Synchronsprecher Kurzporträts B


Rüdiger Bahr

(19.01.1939, Frankfurt/ Oder)

Rüdiger Bahr ist die deutsche Stimme von "Al Bundy" Ed O'Neill. Er synchronisierte auch Ted Danson in der Serie Cheers. Außerdem Glenn Ford (Der Richter von Colorado; Gilda-TV Synchro), Richard Chamberlain (Flammendes Inferno). Für die ZDF-Serie Western von Gestern sprach er einige John-Wayne-Western (Westwärts!; Der König vom Pecos; Wie vom Winde verweht). Seine bekannteste TV-Rolle war der ZDF-Vierteiler Lockruf des Goldes. Außerdem schrieb er das Buch für die ZDF-Serie Der schwarze Bumerang. Auf der Bühne war er der Professor Higgins in "My Fair Lady" (Düsseldorf und München). Außerdem war er der Intendant der "Götz von Berlichingen-Festspiele". Er lebt in München und zeitweilig auf der Karibikinsel Andros, welche zu den Bahamas gehört.

Überarbeitet am 14.06.2006


Alfred Balthoff

(08.12.1905, Peiskretscham bei Gleiweitz [Oberschlesien, damals Deutsches Kaiserreich, heute Pyskowice, Polen] - 08.03.1989, Wien)

Alfred Balthoff erhält in den 1920er Jahren seine Theaterausbildung in Wien. 1927 debütiert er am Theater in Breslau. Mit Beginn der Naziherrschaft wird seine Laufbahn unterbrochen, er kann bis 1941 noch beim Jüdischen Kulturbund in Berlin spielen. Danach geht er in den Untergrund. In der DEFA-Produktion Ehe im Schatten (1947) hat er nach dem Krieg seinen ersten Filmauftritt. Seine Rolle als verfolgter Künstler in diesem Film weist deutliche Parallelen zu seinem eigenen Leben auf. Zu Beginn der 1950er Jahre ist Balthoff dann in westdeutschen Kinoproduktionen zu sehen, wie Gestehen Sie, Dr. Corda (1958), Dorothea Angermann oder Das Totenschiff (beide 1959). In den 1960er und 1970er Jahren ist Balthoff dann auch oft im TV zu sehen: Alle Hunde lieben Theobald (TV-Serie, 1970), oder Der Kommissar. In den 1950er und 1960er Jahren gehört er auch zu den "Dauerbeschäftigten" der Synchronbranche. Neben vielen Synchron-Nebenrollen spricht er auch den franzöisischen Komiker Fernandel in drei der fünf Don-Camillo-Filmen, Charlie Chaplin in Rampenlicht, Peter Lorre in 20.000 Meilen unter dem Meer, Peter Ustinov in Quo Vadis oder Edward G. Robinson (Cincinatti Kid). Mit dem Wechsel von Berlin nach Düsseldorf ans Theater endet seine umfangreiche Synchronlaufbahn. Später übersiedelt Balthoff nach Wien, wo er am 08. März 1989 an Herzversagen stirbt.

Überarbeitet am 27.05..2006


Leo Bardischewski

(03.11.1914, Danzig [damals Deutsches Kaiserreich, heute Gdansk, Polen]- 2002?)

Leo Bardischewski gehört seit den 50er Jahren zur Stammbesetzung Münchner Synchronisationen. In seiner langen Laufbahn hat er vielen Kollegen seine Stimme geliehen: Fred Astaire (Flammendes Inferno), E.G. Marshall (Die Brücke von Remagen), Ralph Richardson (Rollerball), James Stewart (Tote schlafen besser) und James Finlayson (Laurel & Hardy-ZDF-Neusynchros 1975/76) gehören dazu. Im TV konnte man ihn im Kommissar und im Tatort (mit Manfred Krug, Foto) sehen.


Petra Barthel

(1951)

Petra Barthel beginnt ihre Theaterlaufbahn an den Bühnen Magdeburg, Erfurt und der (Ost-)Berliner "Volksbühne". Hier spielt sie u.a. in den Stücken "Fiktiver Report über ein amerikanisches Pop-Festival" (1978) oder "Die Frauen von Troja" (1980). 2006 spielt sie am Thalia-Theater in Halle/ Saale. Im DEFA-Kinofilm Sabine Kleist, 7 Jahre (1982) übernimmt Petra Barthel die Rolle einer junge Frau. Auch in der Krimiserie Polizeiruf 110 (Folgen Tödliche Illusion, 1979, Kalter Engel, 1986) ist sie zu sehen. Petra Barthel ist die deutsche Standardstimme für die Kollegin Nicole Kidman, außerdem synchronisiert sie Bridget Fonda (Codename: Nina; Jackie Brown; Little Buddha), Julianne Moore (Assassins; Nine Months) oder Uma Thurman (Pulp Fiction; Gattaca; Gefährliche Liebschaften). Außerdem spricht Petra Barthel Hörbücher.

Überarbeitet am 20.08.2006


Heidrun Bartholomäus


Das Foto wurde mir von Heidrun Bartholomäus zur Verfügung gestellt

(1957)

Heidrun Bartholomäus besuchte bis 1980 die Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch". Es folgten bis 1988 Theaterengagements in Cottbus und Weimar. Seitdem ist sie freiberuflich tätig. Seit 1990 ist sie Gast am Carrousel-Theater in Berlin (Rollen: Puck im "Sommernachtstraum", Mitzi in "Jubiläum" von Tabori oder die Budenbesitzerin in "Woyzeck"). Heidrun Bartholomäus spielte in den Kinofilmen Vaterland (1992), Nichts bereuen (2001) und (T)Raumschiff Surprise- Episode 1 (2004). Mehrfach synchronisierte sie ihre britische Kollegin Emily Watson (u.a. Breaking the Waves; Lushins Verteidigung; Punch Drunk Love). Außerdem Jodie Foster in Nell, Jennifer Tilly in Bullets over Broadway und Mary Tyler Moore in der gleichnamigen TV-Serie. Sie ist auch Sängerin der Band "Tribut Art Ensemble", die im Februar 2003 Premiere feierte.


Friedrich W. Bauschulte

(17.03.1923, Münster/ Westfalen - 28.05.2003, Berlin)

Friedrich W. Bauschulte kam über Münster, Bremen und Wuppertal 1963 zum Ensemble der staatl. Bühnen Berlins. Der Berliner Staatsschauspieler gehörte zum Ensemble des 1993 geschlossenen Schillertheaters. Seit 1964 war er auch im Synchronstudio zu Gast. Seine bekannteste Rolle dürfte die von Lt. Mike Stone (Karl Malden) in Die Straßen von San Francisco gewesen sein. Von dieser Serie an sprach er den US-Schauspieler praktisch immer. Weitere Synchronrollen waren u.a. Richard Crenna in den Rambo-Filmen oder Richard Attenborough in Jurassic Park. Im TV konnte man Bauschulte u.a. in der Serie Hotel Paradies sehen. Die Rundfunkhörer des RIAS (später Deutschlandradio Berlin) kannten ihn als Hörspiel-Detektiv Prof. Dr. Dr. Dr. van Dusen (die Serie lief von 1978 bis 1999).

Überarbeitet am 27.05.2006


Chariklia Baxevanos


Chariklia Baxevanos und Christian Wolff in Abschied von den Wolken (1959)

(15.03.1936, Zürich)

Chariklia Baxevanos wird als einziges Kind des Operntenors Peter Baxevanos geboren. Der Vater ist jahrelang an der Wiener Volksoper und der Staatsoper als Sänger tätig. Sie besucht die Klosterschule Sacré Coeur in Wien und danach, nachdem sich die berühmte Schauspielerin Helene Thimig gegenüber den Eltern für ihre Begabung verbürgt, das Reinhardt-Seminar in Wien. Eine erste kleine Kinorolle hat sie in Wir werden das Kind schon schaukeln (1952). Ab Mitte der 50er Jahre hat sie dann auch größere Rollen: in Musikparade spielt sie mit Peter Alexander und Georg Thomalla (1956), in Scherben bringen Glück (1957) mit Adrian Hoven und in Ein Stück vom Himmel (1957) mit Toni Sailer, Ingrid Andree und Georg Thomalla. In Eva küßt nur Direktoren (1957) hat sie neben Joachim Fuchsberger die Hauptrolle. 1964 dreht sie ihren letzten Kinofilm: Das Ungeheuer von London City (nach Bryan Edgar Wallace, mit Hansjörg Felmy, Marianne Koch). Sie ist danach gelegentlich in TV-Filmen zu sehen (Miranda, 1966). Vor allem aber spielt sie Theater. Sie tritt in Wiesbaden ("Gigi"), an den Münchner Kammerspielen ("Mamsell Nitouche") oder am Theater an der Josefstadt in Wien (Hedwig in "Die Wildente") auf. Seit 1961 spielt sie vor allem Boulevardtheater am Theater am Kurfürstendamm in Berlin. Regelmäßig unternimmt sie auch Tourneen. Chariklia Baxevanos, "Baxi" genannt, synchronisierte mehrmals Shirley MacLaine (Frankie und seine Spießgesellen; Eine zuviel im Harem; Das Mädchen aus der Cherry-Bar) oder auch Madeline Kahn (Höhenkoller; Die verrückteste Geschichte der Welt; Slapstick) oder Mary Tyler Moore (Eine ganz normale Familie). Anfang 1960 heiratete sie den Kollegen Horst Frank (Tochter Désirée); allerdings hielt die Ehe nicht lange. Von 1961 bis 1971 war sie mit Harald Juhnke verheiratet.


Hartmut Becker


Foto: Frank Brenner

(06.05.1938, Berlin)

Hartmut Becker ist seit rd. 30 Jahren häufig in TV-Filmen und Serien präsent. Er spielte in Serien wie Der Kommissar, Derrick, Der Fahnder oder Ein Fall für zwei. Einen seiner ersten Kinoauftritte hatte er in Michael Verhoevens O.K. (siehe Eva Mattes). Es folgten Auftritte in internationalen Produktionen (häufig als deutscher Soldat/ Offizier): Die Brücke von Arnheim (1976), Escape from Sobibor (1987) oder Triumph des Geistes (1989). Hartmut Becker spricht seit über 30 Jahren synchron, z. B. mehrfach Kris Kristofferson (Convoy; Zwei ausgebuffte Profis), Tommy Lee Jones (Der Clan), Nick Nolte (Dreckige Hunde), Rudolf Nurejew (Valentino) oder auch James Stewart (Ein ideales Paar).

Überarbeitet am 07.06.2006


Friedrich Georg ("F.G.") Beckhaus


Foto: Copyright Arndt-H. Marx, Hanau.

(11.12.1927, Berlin)

Friedrich W. Beckhaus nahm Schauspielunterricht bei Gustaf Gründgens in Düsseldorf. Danach spielte er u.a. in Hamburg und Berlin. Seine bekannteste Fernsehrolle hatte er 1966 als "Atan Shubashi" in der Serie Raumpatrouille. Weitere Fernsehrollen waren u.a. im Kommissar oder in der Schwarzwaldklinik. Im Kino konnte man ihn u.a. im Jerry-Cotton-Krimi Um Null Uhr schnappt die Falle zu (1965) sehen. Lang ist die Reihe seiner Synchronrollen (bislang über 1000!). Häufiger hat er seinen US-Kollegen Robert Duvall synchronisiert; u.a. in Tage des Donners, Nur noch 60 Sekunden oder Deep Impact. Weitere Synchronrollen: Danny Aiello (Léon- der Profi), Ronny Cox (Outer Limits), Marty Feldman (Dotterbart), Klaus Kinski (Buddy, Buddy- mit sächsischem Dialekt!) oder Harry Dean Stanton (u.a. Alien, The Green Mile).


Hubertus Bengsch


Foto: Tino Kiessling

(10.07.1952, West-Berlin)

Hubertus Bengsch wurde durch seine Rolle als 1. Wachoffizier im Kinofilm Das Boot (1981) bekannt. Bengsch, ein Verwandter des früheren Berliner Kardinals Bengsch, ist seit Pretty Woman der deutsche Sprecher von Richard Gere. Weitere Synchronrollen waren u.a. Jeff Goldblum in Therapie zwecklos, Harold Ramis in Ghostbusters oder auch Judge Reinhold in Gremlins. Im Polit-Thriller Das Kartell/ Clear and Present Danger (USA 1994) spricht er den stellvertretenden CIA-Direktor Robert Ritter, gespielt von Henry Czerny. Seit 2004 hört man Bengsch in der populären US-TV-Krimiserie CSI- Den Tätern auf der Spur. Er spricht dort den Part des "Gil Grissom", Chef einer Tatortermittlungsgruppe, gespielt von William L. Peterson. Passend dazu, um in diesem Genre zu bleiben, ist Bengsch in der US-Kriminaldokureihe Medicinal Detectives, die deutsche OFF-Stimme.

Überarbeitet am 27.05.2006


Irina von Bentheim


Foto: Matthias Frommann

Das Foto wurde mir von Irina von Bentheim zur Verfügung gestellt

(18.08.1962, Berlin)

Irina von Bentheim ist die Tochter der Journalisten Ursula und Alexander von Bentheim. Schon als Kind hatte sie ihre ersten Leinwandauftritte. Wolfgang Liebeneiner holte Irina 1969 für seine Komödie Wenn süß das Mondlicht auf den Hügeln schläft vor die Kamera. Es folgten dann Auftritte im Heintje-Film Heintje- Mein bester Freund (1970), in der Heinz-Erhardt-Komödie Das kann doch unsern Willi nicht erschüttern (1970) und in Der Kapitän (1971, mit Heinz Rühmann). Später arbeitete Irina von Bentheim als Kameraassistentin, Tonfrau und Reporterin beim Fernsehen (SFB, SAT1). Beim Radio war sie als Moderatorin und Redakteurin beim RIAS, beim DeutschlandRadio Berlin, bei Radio Brandenburg und beim RBB tätig. Die vielseitige Künstlerin ist als Bühnenautorin tätig, macht Hörbücher und tritt auch selbst auf der Bühne auf. Als Synchronschauspielerin ist Irina von Bentheim vielbeschäftigt. Sie hat ihrer Kollegin Naomi Watts in den meisten Filmen ihre Stimme geliehen (u.a. The Ring 1 + 2; 21 Gramm; Mulholland Drive; Ellie Parker), sie spricht Sarah Jessica Parker (TV-Serie und Spielfilm Sex and the City; State and Main; Zum Ausziehen verführt), Claire Forlani in Rendezvous mit Joe Black, Robin Wright Penn (u.a. Forrest Gump; Alles aus Liebe) oder auch Neve Campbell (Studio 54).

Neu eingestellt am 22.02.2010


Johannes Berenz

(Johannes Baasner)

(01.05.1965, Berlin)

Johannes Berenz war im TV in der Serie Gute Zeiten, schlechte Zeiten zu sehen. Er synchronisierte mehrfach Ben Affleck (u.a. Shakespeare in Love; Dogma), außerdem Edward Burns (Der Soldat James Ryan) oder Jack Eardie (Sudden Death).

Überarbeitet am 03.09.2007


Elfie Beyer

Elfie Beyer war die deutsche Synchronstimme von Vivien Leigh in Vom Winde verweht. Sie hatte Vivien Leigh bereits vorher in Ihr erster Mann gesprochen. Weitere Synchronrollen waren u.a. Jennifer Jones in Das Lied von Bernadette, Susan Hayward (Piraten im karibischen Meer) oder Nancy Olson (Boulevard der Dämmerung). Über ihre weitere schauspielerische Tätigkeit ist bislang eher wenig bekannt. Ihren ersten Kinoauftritt hatte Elfie Beyer 1941 in Kleine Mädchen- große Sorgen, 1943 spielte sie in Großstadtmelodie mit Werner Hinz und Hilde Krahl. Letztmals sah man sie 1951 in Czardas der Herzen (mit Wolf Albach-Retty und Hannelore Bollmann) im Kino. Kurz nach dem Krieg war sie im Münchner Prinzregententheater in Shakespears "Sommernachtstraum" zu sehen. Sie starb vermutlich in den 1980er Jahren.


Claus Biederstaedt


Claus Biederstaedt in Die Beine von Dolores (1957, mit Ruth Stephan und Germaine Damar), Nachtschwester Ingeborg (1958, mit Edith Nordberg alias Immy Schell) und Ein Sommer, den man nie vergißt (1959, mit Antje Geerk)

(28.06.1928, Stargard/ Westpommern [damals Deutsches Reich, heute Szczecinski, Polen]

Sein Vater ist Studienrat, seine Mutter Musikpädagogin. Kurz vor Kriegsende wird er noch zum Militär eingezogen. Nach dem Abitur beginnt er ein Medizinstudium, das er jedoch zugunsten einer Schauspielausbildung am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg abbricht. Sein erstes Theaterengagement hat er 1950 am Staatstheater Wiesbaden. Regisseur Rolf Hansen holt ihn 1952 für den Dieter-Borsche-Streifen Die große Versuchung. Für seine Rolle als junger Assistenzarzt erhält Biederstaedt gleich den Bundesfilmpreis als bester Nachwuchsdarsteller. Er wirkt in Nebenrollen in den Filmen Kinder, Mütter und ein General und Sauerbruch (beide 1954) mit. Im gleichen Jahr ist er Romy Schneiders Partner in Feuerwerk. Von nun an ist er auf den Typ des Sonnyboys, dem die Herzen der Frauen zufliegen, festgelegt. Er spielt an der Seite von vielen weiblichen Stars der 50er: Gardy Granass (Schwarzwaldmelodie; Die Christel von der Post), Sabine Bethmann (Das Donkosakenlied), Susanne Cramer (Kleines Zelt und große Liebe; Kindermädchen für Papa gesucht), Germaine Damar (Die Beine von Dolores; Scala-total verrückt), Maj-Britt Nilsson (Was die Schwalbe sang), Johanna von Koczian (Petersburger Nächte). "Er war der nette junge Herr des deutschen Nachkriegslustspiels, ein fröhlicher Zeitgenosse, der unbekümmert seinen Charme versprüht und die Lage meistert. Er war in Melodram und Schnulze, sogar in Kriegsfilmen zuhause, gab diesen Werken durch sein augenzwinkerndes Auftreten aber immer den Tonfall eines vertrauten Heimatfilms." (LEXIKON DER DEUTSCHEN FILM- UND TV-STARS). Bis Mitte der 60er Jahre ist Biederstaedt regelmäßig im Kino zu sehen. Seinen letzten Streifen dreht er 1974: Auch ich war nur ein mittelmäßiger Schüler.In den 60er Jahren wechselt Biederstaedt zum TV und wirkt in vielen Produktionen mit. Gleichzeitig beginnt er, internationalen Filmstars wie Marlon Brando (Der letzte Tango von Paris; Am Abend des folgenden Tages), Paul Newman (Der zerissene Vorhang; Der Etappenheld), Charlton Heston (Herrscher der Insel), James Mason (Das Mädchen vom Korallenriff) oder James Garner (u.a. Rockford-TV) in Synchronisationen seine Stimme zu leihen. Claus Biederstaedt, in zweiter Ehe verheiratet, ist heute ein vielbeschäftigter (Tournee-)Theaterschauspieler (auch Regie).


Monica Bielenstein

(1948, Rio de Janeiro)

Monica Bielenstein wurde in Brasilien geboren, da ihre Eltern 1935 dorthin emigrierten. Sie machte ihr Abitur in der Schweiz und besuchte die Schauspielschule "Ernst Busch" in Ost-Berlin. Sie spielte am Theater (Theater der Freundschaft; Maxim-Gorki-Theater) und wirkte in DEFA-Filmen (Zeit zu leben; Alle meine Mädchen) mit. 1980 übersiedelte sie in den Westen, wo sie neben TV-Auftritten (Praxis Bülowbogen; Wolffs Revier) vor allem synchronisierte. Sie sprach Susan Sarandon (Die Hexen von Eastwick), Ellen Barkin (The Big Easy), Greta Scacchi (Salz auf unserer Haut) oder Emma Thompson (Sinn und Sinnlichkeit). Sie führt auch Synchronregie.


Dagmar Biener

(23.06.1946, Berlin)

Dagmar Biener spielte schon als Kind in Kinofilmen. So war sie in Stips (1951) die Tochter von Gustav Fröhlich, 1959 spielte sie im Freddy-Quinn-Film Freddy unter fremden Sternen. Von 1962 bis 1964 nahm sie Schauspielunterricht bei Else Bongers. Auch ihre Theaterkarriere begann schon früh ("Die Heirat", 1964 - Regie: Karl John, Tribüne Berlin). Dagmar Biener spielte auch in vielen TV-Filmen. Sie synchronisierte z.B. die Französin Miou-Miou (Die Aussteigerin; Die Ausgebufften; Der süsse Wahn; Abendanzug), Kim Darby (Der Marshal; Die Grissom-Bande), Holly Hunter (Broadcast-News; Always; Ein charmantes Ekel), Anjelica Huston (Verbrechen und andere Kleinigkeiten), Goldie Hawn (Das Mädchen aus Petrovka) oder Nancy Allen (Dressed To Kill).


Detlef Bierstedt


Foto: Helen Krüger, mit freundlicher Genehmigung von Detlef Bierstedt

(10. Juni 1952, Berlin/Ost)

Detlef Bierstedt ist der deutsche Sprecher von George Clooney (Batman & Robin; Der Sturm; ER-TV Serie). Daneben spricht er auch die Rollen von Bill Pullman (Casper; Independence Day), Robert Englund (Freddy Krueger). Außerdem hat er Patrick Swayze oder Tom Hanks seine Stimme geliehen. Seit 1984 hat er über 950 Synchronrollen gesprochen. Zu sehen war der Schauspieler u.a. in der TV-Serie Drei Damen vom Grill.

Überarbeitet am 26.05.2010


Marie Bierstedt


Foto: Elisabeth v. Glasenapp

(30.10.1974)

Marie Bierstedt ist die Tochter von Detlef Bierstedt. Sie synchronisierte bislang Kate Beckinsale (Pearl Harbor; Weil es Dich gibt), Neve Campbell (Der Fall Mama), Melissa Joan Hart (Drive me crazy), Reese Witherspoon (Eiskalte Engel) oder Alyson Hannigan in der TV-Serie Buffy.


 

Walter Bluhm

(05.08.1904 [andere Quelle: 1907], Berlin-Rixdorf [heute Neukölln] - 02.12.1976, München)

Als Sohn eines Buchhändlers geboren, besucht er das Kaiser-Friedrich-Gymnasium in Neukölln. Nachdem er sich vergeblich um Aufnahme an der Schauspielschule von Maria Seebach bewirbt, macht er als 18jähriger zunächst eine Lehre als Buchhändler. Danach macht er seine Schauspielausbildung bei Max Reinhard in Berlin. 1924 hat er in Shakespeares "Der Kaufmann von Venedig" seine erste kleine Rolle. Es folgen Engagements in Darmstadt und Gera, ab 1930 ist er dann wieder in Berlin, am Staatstheater und an der Volksbühne. Sein Filmdebüt gibt er 1934 in der Komödie Glückspilze. 1936/37 wird er von Metro-Goldwyn-Mayer als deutscher Sprecher Stan Laurels ausgewählt (Zu den deutschen Kandidaten gehört auch der spätere "Kommissar" Erik Ode). Ritter ohne Furcht und Tadel/Way Out West heißt der dritte (und letzte vor dem zweiten Weltkrieg ) auf deutsch synchronisierte Laurel & Hardy-Film, der 1937 in die deutschen Kinos kommt. Bis auf wenigen Ausnahmen bleibt Bluhm Stan Laurel als Sprecher treu. Von 1939 bis 1945 ist Walter Bluhm Soldat. Ab August 1945 steht er dann wieder auf der Theaterbühne. 1946 ist er am Schloßparktheater im Stück "Drei Mann auf einem Pferd" zu sehen. Kritiker nennen Bluhm den "deutschen Keaton"- Ironie des Schicksals: Jahre später synchronisiert er den US-Komiker in Buster Keaton in Wildwest. Im DEFA-Spielfilm Irgendwo in Berlin hat er seinen ersten Kinoauftritt nach dem Krieg, danach ist er im bundesdeutschen Nachkriegsfilm in vielen kleinen Rollen zu sehen (Die Ratten, 1955; Du bist Musik, 1956; Liane- das Mädchen aus dem Urwald, 1956; Petersburger Nächte, 1958). Ab 1950 ist er auch wieder die deutsche Stimme Stan Laurels, außerdem spricht er auch im Synchronatelier unzählige Nebenrollen. 1976 ist er im TV-Film Der Herr der Schöpfung zu sehen, im Dezember des gleichen Jahres erliegt er einem Krebsleiden.

Überarbeitet am 27.05.2006


Lothar Blumhagen

(16.07.1927, Leipzig)

Lothar Blumhagen nimmt Musik- und Schauspielunterricht in Leipzig. Weitere Theaterstationen sind Halle und Berlin/Ost. Er ist in den DEFA-Kinofilmen Hexen (1954) und Sommerliebe (1955) zu sehen und spricht auch synchron( u.a. Gérard Philipe in Rot und Schwarz). Ende der 1950er Jahre wechselt Blumhagen in den Westteil der geteilten Stadt und ist lange Jahre Mitglied der staatl. Bühnen Berlins. Neben der Theaterarbeit ist Blumhagen auch gelegentlich im TV zu sehen (Waterloo, 1969; Ein Sonntag am See, 1971). Vor allem aber hört man seine Stimme. Er synchronisiert Roger Moore (TV-Serie Die 2; Auf dem Highway ist die Hölle los), Erland Josephson (Szenen einer Ehe), Kirk Douglas (Kennwort "Schweres Wasser"/ Stoßtrupp Telemark) oder auch David Warner (Titanic). Er hat seit 1955 über 950 Filme synchronisiert.

Überarbeitet am 22.11.2011


Leon Boden


Foto mit freundlicher Gehmigung der Agentur Stimmgerecht

(14.07.1958)

Leon Boden ist im Fernsehen häufig als Bösewicht zu sehen (u.a. in den Serien Die rote Meile und Hinter Gittern- Der Frauenknast). 2002 spielte er in der Kinokomödie Erkan und Stefan gegen die Macht der Finsternis auch einen Fiesling. In Weibsbilder (1996) schrieb er das Buch und führte Regie. In Graz inszenierte er das Theaterstück "Offene Zweierbeziehung" (2001). Leon Boden ist der Standardsprecher seines US-Kollegen Denzel Washington. Daneben hat er u.a. auch Will Smith (Independent Day) oder Ted Danson (Made in America) gesprochen.


Nicolas Böll


Das Foto wurde mir von Nicolas Böll zur Verfügung gestellt

(Nicolas Wilcke)
(26.02.1965, West-Berlin)

Nicolas Böll ist der Sohn des Schauspielers Claus Wilcke. Er absolvierte von 1984 bis 1986 die Schauspielschule bei Else Bongers. Noch während der Ausbildung wurde er von Boy Gobert ans Schillertheater geholt. Bis 1996 hatte er diverse Engagements an Berliner Bühnen. 1995 gründete Böll eine Filmproduktionsgesellschaft, deren Geschäftsführer er auch ist. Er synchronisierte mehrfach Ben Affleck (Auf die stürmische Art; Good Will Haunting), außerdem Keanu Reeves (Gefährliche Brandung), Kevin Bacon (Flatliners), Joaquin Phoenix (Gladiator), William Baldwin (Sliver) oder Emilio Estevez (Young Guns).


Sabine Bohlmann


Foto: © Christian Hartmann

(05.03.1969, München)

Sabine Bohlmann ist seit Ende der 1980er Jahre häufig im TV zu sehen. Einen ihrer ersten Auftritte hatte sie in der Serie Löwengrube (1988), danach folgten u.a. Auftritte in Mit Leib und Seele, Ein Bayer auf Rügen oder Unser Charly. Besonders bekannt wurde Sabine Bohlmann in der TV-Serie Marienhof in der Rolle der Jenny Deile. Als Synchronschauspielerin wird sie häufig in (Zeichen-)trickfilmserien eingesetzt. So spricht sie u.a. "Lisa Simpson" in Die Simpsons oder "Kenny McCormick" in South Park. Außerdem sprach sie Shirley Henderson (Harry Potter und die Kammer des Schreckens; Harry Potter und der Feuerkelch), Christina Ricci (Meerjungfrauen küssen besser) oder Sarah Monahan (TV-Serie Hey, Dad!). 2004 hat Sabine Bohlmann ein Buch über Kindererziehung geschrieben: "Ein Löffelchen Zucker". Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Neu eingestellt am 19.08.2006


Kornelia Boje


Das Foto wurde mir von Kornelia Boje zur Verfügung gestellt

(19.05.1942, Berlin)

Kornelia Boje ist die Tochter des Fotografen Walter Boje. Schon als Kind arbeitet sie beim damaligen NWDR als Sprecherin in Hörspielen. Dem Hörfunk ist sie bis heute treu geblieben. Nach der Schauspielausbildung arbeitet sie an den Bühnen der Stadt Kiel (1961-1963), danach folgen Engagements u.a. in Darmstadt, Zürich, Hamburg (Schauspielhaus, Ernst-Deutsch-Theater), Köln, Hannover und Frankfurt/M. Schon früh bekommt sie auch Fernsehrollen, so z.B. in Wilhelm Semmelroths Helle Nächte (1964, mit Hartmut Reck als Partner), Der Meteor (1968, mit Leonard Steckel), Der Verfolger (1974, Regie: Falk Harnack), Feuerwasser (1979, mit Helmut Qualtinger, Regie: Wolfgang Staudte) oder auch Neue Freunde, neues Glück (2005). Auch in TV-Serien wie Hafenpolizei, Der Kommissar, Tatort, Jauche und Levkojen, Derrick und Der Alte kann man Kornelia Boje sehen. Gelegentlich spielt sie auch in Kinoproduktionen, so in Niklaus Schillings Der Willi-Busch-Report (1979) oder in der russisch-deutschen Coproduktion Das Ufer (1982-1984). Seit vielen Jahren arbeitet Kornelia Boje auch als Synchronschauspielerin. Sie ist die deutsche Stimme von Mary McDonnell in Der mit dem Wolf tanzt, die sie auch in der Serie Battlestar Galactica spricht. Außerdem Sarah Miles (Die letzten Tage in Kenia), Barbara Carrera (TV-Serie Dallas), Meredith Baxter (Stunden der Angst), Ellen Burstyn (Der Jean-Harris-Prozeß) oder Lucelia Santos in der Serie Sinha Moca. In letzter Zeit war sie u.a. als Voice Over fuer arte taetig, u.a. in der Serie Agnes war da. Sie arbeitet auch als Synchronregisseurin und leitet Sprecherseminare. Die vielseitige Künstlerin ist auch als Fotografin und Buchautorin ("Ullas Erwachen") tätig. Kornelia Boje lebt in Berlin. Ihre Homepage www.korneliaboje.de

Ueberarbeitet am 24.09.2012


Ranja Bonalana


Foto: Tino Kiessling

(Ranja Helmy)
(1973, West-Berlin)

Ranja Bonalana ist schon seit ihrer Kinderzeit als Schauspielerin tätig (TV-Serie Ich heirate eine Familie, 1982); seit 1984 synchronisiert sie auch. Sie ist die deutsche Standardstimme von Renee Zellweger (Bridget Jones, Das Empire Team; Down with Love- zum Teufel mit der Liebe) oder Julia Stiles (Die Bourne Identität; Die Bourne-Verschwörung; Mona Lisas Lächeln). Außerdem Kate Beckinsale (Underworld), Selma Blair (Hellboy) oder Reese Witherspoon (Vanity Fair- Jahrmarkt der Eitelkeiten).


Susanna Bonaséwicz


Foto mit freundlicher Genehmigung von Susanna Bonaséwicz


Schon als Kind war Susanna Bonaséwicz im Kino zu sehen: 1961 spielte sie im Film ...denn das Weib ist schwach an der Seite von Kai Fischer (o.li.) und Sonja Ziemann, die in diesem Streifen ihre Mutter darstellte.

(03.10.1955, Berlin)

Susanna Bonaséwicz ist eine vielbeschäftigte Synchronsprecherin. Sie hat u.a. Carrie Fisher (Krieg der Sterne-Trilogie), Bridget Fonda (Weiblich, ledig, jung sucht), Daryl Hannah (Der Pate v. Greenwich Village; Magnolien aus Stahl; Die kleinen Superstrolche; Wall Street), Heather Thomas (Ein Colt für alle Fälle-TV), Tyne Daly (Cagney & Lacey-TV) oder Sissy Spacek gesprochen. Den Kindern ist sie als Bibi Blocksberg-Sprecherin bekannt. Ihr Karriere begann schon als Kind; sie spielte in ...denn das Weib ist schwach (1961) die Filmtochter von Sonja Ziemann. Später war sie u.a. in einer Folge der Krimiserie Der Alte zu sehen.

Überarbeitet am 05.01.2008


Arianne Borbach

Mit Einverständnis von Arianne Borbach, freundlichst zur Verfügung gestellt von Peter Naumann


Foto: Helen Krüger, mit fr. Genehmigung von Arianne Borbach

(30.05.1962, Bernau/ Brandenburg [damals DDR])

Arianne Borbach machte zunächst eine Lehre als Elektromechanikerin, bevor sie an der "Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch" in (Ost-) Berlin ein Schauspielstudium absolvierte. Bis 1992 gehörte sie dem "Theater der Freundschaft" in Berlin an. 1984, noch zu DEFA-Zeiten, drehte sie ihren ersten Kinofilm Auf dem Sprung. Es folgten Filme wie Taxi nach Rathenow (1991- TV), Die Brut der schönen Seele (1992- TV) oder Straßensperre (1998). Sie war außerdem mehrfach in der Krimiserie Polizeiruf 110 zu sehen. Arianne Borbach spricht häufig ihre britische Kollegin Catherine Zeta Jones (Verlockende Falle; Das Geisterschloß). Daneben hat sie u.a. auch Helen Hunt (Cast away) oder auch Gwyneth Paltrow in Sieben synchronisiert. Bislang hat Arianne Borbach über 600 Synchronrollen gesprochen.

Überarbeitet am 22.11.2011


Ernst-Wilhelm Borchert


Wilhelm Borchert mit Hildegard Knef (Bild links und Mitte) im ersten deutschen Spielfilm nach dem zweiten Weltkrieg: Die Mörder sind unter uns (DEFA, 1946) und mit (im Uhrzeigersinn) Günter Pfitzmann, Joachim Hansen und Gunnar Möller in Hunde, wollt ihr ewig leben (1958).

(13.03.1907, Berlin-Rixdorf [heute Neukölln] - 01.06.1990, Berlin-Schöneberg)

Wilhelm Borchert macht zunächst eine Ausbildung zum Bibliothekar. Dann entscheidet er sich aber für die Schauspielerei. Zunächst tingelt er mit Wanderbühnen durch Ostpreußen. 1926/27 macht er eine Schauspielausbildung an der Reicherschen Hochschule für dramatische Kunst. 1928 führt ihn der Weg nach Erfurt, ab 1938 holt ihn Eugen Klöpfer an die Volksbühne nach Berlin. Schon 1937 beginnt seine Synchronlaufbahn, die er nach dem zweiten Weltkrieg intensiviert. Erste Filmauftritte hat er in U-Boote westwärts! und in Mein Leben für Irland (beide 1940/41). Als sich Carl Raddatz 1946 weigert, die Hauptrolle in Wolfgang Staudtes Die Mörder sind unter uns zu übernehmen (Raddatz wollte in keinem Film mitspielen, in dem ein deutscher Soldat negativ geschildert wird), geht die Rolle des grüblerischen "Dr. Mertens" an Wilhelm Borchert. Borchert war während der NS-Zeit Mitglied der SA, dies war den russischen Besatzungsbehörden aber offensichtlich nicht bekannt. Mit Wolfgang Staudte dreht er 1949 - in Westdeutschland- den Film Schicksal aus zweiter Hand (mit Marianne Hoppe). 1954 spielt er in Sauerbruch neben Ewald Balser und 1958 ist er als "Feldmarschall Paulus" in Hunde, wollt ihr ewig leben? (Foto ganz rechts, mit Carl Lange) zu sehen. Vor allem aber ist er als Theaterschauspieler tätig. Jahrelang gehört er zum Ensemble der Staatl. Bühnen (West-)Berlins. Und er ist im Synchronatelier vielbeschäftigt. Er ist die erste Feststimme von Richard Widmark (u.a. Okinawa; Die Feuerspringer von Montana; Die gebrochene Lanze; Kennwort: Berlin-Tempelhof), ab 1957 (Die zwölf Geschworenen) ist er der am häufigsten eingesetze Sprecher von Henry Fonda. In einigen Filmen leiht er auch Charlton Heston (Die größte Schau der Welt; Die zehn Gebote; König der Freibeuter; Ben Hur, Der Omega-Mann), Alec Guinness (Die Brücke am Kwai; Krieg der Sterne) oder Richard Burton (Der längste Tag; Cleopatra) seine Stimme.

Überarbeitet am 27.05.02006


Simone Brahmann


Foto mit freundlicher Genehmigung von Simone Brahmann

(21.06.1961, München)

Simone Brahmann kam schon als Kind zu ersten Fernsehauftritten (Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger). Vom 16. bis zum 18. Lebensjahr hat sie privaten Schauspielunterricht genommen. 1980 spielte sie in Herbstromanze (für den man den ehemaligen Heimatfilm-Star Rudolf Lenz reaktivierte) die weibliche Hauptrolle. Danach spielte sie in zwei Filmen des Filmkritikers Eckhart Schmidt (Der Fan, 1982- mit Desiree Nosbusch; Die Story, 1984). Es folgten Auftritte in Komödien wie Zwei Nasen tanken Super (1984) oder Geld oder Leber (1986). Mit Klaus Maria Brandauer spielte Simone Brahmann in der 2teiligen TV-Verfilmung Der Weg ins Freie (1982). Außerdem war sie im Fernsehen in Krimiserien wie Ein Fall für zwei, Der Alte, Solo für Sudmann oder Der Fahnder zu sehen. Von 1978 bis 1982 spielte sie auch am Theater. Simone Brahmann ist eine vielbeschäftigte Synchronschauspielerin (vor allem in München). Auch hier sprach sie bereits als Fünfjährige Synchronrollen. So war sie z.B. als Zwölfjährige die deutsche Stimme von Linda Blair in Der Exorzist. Eine ihrer bekanntesten Synchronrollen war Sharon Stone in Basic Instinct. Sharon Stone wurde von ihr u.a. auch in Schneller als der Tod, Gloria oder Verliebt in die Gefahr synchronisiert. Mehrfach hat sie auch die US-Kollegin Daryl Hannah gesprochen: Staatsanwälte küßt man nicht; Roxanne, Jung und rücksichtslos oder Ein verrücktes Paar. Außerdem Michelle Pfeiffer (Midlife Crisis), Robin Wright in Die Braut des Prinzen, Madeline Stowe (Die Nacht hat viele Augen, Die Abservierer) oder Agostina Belli (Irisches Intermezzo). Auch für TV-Serien hat sie oft synchronisiert; so ist sie z.B. die Stimme von Jennifer Gareis in Reich & Schön, Amy Stock in Dallas oder Kim Morgen Green in Die Colbys. Simone Brahmann war mit dem Sänger Roland Kaiser befreundet und später in erster Ehe mit dem Moderator und Regisseur Pit Weyrich verheiratet. Sie ist in zweiter Ehe mit einem Sportartikelkaufmann aus Heidelberg verheiratet.

Überarbeitet am 27.03.2008


Philipp Brammer

(28.08.1969, München)

Philipp Brammer synchronisierte bereits als Jugendlicher (Nils Holgersson in der gleichnamigen TV-Serie). Weitere Synchronrollen sind Leonardo diCaprio in Marwins Rache, Matthew Lillard in Scooby Doo oder Jason Priestley in der TV-Serie Beverly Hills 90210. Philipp Brammer war u.a. in den TV-Serien Der Bulle aus Tölz oder Derrick zu sehen. Seit einiger Zeit spielt er auch in der Serie Lindenstraße.


Viktoria Brams

(17.09.1944, Essen)

Viktoria Brams gehört seit vielen Jahren zur Münchner Synchronszene. Sie synchronisierte u.a. Julie Andrews (10- die Traumfrau), Jane Fonda (Coming Home), Rita Hayworth (Gilda- TV-Synchro), Ida Lupino(Entscheidung in der Sierra), Karen Black (Piranhas II), Ali McGraw (Convoy), Meryl Streep (Rendezvouz im Jenseits) oder Rachel Ward in der TV-Serie Die Dornenvögel. Viktoria Brams machte ihre Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schauspielschule in München. Danach war sie u.a. in der TV-Serie Der Nachtkurier meldet oder in Salto Mortale zu sehen. In der Serie Klinik unter Palmen spielte sie neben Klausjürgen Wussow. Ihre bekanntesten TV-Rollen dürften aber ihre Rolle als Ehefrau von Diether Krebs in der Krimiserie SOKO 5113 oder die ARD-Serie Marienhof sein. Sie war in erster Ehe mit Gerd Potyka verheiratet, in zweiter Ehe seit 1968 mit Michael Hinz (Die Brücke), mit dem sie auch oft gemeinsam auf der Theaterbühne steht (siehe Bild rechts). Viktoria Brams hat zwei Kinder.


Heinz Theo Branding

(1928)

Heinz Theo Branding sprach u.a. für Brian Dennehy (Rambo), Anthony Hopkins (Der Führerbunker), Charles Durning (Der Clou) sowie Omero Antonutti (Die Nacht von San Lorenzo) synchron. In der TV-Serie Lou Grant sprach er Edward Asner und in Die Waltons synchronisierte er Will Geer (Großvater Sam). Er gehört auch zu den Sprechern der Zeichentrickfigur "Fred Feuerstein". Heinz Theo Branding war u.a. in den Kinofilmen Viola und Sebastian (1972) oder Ein Schweizer namens Nötzli (1988) zu sehen. Im TV wirkte er u.a. in der Serie Die schöne Marianne mit.


Judith Brandt


Foto mit freundlicher Gehmigung der Agentur Stimmgerecht

(1965, West-Berlin)

Judith Brandt ist die Tochter des Schauspielerehepaares Rainer Brandt und Ursula Heyer. Sie machte ihre Schauspielausbildung bei Erika Dannhoff in Berlin und hat außerdem eine Tanz- und Gesangsausbildung. Judith Brandt spielte 1990 in dem Kinofilm Neuner und war in der Krimiserie Ein Fall für zwei und im TV-Film Ach du fröhliche (1995) im Fernsehen zu sehen. Zu ihren Synchronrollen gehören Sophie Marceau (James Bond- die Welt ist nicht genug; Braveheart), Claire Danes (Der Regenmacher), Jennifer Lopez (Anaconda) oder Lisa Kudrow (Aufgelegt!).


Rainer Brandt


Rainer Brandt (links unten) mit Karin Baal und Vera Tschechova in Die junge Sünderin (1960) und mit Elisabeth Flickenschildt in Eheinstitut Aurora (1962)


Rainer Brandt 2009
Foto Frank Brenner

(19. Januar 1936, Berlin)

Rainer Brandt hat die meisten der Elvis-Presley-Filme synchronisiert (u.a. Mein Leben ist der Rhythmus; Café Europa; Tolle Nächte in Las Vegas; König der heißen Rhythmen). In vielen Karl-May-Verfilmungen sprach er die "Bösewichter" (u.a. Mario Adorf in Winnetou, 1. Teil; Anthony Steel in Winnetou, 2. Teil; Rik Battaglia in Der Schut). Seit Mitte der 70er Jahre war er auch deutscher Sprecher Jean Paul Belmondos. Gemeinsam mit Karlheinz Brunnemann war er für die "Eindeutschung" von TV-Serien wie Ihr Auftritt, Al Mundy, Department S oder Männerwirtschaft verantwortlich. Krönung dieser Arbeiten war sicherlich die Serie Die 2, wo er die Stimme von Tony Curtis war. Als Schauspieler war Brandt u.a. in Wenn die Heide blüht (1960), Die Fastnachtsbeichte (mit Götz George, Foto Mitte!), Das Riesenrad (1961) oder im Jerry-Cotton-Krimi Die Rechnung-eiskalt serviert (1966) zu sehen. Brandt besitzt eine eigene Synchronfirma und ist mit seiner Kollegin Ursula Heyer (Deutsche Sprecherin von "Denver-Biest" Joan Collins) verheiratet. Brandts Tochter Judith ist ebenfalls Synchronschauspielerin.


Volker Brandt


Foto mit freundlicher Gehmigung der Agentur Stimmgerecht

(02.08.1935, Leipzig)

Volker Brandt ist der Sohn eines Chemikers. Er wuchs in Leipzig und Hannover auf und besuchte die Waldorfschule. Seine Schauspielausbildung machte er an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Seit der TV-Serie Die Straßen von San Francisco ist Volker Brandt der deutsche Sprecher von Michael Douglas. Desweiteren hat er Alan Ladd in den Neufassungen von Die Narbenhand oder In Ketten um Kap Hoorn synchronisiert. Volker Brandt wirkte in der TV-Serie Schwarzwaldklinik mit. Außerdem drehte er einige Folgen als Berliner Tatort-Kommissar.

Überarbeitet am 27.05.2006


Charles Brauer


Charles Brauer (links unten) mit Harald Martens, Luise Ullrich und Gunnar Möller in Ist Mama nicht fabelhaft? (1958)

(Charles Knetschke)
(03.07.1935, Berlin)

Charles Knetschke wird als elfjähriger von Regisseur Gerhard Lamprecht für einen der ersten Nachkriegsfilme, Irgendwo in Berlin, für den Film entdeckt. In dieser DEFA-Produktion sind u.a. Harry Hindemith, Fritz Rasp und Walter Bluhm zu sehen. Charles bekommt von der DEFA einen Zweijahresvertrag, der 1948 ausläuft. Mit 16 Jahren steht er auf der Bühne des berliner Hebbel-Theaters, außerdem am Berliner Theater am Schiffbauerdamm und der Tribüne. 1952/53 besucht der junge Schauspieler die Max-Reinhard-Schule in Berlin, er nimmt dort Schauspielunterricht bei Hilde Körber. 1954 zieht Charles Brauer (er hat den Mädchennamen seine Mutter angenommen) nach Hamburg, 1956 holt ihn Gustaf Gründgens ans Deutsche Schauspielhaus. Dort wirkt er 20 Jahre. Mitte der 1950er Jahre ist Charles Brauer in der TV-Serie Familie Schölermann zu sehen, die erste deutsche Fernseh-Familienserie. 1958 sieht man ihn neben Luise Ullrich und Paul Klinger in der Kinokomödie Ist Mama nicht fabelhaft?. Nach der Trennung von seiner Ehefrau Witta Pohl wechselt Brauer nach München. Dort spielt er an den Münchner Kammerspielen und am Bayrischen Staatsschauspiel. Populär wird er dann durch die Rolle des Kommissars Brockmöller als Partner von Manfred Krug im Tatort (1986 bis 2001- Foto rechts). Als Synchronschauspieler arbeitet Brauer seit den 1950er Jahren. U.a. sprach er Roy Scheider (In der Stille der Nacht), Donald Sutherland (Der große Eisenbahnraub), George Martin (Operation Taifun) oder Peter Vogel (Holocaust). Er ist in erste Ehe verheiratet mit der Schauspielerin Witta Pohl (Kinder Forian und Stephanie), mit seiner zweiten Frau, der Bühnenbildnerin Lilo Hegi (Sohn Jonas) lebt er im schweizerischen Baselland. Seine Homepage


Thomas Braut

(22.05.1930, Berlin - 13.12.1979, München)

Thomas Braut war der Sohn der Schauspielerin Frigga Braut (1895-1975). Er begann seine Filmkarriere mit dem Kriegsfilm Haie und kleine Fische (1957- mit Hansjörg Felmy, Horst Frank) und spielte 1958 in Bernhard Wickis Regiedebüt Warum sind sie gegen uns. Danach wirkte er u.a. in Frank Wisbars Nacht fiel über Gotenhafen (1959) und in Neunzig Minuten nach Mitternacht (1962) mit. Im Fernsehen konnte man ihn in der Krimiserie Kriminalmuseum und in der Serie Unser Walter sehen. Eine seiner bekanntesten Synchronrollen war James Drury als der "Virginian" in der Western-Serie Die Leute von der Shiloh-Ranch. Desweiteren sprach er u.a. Gene Hackman in Verschollen im Weltraum, Ben Gazzara in Die Brücke von Remagen oder Dennis Hopper in Easy Rider. In den beiden Steiner-Filmen sprach er die jeweiligen Hauptdarsteller James Coburn und Richard Burton. Thomas Braut war mit seiner Kollegin Ursula Herwig verheiratet. Nachdem Thomas Braut in den Jahren zuvor bereits zwei Herzinfarkte erlitten hatte, erlag er am 13. Dezember 1979 einem dritten Infarkt.

Überarbeitet am 21.11.2006


Michael Brennicke


Foto: Helen Krüger, mit fr. Genehmigung von Michael Brennicke

(05.10.1949, München)

Michael Brennicke gehört seit vielen Jahren zu Stamm der Münchner Synchronszene. Er ist nicht nur Synchronschauspieler, sondern schreibt auch Dialogbücher und führt Synchronregie. Eine Auswahl seiner Synchronrollen: Chevy Chase (Die schrillen vier auf Achse; Hilfe, die Amis kommen), Adriano Celentano (Gib dem Affen Zucker), Kurt Russell (Tequila Sunrise) oder Nick Nolte (Straße der Ölsardinen). Nach dem Tode Manfred Schotts übernahm er für einige Filme die Synchronisation Dustin Hoffmans (Tootsie; Family Buisiness; Billy Bathgate). Michael Brennicke wirkte in den TV-Serien Wildbach oder Ein Stück Himmel mit. Mit seiner Tochter Nadeshda spielte er im TV-Film Pilotinnen.


Werner Bruhns


Werner Bruhns (rechts) mit Joachim Hansen und (im Hintergrund) Carl Lange in Der Stern von Afrika (1956/57)

(10.10.1928, Hamburg - 16.10.1977, Hamburg)

Werner Bruhns gab in Alfred Weidenmanns Kriegsfilm Der Stern von Afrika (1956/57) sein Kinodebüt. Seine nächsten Kinoauftritte hatte er dann u.a. in Der Pfarrer von St. Pauli (1970- mit Curd Jürgens), Die Akte Odessa/ The Odessa File (1974- mit Jon Voight, Maximilian Schell) oder in Bertoluccis 1900 (1976- mit Robert deNiro, Burt Lancaster). Seine bekannteste Synchronrolle war sicherlich Mike Connors in der ARD-Synchronisation der Krimiserie Mannix. Daneben hat er u.a. auch Randolph Scott (Der Nevada-Mann; Mann im Sattel) oder Peter Carsten (Die Rache des Dr. Fu Man Chu) gesprochen. Bruhns war von 1952 bis 1957 mit Christiane Harlan verheiratet (Tochter Katharina, *1953), die unter ihrem Künstlernamen Susanne Christian u.a. in Liebe ist ja nur ein Märchen (1955) mitwirkte. Sie heiratete 1958 den Regisseur Stanley Kubrick. Später war Bruhns mit der Journalistin Wiebke Bruhns verheiratet, doch auch diese Ehe scheiterte. 1977 nahm sich Werner Bruhns das Leben.


Christian Brückner


Foto: Helen Krüger, mit freundlicher Genehmigung von Christian Brückner

(27.10.1943, Waldenburg [damals Deutsches Reich – heute Walbrzych / Polen])

Christian Brückner ist eine der bekanntesten Synchronstimmen. Er ist der deutsche Sprecher von Robert deNiro oder Warren Beatty. Auch Martin Sheen gehört zu seinen "Kunden", z.B. in Apocalypse Now (beide Versionen). Seine Synchronkarriere (bislang über 600 Synchronrollen!) begann Mitte der 1960er Jahre, so sprach er damals Mark Slade alias "Blue Boy" in der 60er TV-Westernserie High Chaparall . Gelegentlich übernahm er auch die Synchronisation von Robert Redford (Cherie Bitter, Die Brücke von Arnheim). Brückner spricht oft auch für Radiosendungen oder TV-Dokumentationen ("Der verdammte Krieg"). Ferner betätigt er sich als Rezitator in Lesungen.

Überarbeitet am02.07.2008


Horst Buchholz


Horst Buchholz mit Marianne Hold in Marianne (1954/55), mit Karin Baal in Die Halbstarken (1956) und mit Elke Sommer in Das Totenschiff (1959)

(04.12.1933, Berlin-Neukölln - 03.03.2003, Berlin)

Sohn eines Schuhmachers, er wächst am Prenzlauer Berg auf. Während des Krieges kommt er auf ein Landverschickungsheim in Schlesien, das Kriegsende erlebt er in der Tschechoslowakei. Er schlägt sich nach Berlin durch. Da sein Stiefvater in Kriegsgefangenschaft ist, muß er früh Geld verdienen. Mit 14 Jahren steht er in (Ost-)Berlin erstmals auf der Theaterbühne, er synchronisiert Filme und arbeitet beim Schulfunk. 1950 verläßt er die Schule und finanziert durch kleine Bühnenrollen und Synchronarbeit seine Schauspielausbildung bei Marliese Ludwig. Bis 1955 ist er u.a. am Schloßpark- und am Schillertheater zu sehen. 1952 hat er in Die Spur führt nach Berlin einen winzigen Auftritt als Statist. 1954 spielt er die Hauptrolle in Julien Duviviers anspruchsvollem Werk Marianne- doch der Film ist an den Kinokassen kein Erfolg. Für die Nebenrolle des russischen Soldaten Mischa in Käutners Himmel ohne Sterne (1955) erhält er den Deutschen Filmpreis. Im Synchronstudio leiht er zu dieser Zeit u.a. Vic Morrow (Mein Wille ist Gesetz) oder Sal Mineo (...denn sie wissen nicht, was sie tun) seine Stimme. 1956 hat er als Freddy Borchert in Die Halbstarken, hergestellt von Wenzel Lüdeckes InterWest-Filmproduktion, seinen großen Durchbruch. Es folgen Robinson soll nicht sterben (1956/57), Montpi (1957- beide mit Romy Schneider), Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull (1957) oder die britische Produktion Tiger Bay (1959). 1959 übernimmt Buchholz am Broadway die Hauptrolle in "Cherie", ein Jahr später spielt er im Western Die glorreichen Sieben mit. Billy Wilders Komödie Eins, Zwei, Drei bietet Horst Buchholz eine Hauptrolle, doch der Film floppt im Kino- die Qualitäten des Streifens werden erst viele Jahre später erkannt. Der große Durchbruch in Hollywood gelingt Buchholz nicht. Er tritt zwar immer wieder in US-Produktionen auf, doch Hauptrollen hat er meist nur in europäischen Produktionen (Im Reich des Kublai Khan; Unser Mann aus Istanbul). In den 1980er Jahren spricht er auch wieder für einen Berufskollegen synchron: er ist die deutsche Stimme von James Woods in Es war einmal in Amerika. In den 1990er Jahren ist er meist in deutschen TV-Produktionen zu sehen, eine Ausnahme ist Roberto Benignis Das Leben ist schön (1997). Ab 1958 ist Horst Buchholz mit der französischen Kollegin Myriam Bru verheiratet, mit der er lange Zeit in Paris und der Schweiz wohnt. Am 3. März 2003 stirbt Horst Buchholz an den Folgen einer schweren Lungenentzündung.


Karin Buchholz


Foto: Elisabeth von Glasenapp, mit fr. Genehmigung von Karin Buchholz


Foto mit freundlicher Gehmigung der Agentur Stimmgerecht

(1947)

Karin Buchholz ist seit vielen Jahren eine gefragte Synchronschauspielerin. Eine ihrer ersten Synchronrollen war Ali MacGraw in Love Story. Zu ihren Synchronrollen gehören u.a. Jessica Lange (Kap der Angst; Rob Roy; Eisige Stille), Jamie Lee Curtis (Blue Steel), Anne Archer (Das Kartell), Sharon Stone (die beiden Quartermain-Filme). Seit einigen Jahren spricht sie auch Sigourney Weaver (Copy Kill; Alien 4; Galaxy Quest). Karin Buchholz spielt seit 1975 auch am Theater. Sie ist verheiratet mit dem Synchronregisseur Michael Richter.


Paul Bürks

(Paul Wilhelm Ronald Bürks)
(15.04.1916; Mönchengladbach -
23.04.1995,  München)

Er begann seine Ausbildung an den Städtischen Bühnen Köln und war nach dem Krieg auch als Sänger tätig. Er war vom 1. September 1961 bis 31. Dezember 1983 im Residenztheater in München als Schauspieler tätig. Bürks war u.a. in den Kinofilmen Oh Jonathan, oh Jonathan (1973- Hauptrolle Heinz Rühmann) und Freddy und der Millionär (1961- mit Freddy Quinn und Heinz Erhardt) zu sehen. Im TV konnte man ihn u.a. in Derrick sehen. Seine bekannteste Synchronrolle dürfte sicherlich Michel Serrault in Ein Käfig voller Narren gewesen sein. Ansonsten sprach er (häufig in Münchner Synchronisationen) oftmals Nebenrollen, z.B. Jean-Pierre Cassel in Die drei Musketiere, Arthur Hill in Die Killer-Elite oder Cecil Parker in Eine Dame verschwindet. Nach seinem Tode 1995 in München, fand er seine letzte Ruhe in Aachen.

Überarbeitet am 31.05.2006


Wolfgang Büttner


Wolfgang Büttner (rechts) mit (v.l.) Curd Jürgens, Lilli Palmer und Adelheid Seeck in Teufel in Seide (1955)

(01.06.1912, Rostock - 19.11.1990, Stockdorf bei München)

Wolfgang Büttner war lange Jahre ein vielbeschäftigter Darsteller im TV. Er spielte 1959 in der legendären Serie So weit die Füße tragen (Regie: Fritz Umgelter- mit Heinz Weiss), ferner in Am grünen Strand der Spree (1959/60), Raumpatrouille (1966), Die Deutschstunde (1971), Die Powenzbande (1973) oder auch Der Richter (1981). Im Kino konnte man ihn u.a. in Der 20. Juli (1955), Teufel in Seide (1956), Schwarzer Kies (1961) und Karl May (1974) sehen. Er war seit 1951 auch oft im Synchronstudio zu Gast; u.a. als Sprecher von Donald Pleasence (Gesprengte Ketten; Man lebt nur zweimal; Die Nacht der Generale), Cyril Cusack (Der Spion, der aus der Kälte kam) oder Frank Cady (Reporter des Satans). Büttner war verheiratet mit seiner Kollegin Eleonore Noelle.


Hans Werner Bussinger


Foto: Elisabeth v. Glasenapp

(05.04.1941, Frankfurt/ Main - 19.09.2009)

Hans Werner Bussinger feiert nach einem Studium an der Hamburger Hochschule für Musik und darstellende Kunst sein Bühnendebüt am Thalia-Theater in Hamburg. Danach spielt er u.a. in Kiel, Berlin, Frankfurt und Köln Theater. Er wirkte u.a. in den Kinofilmen Die Feuerzangenbowle (1970- Helmut Käutners letzter Kinofilm; mit Walter Giller) oder Die neuen Leiden des jungen W. (1975- mit Klaus Hoffmann) mit. Im TV kann man ihn u.a. in einer Tatort-Folge als Kommissar oder in der Serie Unser Charly sehen. Seine bekanntesten Synchronrollen hat er in Fernsehserien: John Forsythe ("Blake Carrington") im Denver-Clan (Foto rechts!)und Lee Majors ("Colt Seavers") in Ein Colt für alle Fälle. Weitere Synchronrollen sind u.a. Michael Ironside (Der Sturm; Total Recall), Alain Delon (Die Löwin und ihr Jäger) oder auch Steve Martin (Der Mann mit den zwei Gehirnen). Nach schwerer Krankheit stirbt Hans W. Bussinger am 19.09.2009.

Überarbeitet am 07.10.2009


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