1980 nahm sich Joachim Ansorge das Leben.
Donald Arthur
(29.04. 1937, New York)
Donald Arthur studierte an der Columbia University New York und am Mannes Collage of Music New York. Arthur begann seine Karriere im Opernchor. Dann verpflichtete er sich beim amerikanischen Fernsehen. Er spielte an vielen Provinztheatern in der USA. 1960 übersiedelte Donald Arthur nach Europa und hatte als Opernbassist Auftritte in über 75 europäischen Städten. Später arbeitete er dann umfangreich als Synchronsprecher, Schauspieler, Synchronautor, Textdichter, Dialogregisseur, Kommentator und Übersetzer in München. In den 80ern nahm er zusammen mit seinem Synchronkollegen Kai Taschner eine Schallplatte auf. Seine Hobby´s sind: kochen, reisen, Rezepte sammeln, Sprachen. Er spielte in: Stunde Null (1977, mit Kai Taschner), 21 Stunden von München, Die unendliche Geschichte (1984), Der Schneemann und in Virus X (1996). Seine markante Bass-Stimme lieh er: Kent Brockman (Simpsons), "Chef Koch" (South Park), "Kanaligator" (Monty Spinneratz), Fuchur (Die unendliche Geschichte 2 [englische Fassung!]) und Sir Peter Ustinov (z.B. Charlie Chan und der Fluch der Drachenkönigin) . Arthur lebt und arbeitet heute in München.
Arno Assmann

Arno Assmann, Helmut
Käutner, Bobby Todd in Der Apfel ist ab
(1948)
(30.07.1908, Breslau/Schlesien [damals Deutsches Kaiserreich heute Wroclaw/ Polen] - 30.11.1979, Breitbrunn/Ammersee)
Arno Assmann gehörte viele Jahre lang zu den führenden Theaterschauspielern Deutschlands. Er war u.a. Intendant des Staatstheaters am Gärtnerplatz in München (1959-64). Im Kino spielte er ab 1948 (Der Apfel ist ab- Regie Helmut Käutner). Es folgten Filme wie Der Ruf (1949), Epilog (1950). In Zarah Leanders erstem Film nach dem Krieg, Gabriela (1950), spielte er einen skrupellosen Revuedirektor. Ab Mitte der 50er Jahre spielte er nur noch selten in Kinofilmen (Max, der Taschendieb, 1961, mit Heinz Rühmann). Zu Beginn der 70er Jahre spielte er oft in TV-Literaturverfilmungen: Die Deutschstunde (1971), Bauern, Bonzen und Bomben (1973), Der Stechlin (1975) und die Serie Jauche und Levkojen (1979). Arno Assmann war die erste Synchronstimme Stan Laurels nach dem Krieg (Auf hoher See, DF v. 1949). Danach synchronisierte er häufig Eddie Constantine. Außerdem sprach er Marcello Mastroianni (Schade, daß Du eine Kanaille bist; Scheidung auf italienisch), Claude Dauphin (Goldhelm) oder Daniel Gélin und Raymond Pellegrin in Sacha Guitrys Napoléon-Verfilmung von 1955.
überarbeitet am 27.05.2006
Peer Augustinski

Foto: Helen Krüger, mit fr.
Genehmigung von Peer Augustinski
(25.06.1940, Berlin)
Peer Augustinski beginnt 1954 ein Musikstudium in Neustrelitz bei Brandenburg. 1961 besucht er die Max-Reinhardt-Schauspielschule in Berlin. 1964, nach seinem Abschluß, startet er eine erfolgreiche Theaterkarriere (Hersfeldpreis, 1978). Seit 1975 ist Peer Augustinski auch im Fernsehen zu sehen. Vor allem seine Auftritte in den Pfleghar-Shows Klimbim, Die Gimmicks und Die himmlischen Töchter machen ihn populär. Doch auch in ernsten Rollen in Krimis wie Derrick oder Der Alte kann er überzeugen. Augustinski ist ein Cousin von Rolf Schult, der ihn ins Synchronfach brachte. Als Synchronschauspieler ist Peer Augustinski seit vielen Jahren die "deutsche Stimme" von Robin Williams. Daneben synchronisiert er auch Dudley Moore oder Jeff Daniels. In Zeichentrickfilmen übernahm er u.a. "Asterix" (Asterix in Amerika) oder den Cowboy "Woody" (Toy Story 1+2). 2005 erleidet Peer Augustinski einen Schlaganfall, kann aber glücklicherweise nach einer Zeit der Erholung seiner Sprechertätigkeit wieder aufnehmen.
überarbeitet am 13.03.2009
Peter Aust
(17.03.1939, Beuthen/ Oberschlesien [damals Deutsches Reich - heute Bytom, Polen] - 26.01.1996, Bad Wildungen/ Hessen)
Peter Aust war lange Jahre am Berliner Ensemble im damaligen Ost-Berlin engagiert. Er begann seine Karriere am Deutschen Theater, ebenfalls in Ost-Berlin. Ruth Berghaus holte ihn ans Berliner Ensemble, das er 1981 im Streit mit dem damaligen Intendanten Manfred Wekwerth verließ. Nach seiner Ausreise aus der DDR arbeitete Aust zunächst am West-Berliner Schiller-Theater, danach in Hamburg. Bei der DEFA drehte er Unterm Birnbaum (1973) oder Am Ende der Welt (1975). Später war er in Krimiserien wie Tatort oder Der Alte zu sehen. Eine seiner bekanntesten Synchronrollen war Edward James Olmos in Miami Vice. Außerdem synchronisierte er John Lithgow (Footlose), Jean Poiret (Hühnchen in Essig) oder Nigel Hawthorne (Yes Minister). Er erlag im Januar 1996 an den Folgen einer Operation.