Synchronsprecher Kurzporträts E


Hermann Ebeling

(06.04.1928 - 05.03.2000)

Hermann Ebeling machte nach seinem Abitur in Bremen eine Schauspielausbildung unter Gustaf Gründgens in Düsseldorf. Ebeling, im Besitz eines Kapitänspatents, spielte danach u.a. am Schillertheater in Berlin. Zu seinen Synchronrollen gehören Charles Denner (Mado), Paul Freeman (Jäger des verlorenen Schatzes), James Franciscus (Der Tag, an dem die Welt unterging), John Wray (Im Westen nichts Neues, DF v. 1984) und George Peppard in der Serie A-Team (RTL-Fassung). Außerdem sprach er die Zeichentrickfiguren Dagobert Duck (Duck-Tales) und Professor Knox (Fix und Foxi).


Gundi Eberhard


Foto mit freundlicher Genehmigung von Gundi Eberhard

(Gunthild Eberhard)
(1966, Baden-Baden)

Gundi Eberhard wuchs in einer Musikerfamilie auf. Ihre Schauspielausbildung machte sie auf der Europäischen Film- und Fernsehakademie Berlin. Sie ist seit 1990 als Schauspielerin tätig. Ihre Theaterlaufbahn führte sie bislang u.a. an Berliner Hebbel-Theater und an das Altstadt Theater (Berlin). 1998 gründete sie eine eigene Theatergruppe. Im TV konnte man sie in Serien wie Wolffs Revier, Unser Charly oder OP ruft Dr. Bruckner sehen. Als Sprecherin konnte man sie für das Deutschlandradio Berlin und den TV-Sender Viva hören. Zu ihren Synchronrollen gehören u.a. Kristin Davis (Sex and the City-TV), Jessica Biel (Elizabethtown), Shawnee Smith (Saw I-III), Anna Faris (Brokeback Mountain) oder Selma Blair (The Fog- Nebel des Grauens, Neuverfilmung 2005).

Neu eingestellt am 28.10.2007


Erich Ebert

(09.11.1922, Köln - 2000)

Erich Ebert nahm in den Jahren 1945/46 Schauspielunterricht bei Albert Florath. Er folgten erste kleinere Chargenrollen unter Heinz Rühmann, Arthur M. Rabenalt, Helmut Weiss und Kurt Meisel. Ab 1947 wirkte er als Kabarettist in Hamburg, Berlin und Heidelberg, anschließend am Zimmertheater in Garmisch. 1951 spielte er in der US-Kinoproduktion Entscheidung vor Morgengrauen, die in Deutschland gedreht wurde. Danach war Erich Ebert ein Jahr Mitglied des Münchner Zimmertheaters unter Walter Janssen und Beate von Molo. 1951 begann er auch seine umfangreiche Synchrontätigkeit. Bis Anfang der 80er Jahre sprach er hunderte Synchronrollen, sowohl Chargen- als auch Hauptrollen. Er war der "Inspektor" in der Trickserie Der rosarote Panther oder der Erzähler in der TV-Verfilmung Der Seewolf oder in der ZDF-Serie Western von Gestern Eine bekannte Synchronrolle war auch Ray Walston alias "Onkel Martin" in der Serie Mein Onkel vom Mars. Seit Ende der 1950er Jahre war er zusätzlich als Autor und Texter bei verschiedenen Synchronfirmen in München tätig, vornehmlich bei der Bavaria. Seit Anfang der 60er Jahre war er bundesweit tätig als Synchronautor und -regisseur (u.a. die Serien Bonanza; SOS Charterboat; Die Leute von der Shiloh Ranch oder die Spielfilme Mr. Smith geht nach Washington, Die Nelson-Affäre oder Der Führerbunker). In den 1970er Jahren war er der deutsche Sprecher bei den Übertragungen der "Oscar"-Verleihung.


Thomas Eckelmann

Thomas Eckelmann war ab Winnetou, 2. Teil die deutsche Stimme von "Winnetou" Pierre Brice. Außerdem synchronisierte er Steve McQueen (Nevada Smith), Daniel Martin (Der letzte Mohikaner), Patrick Wayne (Die Comancheros), Jeffrey Hunter (Das Gold der Cäsaren), Tomas Milian (Die Gleichgültigen) oder Glenn Corbett (Der Mann vom großen Fluß). Er spielte eine kleine Rolle im Wallace-Film Der Zinker (1963) und spielte 1971 in Ich liebe dich, ich töte dich mit. Im Fernsehen konnte man ihn in der Serie Jedermannstr. 11 sehen. Anfang der 1970er Jahre übersiedelte Thomas Eckelmann nach Indien, wo er sich eine neue Existenz aufbaute. Seit 2006 lebt er wieder in Berlin.


Max Eckard

(25.10.1914 - 06.12.1998)

Max Eckard spielte 1934 im Schwank Krach um Jolanthe seine erste Kinorolle. Es folgten Das Fräulein von Barnhelm (1940), Der Puppenspieler (1945) oder Wozzeck (1947). 1949 spielte er in Gesucht wird Majora, dem ersten Film, der nach dem Krieg in Nordrhein-Westfalen gedreht wurde (weitere Rollen: Lotte Koch, Willy Millowitsch und -in einer kleinen Rolle- Heinz Erhardt). Im Durbridge-Krimi Tim Frazer (1963) spielte Eckard die Titelrolle. Bereits 1945 wirkte er bei den ersten Nachkriegssynchronisationen von russischen Filmen mit (Lenin im Oktober; Lenin 1918; Tschapajev). Die Filme wurden in der Gaststätte "Schützenhaus" am Rande der Filmstadt Babelsberg synchronisiert. Weitere Synchronrollen waren Gregory Peck (Des Königs Admiral), Randolph Scott in Unter schwarzer Flagge, Raf Vallone in Bitterer Reis (1.Synchro), Yves Montand in Grand Prix oder Sean Connery in Das rote Zelt. Er war verheiratet mit der Kollegin Solveig Thomas.


Almut Eggert

(07.07.1937, Rostock)

1951 zog sie mit den Eltern nach Heidelberg und machte dort eine Ausbildung zur Diplomkosmetikerin. Später machte sie eine Schauspielausbildung und spielte überwiegend in Berlin Theater. Almut Eggert gehörte zu den Berliner "Stachelschweinen" und war u.a. in den TV-Serien Café Wernicke , Jakob und Adele oder Alarm für Cobra 11 zu sehen. Sie war bis 1966 mit ihrem Kollegen Wolfgang Spier verheiratet. Ihre Töchter Bettina (*1960) und Nana (*1971) wurden ebenfalls Schauspielerinnen. Das Foto rechts zeigt Almut Eggert (re., mit Ingeborg Stein) in dem TV-Spiel Der Tod eines Mitbürgers (1967). 1966 begann ihre Tätigkeit aus Synchronschauspielerin; sie hat u.a. Jill Ireland (Kalter Hauch), Candice Bergen (Das Domino-Komplott), Lee Remick (Das Omen), Raquel Welch (Ein irrer Typ) oder auch Gena Rowlands (Eine andere Frau) ihre Stimme geliehen. In der ZDF-Synchronisation der Serie Drei Engel für Charlie sprach sie den Part von Farrah Fawcett. Sie führt auch Synchronregie und schrieb ua. die Dialogbücher zur Serie Mord ist ihr Hobby.


Sabine Eggerth


Sabine Eggerth 1955 in Seine Tochter ist der Peter

(09.06.1943- andere Quelle: 1942)

Sabine Eggerths Vater ist der Schauspieler, Autor und Regisseur Hans Eggerth. Sie wurde 1953 als "Pünktchen" in der Kästner-Verfilmung Pünktchen und Anton entdeckt. Ihre Partner waren Hertha Feiler, Paul Klinger und als "Anton" Peter Feldt. Danach spielte sie in einigen weiteren Filmen Kinderrollen: so z. B. als kleine Schwester von Gerhard Riedmann in Hans Deppes Solange noch die Rosen blühen (1956- weitere Rollen: Hertha Feiler, Willy Fritsch). Als junge Frau konnte man sie dann noch im TV-Spiel Warten auf Bodo (1962) und in der Serie Salto Mortale sehen. Sabine Eggerth synchronisierte u.a. Yvette Mimieux in Die Zeitmaschine (1959), Susannah York in Einst ein Held, Lee Remick in Wilder Strom und Romy Schneider in Was gibt's Neues, Pussy?. Ihre bekannteste Synchronverbindung hatte sie allerdings zu Barbra Streisand: Funny Girl, Hello Dolly, Is' was Doc?, Funny Lady oder auch Was, Du willst nicht? waren ihre Arbeiten für den US-Star. Sabine Eggerth wanderte in den 70er Jahren aus Deutschland aus, arbeitete zunächst allerdings noch als Synchronschauspielerin für Barbra Streisand.


Wolfgang Eichberger

(1911-1963)

Wolfgang Eichberger spielte 1939 seine erste Kinorolle in Das unsterbliche Herz (mit Heinrich George). Nach dem Krieg war er nur selten in Kinofilmen zu sehen. 1955 spielte er mit Winnie Markus, Curd Jürgens und Bernhard Wicki im Melodram Du mein stilles Tal, 1959 in Alt-Heidelberg (mit Christian Wolff, Sabine Sinjen und Gert Fröbe). Als Synchronschauspieler wurde er u.a. für Gregory Peck (Flammen über Fernost), Randolph Scott (Die Freibeuterin, Die Todesschlucht von Arizona) oder Richard Boone (Alamo) eingesetzt. Eichberger, verheiratet mit der Kollegin Franziska Stömmer, starb im Juni 1963.


Kaspar Eichel

(27.11.1942, Berlin)


Foto mit freundlicher Gehmigung der Agentur Stimmgerecht

Kaspar Eichel, 1942 in Berlin geboren, machte seine Schauspielausbildung von 1960 bis 1963 an der Staatlichen Schauspielschule Berlin (später Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch") im Ostteil der geteilten Stadt. Nach dem Schauspielstudium ging er an das Stadttheater in Senftenberg, wo er u.a. als "Hamlet" auftrat. Er wechselte später nach Potsdam ans Hans-Otto-Theater, von dort ans Deutsche Theater in Berlin (Ost). Nach der Wende spielte er am Theater am Halleschen Ufer, am Schillertheater oder am Theater am Kurfürstendamm. In den letzten Jahren agierte er vor allem am Berliner Kriminal Theater (u.a. in Agatha Christies "Die Mausefalle"). Von 1970 bis zur Auflösung 1990 gehörte Kaspar Eichel zum Ensemble des Fernsehens der DDR (später Deutscher Fernsehfunk). So konnte man ihn u.a. in Väter und Söhne (1971), Der Leutnant vom Schwanenkietz (1975) oder in der Krimiserie Polizeiruf 110 sehen. Nach der Wiedervereinigung spielte er u.a. in Serien wie Im Namen des Gesetzes, Alarm für Cobra 11, Praxis Bülowbogen oder Für alle Fälle Stefanie. Als Synchronschauspieler ist Kaspar Eichel vielbeschäftigt; so sprach er u.a. Richard Dreyfuss (Silver City, Poseidon), Dennis Hopper (Streets of Philadelphia- Unter Verrätern) oder Jon Voight (Zoolander). 2007 sprach er Robert Redford in Von Löwen und Lämmern und ersetzte damit dessen langjährigen Sprecher Rolf Schult. Kaspar Eichel ist in zweiter mit der Theaterfotografin Utka verheiratet; in erster Ehe war er mit der Kollegin Katja Paryla liiert.

Neu eingestellt am 16.02.2008


Tina Eilers

(Augustina von Cleve)
(05.06.1910, Brünn /Mähren [
damals Österreich-Ungarn - heute Brno / Tschechische Republik] - 18.11.1983)

Tina Eilers spielte 1933 in Victor Jansons Die Stimme der Liebe ihre erste Kinorolle. 1934 war sie in Eine Nacht in Venedig (von Caligari-Regisseur Robert Wiene) zu sehen. Mit Willy Fritsch und Heli Finkenzeller spielte sie 1936 in Boccaccio. 1940 drehte sie unter der Regie von Theo Lingen in Was wird hier gespielt? ihre letzte Kinorolle. Nach dem Krieg verlegte sie sich auf die Synchronisation. Sie sprach die Französin Arletty in Kinder des Olymp (eine der ersten Synchroniationen der IFU; noch im badischen Teningen), Angela Lansbury in Samson & Delilah, Virgina Mayo im Western Vogelfrei und Ann Sheridan in Ich war eine männliche Kriegsbraut. Später lieh sie ihre Stimme dann Helen Hayes (Unternehmen Entebbe) oder Angela Baddeley der Köchin in der Serie Das Haus am Eaton Place.

überarbeitet am 03.06.2006


Mathias Einert

(22.05.1954, Hannover - 01.06.2004, Berlin)

Mathias Einert machte nach seinem Abitur ein Studium der Meteorologie. Aber schon als Kind war er in Funk und Fernsehen tätig (TV-Serie Jedermannstraße 11; 1962). Er spielte auch im Tatort und wirkte in Serien wie Jauche und Levkojen und Nirgendwo ist Poenichen mit. Er synchronisierte Mark Harmon in der Serie Flamingo Road und sprach ihn auch im Kinofilm Presidio. Weitere Synchronrollen: Dirk Benedict im A-Team (RTL-Fassung), Antonio Banderas (Gesetz der Begierde), Bud Cort (Harold und Maude), Anthony Edwards (Top Gun) oder Daniel Stern (Das fliegende Auge). Mathias Einert betätigte sich auch als Leistungssportler (mehrere Auszeichnungen). Er verstarb am 01.Juni 2004.

Überarbeitet am 27.05.2006


Arne Elsholtz


Foto mit freundlicher Gehmigung der Agentur Stimmgerecht

(1944)

Arne Elsholtz ist der Sohn des Schauspielers Peter Elsholtz und arbeitete schon als Kind im Synchronatelier. Er nahm Schauspielunterricht bei Marlise Ludwig und spielte in den 1960er Jahren an (West-)Berliner Theatern. Vor allem aber arbeitete Elsholtz im Synchronatelier. Schon mit 19 Jahre führte er seine erste Synchronregie. Auch als Synchronautor ist Elsholtz tätig. Er ist die deutsche Stimme von Tom Hanks (Forrest Gump, Apollo 13, Schlaflos in Seattle, Cast away; DaVinci Code-Sakrileg), Kevin Kline (Ein Fisch namens Wanda), Bill Murray (Ghostbusters, Und täglich grüßt das Murmeltier), Jeff Goldblum (Jurassic Parc) oder Steve Guttenberg (Police Academy). Herrlich war seine Synchron-Nebenrolle als "Serge" in Beverly Hills Cop. Elsholtz, der seit vielen Jahren in München lebt, inszenierte 2001 an der Münchner Komödie "Ein seltsames Paar" (mit Heiner Lautenbach und Heinz Hoenig).

überarbeitet am 27.05.2006


Peter Elsholtz

(20.10.1907, Berlin - 30.08.1977, West-Berlin)

Peter Elsholtz gab in Detlef Sierks Schlussakkord (1936- Hauptrollen: Willy Birgel und Lil Dagover) seinen Filmeinstand. Es folgten Streifen wie Truxa (1937- in der Titelrolle neben dem Tanzstar La Jana!), Der Herrscher (1937; mit Emil Jannings), Der Berg ruft (1937- von und mit Luis Trenker), der DEFA-Film Straßenbekanntschaft (1948), Cuba Cubana (1952- mit Zarah Leander) und Auf Wiedersehen, Franziska (1957- Remake von 1941!). Elsholtz führte auch Theaterregie, so 1946 im Brecht-Stück "Die Gewehre der Frau Carrar" am berliner Hebbel-Theater. Elsholtz war ein vielbeschäftigter Synchronregisseur und -autor. Eine Auswahl seiner Synchronrollen, die sich in der Regel auf Nebenrollen beschränkten: Milburn Stone in Mit Leib und Seele, Scott Brady in Reiter ohne Gnade oder Ned Glass in Der letzte Zug.


Hans Emons

(02.04.1907, Bonn - 31.07.1970, Karlsruhe)

Hans Emons besucht zunächst eine Oberrealschule und nimmt danach Schauspielunterricht. Seine erste Theaterstation ist seine Heimatstadt Bonn, danach folge Basel, Darmstadt, Halberstadt, Herford, Koblenz, Königsberg und Lille. Nach dem zweiten Weltkrieg spielt er zunächst am Staatstheater Dresden, danach folgen verschiedene berliner Bühnen (u.a. Volksbühne, Schiller- und Schloßparktheater). Bei der ostdeutschen DEFA dreht Emons ab 1948 einige Kinofilme, u.a. Die Brücke, Unser tägliches Brot oder Die blauen Schwerter (alle 1949). In den 50er Jahren ist Emons in westdeutschen Kinoproduktionen zu sehen, z.B. in Liane- das Mädchen aus dem Urwald (1956). In den 1950er Jahren ist Emons auch im Synchronatelier vielbeschäftigt. Zu Anfang seiner Synchronarbeit spricht er auch Hauptrollen(James Cagney in Spionage in Fernost, Humphrey Bogart in Der Tiger). Danach ist er bis Ende 1959 in unzähligen Nebenrollen zu hören (z.B. Grant Withers in Bis zum letzten Mann). Ab 1960 spielt Emons Theater in Lübeck, dann, ab 1963, bis zu seinem Tod 1970 am Badischen Staatstheater in Karlsruhe.


Heinz Engelmann


Heinz Engelmann mit Heidi Kürschner in Blockierte Signale (1948/49) und mit Wolfgang Preiss und Sabine Bethmann in Haie und kleine Fische (1957)

(14.01.1911, Berlin - 26.09.1996, Tutzing am Starnberger See)

Heinz Engelmann macht zunächst eine kaufmännische Ausbildung und arbeitet danach als Automobilverkäufer bei der "Auto-Union". Doch schon bald zieht es ihn zum Schauspiel, er wird von der UFA entdeckt, diese gibt dem jungen Schauspieler einen Dreijahresvertrag. 1938 ist er erstmals im Kino zu sehen: er spielt in Zwei Frauen und in Karl Ritters Pour le Mérite. 1940/41 sieht man ihn in noch in U-Boote westwärts, danach muß er an die Front. Er flieht aus russischer und amerikanischer Kriegsgefangenschaft und schlägt sich zunächst als Holzfäller, Malergehilfe und Lastwagenfahrer in Northeim (Niedersachsen) durch. Seine Schauspielertätigkeit setzt er im Harzstädtchen Bad Lauterberg fort, ehe er ein zweijähriges Engagement in Hildesheim bekommt. Auch der Kinofilm meldet sich wieder, er spielt u.a. in Ännchen von Tharau (1954), Haie und kleine Fische (1957) oder in Wenn die Heide blüht (1960). Im TV ist er als Kommissar in vielen Stahlnetz- Folgen oder in der Serie Förster Horn zu sehen. Vor allem aber ist seine markante Stimme zu hören. Seit Beginn der 1950er Jahre ist er in unzähligen Synchronrollen zu hören. Er wird oft als Sprecher von John Wayne eingesetzt (Der schwarze Falke, Alamo, Die vier Söhne der Katie Elder, Die grünen Teufel). Er hat auch William Holden (Der letzte Befehl), Stewart Granger (Unter Geiern), James Mason (Steiner-das eiserne Kreuz), Westernheld Randolph Scott, Errol Flynn (Zwischen Madrid und Paris) oder auch Gregory Peck (Weites Land) gesprochen. In seinen letzten Lebensjahren gerät Engelmann in Vergessenheit. Fernsehrollen gibt es für Engelmann nicht mehr, über Wasser hält er sich mit Synchronarbeiten. Nach langer Krankheit stirbt Heinz Engelmann, der mit der Kollegin Gertrud Meyen verheiratet war, am 26. September 1996 in einem Tutzinger Krankenhaus an Herzversagen.

überarbeitet am 27.05.2006


Rita Engelmann


Foto mit freundlicher Gehmigung der Agentur Stimmgerecht

(1948)

Rita Engelmann ist seit 1969 im Synchrongeschäft (über 700 Synchronrollen!). Jahrelang hatte sie als deutsche Stimme von Linda Gray (Dallas-Sue Ellen) unter J.R. zu leiden. Daneben ist sie deutsche Stimme von Ann-Margret, Anne Archer oder Julie Christie. Sie hat aber auch Catherine Deneuve, Claudia Cardinale oder Raquel Welch gesprochen. Rita Engelmann tritt auch als Schauspielerin an Berliner Theatern (u.a. Schiller-Theater) auf. Sie ist verheiratet mit Ulli Kinalzik.

Überarbeitet am 22.11.2011


Wolfgang Engels

(13.05.1908, Braunschweig - 1983)

Wolfgang Engels begann seine Synchrontätigkeit im badischen Teningen (Jean Gabin in Martin Roumagnac - eine der ersten Synchronarbeiten im Nachkriegsdeutschland-) und in Remagen (Marcel Pagliero in Das Spiel ist aus). In den 50er Jahren ist er dann in vielen Hamburger Synchronisationen zu hören (Ian Hunter in Panzerschiff Graf Spee; Jack Gwillim in Einer kam durch; Anthony Dawson in Tiger Bay, Michael Horden in El Cid). Engels war nur selten im Kino zu sehen (einer seiner seltenen Kinoauftritte war ein Verteidiger in Polizeirevier Davidswache (1964), dafür aber öfter im TV (er war der Seniorchef Neubert in der Serie PS).


Eva Eras

(Lebensdaten unbekannt)

Eva Eras synchronisierte mehrmals ihre italienische Kollegin Anna Magnani (z. B. Die Gezeichnete; Die tätowierte Rose; Der Mann in der Schlangenhaut). Außerdem Joan Crawford, z. B. in Humoreske, Erpressung oder Die Lügnerin. Auch Bette Davis darf aufgefürt werden: Alles über Eva, Die jungfräuliche Königin oder Wiegenlied für eine Leiche (eine ihrer letzten Synchronarbeiten). Von Eva Eras ist bislang nur die Mitwirkung in einem Kinofilm bekannt: Es gibt nur eine Liebe (1933). Außerdem war sie in den 40er Jahren an der "Dresdner Komödie" beschäftigt. Frau Eras war mit einem italienischen Diplomaten verheiratet. Dieser war während des zweiten Weltkrieges Botschafter in Berlin. Nach Angaben eines Freundes der Familie ermöglichte diese diplomatische Stellung, daß Frau Eras mehrere jüdische Angestellte vor den Nazis verstecken konnte.


Paul Esser


Foto oben: Paul Esser (Mitte) als gestresster Kapitän mit Loni Heuser und Kurt Waitzmann (links) in der Peter-Alexander-Komödie Ich zähle täglich meine Sorgen (1960)

(24.04.1913, Kapellen/ Niederrhein - 20.01.1988, Teneriffa)

Paul Esser beginnt seine Theaterlaufbahn in Paderborn. Danach spielt er u.a. in Weimar, Posen, Berlin (Deutsches Theater) und in Düsseldorf (Schauspielhaus). 1951 ist er bei der Wiedereröffnung des (West-)Berliner Schillertheaters in der Hauptrolle des "Wilhelm Tell" zu sehen. 1963 gründet er das Hansa-Theater in Berlin, das er bis 1981 leitet (sein Nachfolger wird Horst Niendorf). Einen ersten Auftritt im Kino hat er 1943 in Liebesgeschichten. In den frühen DEFA-Spielfilmen von Wolfgang Staudte, Rotation (1949) und Der Untertan (1951) ist Esser in Hauptrollen zu sehen. Danach spielt Esser im bundesdeutschen Nachkriegskino. Hier sind ihm vor allem Nebenrollen vorbehalten: im Wirtshaus im Spessart (1957) ist er ein Räuber-Korporal, in Die Frühreifen (1957) ist er ein Haustyrann, der seine Tochter (Heidi Brühl) aus dem Haus jagt. Später ist Esser auch in Pippi-Langstrumpf-Filmen zu sehen. Für den SFB ist er dann der erste Tatort-Kommissar (1971/72). Auch im Synchronatelier hat Paul Esser gearbeitet: Robert Morley (Der Verdammte der Inseln), R.G. Armstrong (Sacramento), Walter Slezak (Ein Appartment für drei) oder Alexander Knox (Modesty Blaise- die tödliche Lady). Für seine Arbeit wurde Paul Esser mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.


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