
Synchronsprecher Kurzporträts K
Roland Kaiser
(09.04.1943, Damsdorf/Zauch-Belzig - 04.02.1998, Berlin)
Roland Kaiser gehörte seit der Neuverfilmung von Emil und die Detektive (1954) neben Oliver Grimm und Michael Ande zu den bekanntesten Kinderstars dieser Jahre. 1957 spielte er gleich in sieben Filmen, darunter Liebe, Jazz und Übermut mit Peter Alexander oder Ferien auf Immenhof. 1958 spielte er in Der Mann im Strom den Sohn von Hans Albers. In Wolfgang Staudtes Rosen für den Staatsanwalt (1959) war er der Stiefsohn von Martin Held, der die Nazi-Machenschaften des Stiefvaters mit aufklärt. 1961 war er noch in zwei Filmen zu sehen, so in Ramona, wo er den Assistenten des Showregisseurs Joachim Hansen spielte. Wie bei vielen Kinderstars, so war auch bei Roland Kaiser danach die Karriere beendet. Roland Kaiser war auch Synchronschauspieler; er sprach Tommy Rettig in Fluss ohne Wiederkehr, Donald MacDaniel in Der Mann aus Kentucky oder Butch Bernard in Das verflixte siebte Jahr. Eine seiner letzten Synchronrollen dürfte Gabriell Dell in Chikago (1965) gewesen sein.
Marianne Kehlau
(31.01.1925, Hamburg - Oktober 2002)
Marianne Kehlau war im TV u.a. in den Serien Das Traumschiff, Hamburg Transit oder auch Freunde fürs Leben zu sehen. Daneben wirkte sie in vielen Hörspielen mit (u.a. "Die drei ???"). Schon früh (1950) begann ihre Synchronkarriere. So sprach sie Vivien Leigh in Endstation Sehnsucht (1951) oder auch Jane Wyman in den Douglas-Sirk Melodramen Die wunderbare Macht und Was der Himmel erlaubt (1953/55). Weitere Rollen: Simone Signoret (Goldhelm), Lana Turner (Der große Regen), Jennifer Jones (Duell in der Sonne), Deborah Kerr (Schloß des Schreckens) und auch Ingrid Bergman (Die Herberge zur 6. Glückseligkeit; Die Kaktusblüte). Marianne Kehlau war verheiratet mit dem Schauspieler Ernst von Klipstein.
Joachim Kemmer
(12.09.1939, Brandenburg/ Havel - 27.04.2000, Wien)
Joachim Kemmer besuchte die Fritz-Kirchhoff-Schauspielschule in West-Berlin. Außerdem absolvierte er eine Tanz- und Gesangsausbildung. Seine Bühnenengagements hatte er in West-Berlin ("Cabaret" im Theater des Westens) und später auch in Wien ("Cats"). Joachim Kemmer trat in vielen TV-Filmen und Serien auf, so z. B. im Traumschiff oder auch in einigen Edgar-Wallace-TV-Filmen. Im Kino war er der Gegenspieler Götz Georges in Die Katze (1988). Als Synchronschauspieler wurde Joachim Kemmer vor allem als deutsche Stimme von Humphrey Bogart bekannt. Er hat dem berühmten Kollegen seit der Neubearbeitung von Casablanca (1975) in vielen Filmen seine Stimme geliehen. Er hat aber auch Jeff Bridges (King Kong), John Cassavates, Marty Feldman oder Jerry Lewis gesprochen. Bis zu seinem Tode sprach er über 400 Synchronrollen (seit 1966).Joachim Kemmer war mit der Kollegin Krista Stadtler verheiratet. Er erlag im Jahre 2000 an Lungenkrebs.
Überarbeitet am 26.06.2006
Bettina Kenter

Das Foto wurde mir von Bettina
Kenter zur Verfügung gestellt
(10.03.1951, Wiesbaden)
Bettina Kenter ist die Tochter des Regisseurs Heinz Dietrich Kenter und der Schauspielerin Gertrud Jarand. Nach dem Abitur besuchte sie die Schauspielschule des Piccolo Teatro in Mailand, wo u.a Giorgio Strehler ihr Lehrer war. Nach ihrer Ausbildung spielte sie u.a. Theater in Ingolstadt, Dortmund, Luzern und Stuttgart. Im Kino konnte man sie in Gruppenbild mit Dame (1975) sehen, im TV ua. in Frauensiedlung (1976) oder in Marleneken (1990). Seit vielen Jahren spricht Bettina Kenter auch synchron. Z.B. Joanne Johnson (TV-Serie Reich und Schön), Megan Cavanagh (Hör mal, wer da hämmert - TV Serie), Elinor Donahue (TV-Serie Dr. Quinn), Aurore Clement (Marie), Elisabeth Commelin (La Vie en Rose). Neben ihrer Schauspieltätigkeit ist Bettina Kenter auch als Schriftstellerin tätig. Für ihr Theaterstück "Von Chancen und Schangsen" wurde sie im März 2011 mit dem 1. Stuttgarter Autorenpreis ausgezeichnet.
Überarbeitet am 28.03.2011
Joachim Kerzel
(10.12.1941, Hindenburg/ Oberschlesien [damals Deutsches Reich heute Zabrze / Polen])
Er wuchs nach der Flucht in der Oberschwaben-Metropole Augsburg auf. Nach einer Lehre zum Schlosser und Ölfeuerungsmonteur besuchte er von 1963-1966 die Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Nach der erfolgreichen Abschlußprüfung zum Schauspieler, erhielt er sein erstes Engagement am Stadttheater in Hildesheim bei dem er bis 1969 blieb. Weitere Theaterstationen führten ihn nach West-Berlin. Parallel dazu begann er auch schon 1966 eine Laufbahn als gefragter Sprecher beim Rundfunk und bei diversen Synchronstudios. Joachim Kerzel ist deutscher Sprecher von Jack Nicholson (u.a. Eine Frage der Ehre, Wolf, Batman,About Schmidt) oder Dustin Hoffmann (u.a. Ein ganz normaler Held, Hook, Outbreak, Das Parfüm). Gelegentlich spricht er auch Robert De Niro (Es war einmal in Amerika, Die Unbestechlichen) oder Dennis Hopper (Speed). Ebenso synchronisierte er auch Robert Wagner in der TV-Serie Hart aber herzlich. Auch Sir Anthony Hopkins (Hannibal) wird seit einiger Zeit von ihm synchronisiert. Des weiteren kann man ihn als Stammsynchroniseur bezeichnen, für die Stimme des franz. Schauspielers Jean Reno (Nikita, Léon- Der Profi, Ronin sowie Die purpurnen Flüsse Teile 1 + 2 - diese auch in der Hörbuchversion). Seit 1970 kann Kerzel auf weit über 850 Synchronrollen zurückblicken. Er war im TV u. a. in der Serie Café Wernicke zu sehen. Kerzel ist mit der Schauspielerin Maria Körber verheiratet und lebt heute in Berlin.
Überarbeitet am 12.12.2006
Martin Kessler
(13.03.1960, Oberhausen)
Seit 1988 ist der Schauspieler auch als Synchronsprecher, -autor und -regisseur tätig. Seit einigen Jahren ist er die Feststimme von Nicolas Cage (Spiel auf Zeit; Con Air; The Rock). Daneben hat er u.a. auch Brad Pitt (Legenden der Leidenschaft), Tim Allen (Galaxy Quest) oder Robert Carlyle (Die Welt ist nicht genug) synchronisiert. Kessler ist auch als Theaterschauspieler aktiv.
Erich Kestin
(25.06.1895 - 22.05.1969, West-Berlin)
Erich Kestin war vor allem in den 30er Jahren ein vielbeschäftigter Nebendarsteller in bekannten Kinoproduktionen: Hokuspokus (1930, mit Willy Fritsch, Lilian Harvey), Dolly macht Karriere (1930, mit Dolly Haas) oder Glückskinder (1936, auch mit Fritsch/ Harvey). Im Krieg spielte er u.a in Quax der Bruchpilot (1941, mit Heinz Rühmann) oder Germanin (1943, mit Luis Trenker). Nach dem Krieg spielte er nur noch selten in Kinofilmen, eine seiner letzten Rollen war Der keusche Josef (1953). Dafür wirkte Kestin oft im Synchronstudio. Häufig sprach er in Disney-Filmen, so Alice im Wunderland (Herzkönig), Peters Pans heitere Abenteuer (Mr. Smee), Susi und Strolch (Biber) oder Das Dschungelbuch (Kaa). Natürlich sprach er auch reale Darsteller: John Qualen (Der Mann, der Liberty Valance erschoß) oder Tony Quinn (Miss Marple: Mörder ahoi!).
Wolfgang Kieling

Wolfgang Kieling (vorne)
mit Anita Höfer, Götz George und Margot Hielscher in Mörderspiel
(1961)
(16.03.1924, Berlin-Neukölln - 07.10.1985, Hamburg)
Wolfgang Kieling hatte, was heute sicherlich kaum noch jemand weiß, bereits 1933 seinen ersten Auftritt im Synchronstudio (Mutterhände). Er synchronisiert seinen US-Kollegen, den damaligen Kinderstar Freddie Bartholomew (David Copperfield, 1935; Manuel, 1937). Daneben beginnt er 1935 selbst zu Filmen, er spielt bis 1941 in rd. 15 Filmen, so in Die Kreuzersonate (1936/37- Bild rechts; mit Lil Dagover). 1942 zum Kriegsdienst eingezogen, wird er schwer verwundet und gerät in russische Kriegsgefangenschaft. Durch das Medikament Dilandid morphiumsüchtig, wird er im Sommer 1949 schwer krank nach Berlin entlassen. Kieling beginnt wieder zu synchronisieren. 1952 heiratet er die Schauspielerin Gisela Uhlen. Bedingt durch einen Rechtsstreit flüchtet er mit seiner Frau in die Schweiz; am 22.4.1954 geht er mit Gisela Uhlen in die DDR, wo am 16.1.1955 seine Tochter Susanne geboren wird. 1957 Scheidung von Gisela Uhlen, er kehrt wieder nach West-Berlin zurück, wo er sich intensiver Synchrontätigkeit widmet (Frank Sinatra, Glenn Ford, Paul Newman, Kirk Douglas). Kieling spielt u.a. in den Kinofilmen Polizeirevier Davidswache (1964) oder in Der zerrissene Vorhang (1966- mit Paul Newman). Am 18.3.1968 siedelt Kieling erneut in die DDR über, kehrt jedoch bereits 1970 wieder zurück. Nach anfänglichen Boykott-Versuchen, auch von Schauspieler-Kollegen, wird Kieling zu einem der beliebtesten TV-Darsteller in Deutschland. 1984 ist er nochmals in dem Thriller Abwärts neben Götz George im Kino zu sehen. Kieling stirbt am 07.10.1985 nach einer Magen-Operation in Hamburg.
Henry Kielmann
(11.02.1929, Hamburg - 2003, Argentinien)
Henry Kielmann synchronisierte Jean Rochefort (Die Uhrmacher von St. Paul) oder Vincent Price in Treck nach Utah. Er war aber auch als Synchronregisseur tätig (Serie Golden Girls). Henry Kielmannwar oft in Hörspielen zu hören (Perry Rhodan; TKKG; Edgar Wallace) und spielte in Serien und TV-Filmen wie Ein Kapitel für sich, Sonderdezernat K 1 oder im Tatort Reifezeugnis (mit Nastassja Kinski) mit. Er führte Regie in der TV-Serie Eigener Herd ist goldes wert.
Ilse Kiewiet
(17.09.1927, Berlin)
Ilse Kiewiet ist seit Beginn der 1950er Jahre eine vielbeschäftigte Synchronschauspielerin. Zu ihren Rollen gehören: Vera Miles (Der Mann, der Liberty Valance erschoß), Dorothy McGuire (Tabu der Gerechten), Mara Corday (Tarantula), Faith Domergue (Metaluna IV antwortet nicht), Vanessa Redgrave (Maria Stuart), Julie Adams (Klar Schiff zum Gefecht), Jean Simmons (Als Jim Dolan kam) und Joan Fontaine (Verdacht; 2. Synchro). In der TV-Serie Die Doris-Day-Show synchronisierte sie die Hauptdarstellerin. Ilse Kiewiet war in erster Ehe verheiratet mit Klaus-Günter Heumann, in zweiter Ehe ist sie mit dem Regisseur Michael Günther verheiratet.
Helmo Kindermann

Helmo Kindermann (li.)
mit Hannes Messemer in Der Transport
(1961)
(30.03.1924, Münster - 22.01.2003, Civenna, Comer See, Italien)
Helmo Kindermann wurde als Sohn eines Kapitäns der Handelsmarine im westfälischen Münster geboren. Nach dem zweiten Weltkrieg kam Helmo Kindermann über Ägypten nach Italien, wo er erste Filme drehte. In Deutschland wirkte zunächst in den Märchenproduktionen Der Wolf und die sieben Geißlein und Rübezahl, Herr der Berge (1957) mit. Danach spielte er neben Curd Jürgens in der deutsch-amerikanischen Produktion Wernher von Braun- ich greife nach den Sternen (1959) und 1960 mit Liselotte Pulver (und abermals Curd Jürgens) in Gustav Adolfs Page mit. Es folgten u.a. Auftritte in den internationalen Filmen Der längste Tag (1962) oder Der Zug (1964). Da ihm vorwiegend Nazirollen angeboten wurden, lehnte es Kindermann später ab, weiterhin Uniformrollen zu spielen. Seit Ende der 1950er Jahre war Kindermann ein gefragter Synchronschauspieler. So war er jahrelang einer der Sprecher von US-Star Charlton Heston (u.a. Die Normannen kommen; Khartoum; Erdbeben; Zwei Minuten Warnung). Außerdem William Holden in Alvarez Kelly, Stewart Granger in Der Ölprinz, Horst Frank in Die Diamantenhölle am Mekong, Michel Piccoli in Das Mädchen und der Kommissar und Das große Fressen sowie Marshall Thompson in der TV-Serie Daktari. Häufig wirkte Kindermann auch in Hörspielen mit, u.a. als "Perry Rhodan" in der gleichnamigen Schallplatten-Serie Anfang der 1970er Jahre. Helmo Kindermann, dessen Hobbies klassische Musik, philosophische Bücher und Astrologie waren, lebte mit seiner Ehefrau Alice in Ratzeburg. Nach dem Rückzug aus der Schauspielerei zog sich Helmo Kindermann an den Comer See zurück, wo er seinen Lebensabend verbrachte.
Überarbeitet am 21.07.2011
Klaus Kindler
(01.01.1930, Heidelberg -16.04.2001)
Klaus Kindler war viele Jahre lang Clint Eastwoods deutsche Stimme (das Foto mit Clint Eastwood entstand 1982 bei der deutschen Premiere von Der Wolf hetzt die Meute). Er hat auch Steve McQueen (Bullitt, Flammendes Inferno, Papillon), Jean Paul Belmondo (Abenteuer in Rio), Alain Delon (Der eiskalte Engel), Sean Connery im ersten Bond-Film (Dr. No) oder Al Pacino (Frankie und Johnnie) gesprochen. Klaus Kindler wurde in Heidelberg geboren. Seine Schulzeit verbrachte er in Danzig, Riga und Heidelberg. Ab 1948 nahm er Unterricht in der Schauspielschule Heidelberg und im Korwan-Haller-Studio. 1950 hatte er sein erstes Engagement in Wiesbaden. Weitere Theaterstationen waren Dortmund, Hamburg, Göttingen und München. 1959 drehte er seinen ersten Kinofilm: Zweimal Adam, einmal Eva. Es folgten die Kriegsfilme Strafbataillon 999 (1959) und Division Brandenburg (1960). Später verlegte sich der Schauspieler auf die Synchronisation und trat nur noch gelegentlich im Fernsehen auf (TV-Serie Manni, der Libero, 1982). Klaus Kindler war verheiratet mit der Kollegin Monika Dahlberg (Schön ist die Liebe am Königssee, 1960; Isola Bella, 1961).
Eva Kinsky
(28.06.1945, Wien - 02.02.2000, München)
Eva Kinsky debütierte bereits mit 16 Jahren an den Vereinigten Bühnen Graz. Weitere Stationen in ihrer Theaterlaufbahn waren Frankfurt, Wien, Basel, Köln und München. Sie spielte in Fernsehserien wie Der Kommissar, Derrick, Der Alte oder SOKO. Im Kino war sie in Engel der Sünde (1968) oder in Fremde Stadt (1972) zu sehen. Zu ihren Synchronrollen gehörten Liza Minelli in New York, New York oder Shelley Duval in Shining. Außerdem war sie u.a. die deutsche Stimme von Mireille Darc, Sydne Rome oder Sylvia Kristel.
Rosemarie Kirstein
(1940, Berlin - 1984)
Rosemarie Kirstein wurde in Berlin geboren und bei der (Nachkriegs-)UFA ausgebildet. Im Kino konnte man sie u.a. in Zwölf Mädchen und ein Mann (1959) oder Der Gauner und der liebe Gott (1960) sehen, im TV war sie in der Serie Familie Hesselbach die Tochter von "Babba" Hesselbach. Sie war die deutsche Stimme von Faye Dunaway (Flammendes Inferno), Sophia Loren (Der Mann von La Mancha), Ingrid Bergman (Neufassung von Casablanca). Ferner sprach sie u.a. Annie Girardot, Joanne Woodward, Charlotte Rampling. TV-Zuschauern ist ihre Stimme aus der Serie Raumschiff Enterprise bekannt: dort sprach sie Lt. Uhura (Nichelle Nichols). Wegen schwerer Depressionen wurde sie 1984 in eine psychiatrische Klinik eingeliefert. Dort beging sie Selbstmord.
Til Kiwe

Die Geierwally
wurde 1956 mit Barbara Rütting erneut verfilmt. Eine der
Hauptrollen spielte Til Kiwe (Mitte).
(07.06.1915, Aachen - 30.11.1995, München)
Til Kiwe wuchs in Aachen auf und studierte von 1934 bis 1937 in Köln und Baltimore Ethnologie. Seine Schauspielausbildung absolvierte er ebenfalls in Köln und Baltimore. Nach Kriegsdienst und Gefangenschaft kam er 1946 als Schauspieler nach München. Dort hatte er bis 1972 Engagements an verschiedenen münchner Bühnen. Seit den 50er Jahren gehörte er zum Stammpersonal in deutschen Kinofilmen. Es waren immer Nebenrollen, denen er Profil verlieh, z.B. in Käutners Himmel ohne Sterne (1955- mit Eva Kotthaus, Erik Schumann), Der Stern von Afrika (1956/57), Die Geierwally (1956), Der Arzt von Stalingrad (1958- mit O.E. Hasse, Eva Bartok), Die Brücke (1959- Regie: Bernhard Wicki). In den 60er Jahren auch internationale Kinoproduktionen wie Eins, zwei, drei (Regie: Billy Wilder, 1961), der Kriegsfilm Der längste Tag (1962) oder Die Akte Odessa (1974). Eine Hauptrolle hatte er in der TV-Serie Hafenpolizei (1963). Zu seinen Synchronhauptrollen gehören Errol Flynn in Mit eiserner Faust (später: Der Prinz und der Bettelknabe), William Eythe (Das Lied von Bernadette) sowie Edmond O'Brien (Der Glöckner von Notre Dame). Im Synchronstudio war er auch als Autor und Regisseur tätig.
Fred Klaus
(um 1924 -2005)
Fred Klaus' bekannteste Synchronrolle ist sicherlich Mr. Sulu alias George Takei in der Serie Raumschiff Enterprise. Er synchronisierte den Schauspieler auch in einigen Star-Trek-Filmen. Weitere Synchronrollen sind John Ashton (TV-Serie Hardball) oder Peter Lupus (Kobra, übernehmen sie). Fred Klaus war 1959 in einer Stahlnetz-Folge zu sehen. Im Jahre 2005 ist Fred Klaus verstorben.
Klaus-Dieter Klebsch

Foto: Elisabeth v. Glasenapp
(04.04.1949)
Klaus-Dieter Klebsch machte von 1970 bis 1973 eine Schauspielausbildung an der Staatlichen Schauspielschule "Ernst Busch" in (Ost-)Berlin. Bis 1990 arbeitete er an Theatern in Cottbus, Senftenberg und Potsdam. Seitdem wirkt er hauptsächlich als Synchronschauspieler. Bislang hat er in über 800 Filmen gesprochen. So hat er häufig Alec Baldwin seine Stimme geliehen (Nicht schuldig; Auf Messers Schneide; Das Mercury-Puzzle; Pearl Harbor), außerdem Peter Stormare (Armageddon; 8 mm), Eric Roberts (Showdown auf dem Weg zur Hölle) oder auch Gabriel Byrne (Der Mann mit der eisernen Maske). Klaus-Dieter Klebsch spielte in Serien wie Polizeiruf 110 oder A.S. und spielt in der Vorabendserie Gute Zeiten, schlechte Zeiten.
Überarbeitet am 02.07.2008
Paul Klinger

Paul Klinger, Sonja
Ziemann in Die 7 Kleider der Katrin (1954),
Paul Klinger, Anita Gutwell in Das alte
Försterhaus (1956), Paul Klinger und Eva-Ingeborg
Scholz in Unternehmen Schlafsack
(1955).
(Paul Karl Heinrich Klinksik)
(14.07.1907, Essen - 14.11.1971, München)
Paul Klinger besucht das Helmholtz-Realgymnasium, einer seiner Klassenkameraden ist Helmut Käutner. Gegen den Willen der Eltern macht er ein Studium der Theaterwissenschaft in München, das er nach sechs Semestern abbricht. Käutner bestärkt ihn Schauspieler zu werden, so arbeitet er in den Semesterferien als Statist am Bayerischen Landestheater. 1929 hat er sein erstes Engagement in Koblenz, es folgen Verpflichtungen in Oldenburg, Breslau und Düsseldorf. Er nennt sich jetzt Paul Klinger und wird von Heinz Hilpert 1933 ans Deutsche Theater Berlin geholt. Bis 1948 spielt er an verschiedenen berliner Bühnen. 1933 wird Klinger gleichzeitig von der UFA, der Terra und der Tobis verpflichtet. In Du sollst nicht begehren (1933) hat er seinen ersten Filmauftritt. "Klinger ist, mit einschmeichelnd sonorer Stimme, der vertrauenswürdige Freund, Liebhaber und Beschützer zugleich...."(Cinegraph). In Zwei Frauen (1938) muß er sich zwischen Olga Tschechova und Irene von Meyendorff entscheiden. In Zirkus Renz (1943) bemüht er sich mit René Deltgen um Angelika Hauff. In Veit Harlans Die goldene Stadt (1942) ist er der Ingenieur Leidwein, dem Kristina Söderbaum in die Stadt (Prag) folgt, in Harlans Immensee (1943) spielt er Kristina Söderbaums verzichtsbereiten Ehemann Erich. Nach dem Krieg dreht er mit Kurt Maetzigs Ehe im Schatten (1947) einen der besten DEFA-Streifen. Der Film zeichnet das Schicksal des Schauspielers Joachim Gottschalk nach, der mit seiner Familie von den Nazis in den Freitod getrieben wurde. 1950 lernt Klinger, seine erste Ehe mit Hilde Wolff wurde geschieden, seine spätere Ehefrau Karin Andersen kennen. Das Paar heiratet 1954 und hat zwei Kinder. Das Foto rechts zeigt das Ehepaar Paul Klinger/Karin Andersen im Jahre 1955. Klinger, inzwischen einer der Publikumslieblinge des deutschen Kinos, spielt in Kästner-Verfilmungen (Pünktchen und Anton; Das fliegende Klassenzimmer) und hat mit der Rolle des Jochen von Roth in der dreiteiligen Immenhof-Serie (1955-57) einen großen Erfolg. Klinger gehört außerdem zu den meistbeschäftigten Synchronschauspielern in Deutschland. Er betätigt sich schon früh im Synchronatelier (Rozzano Brazzi im Zarah-Leander-Film Damals; 1943) und ist nach dem Krieg die deutsche Stimme von William Holden (Boulevard der Dämmerung; Die Brücke am Kwai), Cary Grant (Liebling, ich werde jünger; Stolz und Leidenschaft), Jean Gabin (Wenn es Nacht wird in Paris), Charlton Heston (El Cid; 55 Tage in Peking) oder Jean Marais (Fantomas). Ab 1960 ist Klinger nur noch selten auf der Leinwand; häufiger ist er im Fernsehen (Tim Frazer; Krimiserie Kommissar Brahm). Während einer Gewerkschaftsversammlung der DAG (Fachgruppe Film- und Fernsehen) stirbt Paul Klinger am 14. November 1971 an einem Herzinfarkt. Weitere Informationen zu Paul Klinger gibt es hier.
Ernst von Klipstein

Ernst von Klipstein (re.)
mit René Deltgen und Lena Norman in Die
drei Codonas (1940) und in Besatzung
Dora (1943)
(03.02.1908, Posen - 22.11.1993)
Ernst von Klipstein war seit 1938 beim Theater, u.a. in Regensburg, Meiningen, Köln, Frankfurt/Main. Seit 1959 war er besonders dem Staatstheater Kassel verbunden. Seine ersten Kinofilme drehte er 1939; zu ihnen gehören Aufruhr in Damaskus (1939), Blutsbrüderschaft (1941), Stukas (1941) und Hunde, wollt ihr ewig leben (1958). Im Fernsehen spielte er u.a. in der Serie Die Pawlaks und in der Romanverfilmung Ein Kapitel für sich mit. Daneben wirkte er in unzähligen Hörspielen mit. Ernst von Klipstein synchronisierte u.a. Gary Cooper (Der Vagabund von Texas), Alexander Knox (Europa 51) oder Ralph Meeker (Nackte Gewalt). Er war mit den Kolleginnen Lotte Koch und Marianne Kehlau verheiratet.
Til Klokow
(auch: Till Klockow)
(13.02.1908 - September 1970)
Til Klokow begann ihre Theaterkarriere Mitte der 1920er Jahre in Berlin. U.a. trat sie in der Volksbühne auf ("Die deutsche Kleinstädter"; 1925). 1931 war sie dann in den Spielfilmen Danton (mit Gustaf Gründgens) und im Lustspiel Schneider Wibbel (mit Paul Henckels) zu sehen. In dieser Zeit begann auch ihre Synchronlaufbahn (z.B. als Stimme von Claudette Colbert). Nach dem Krieg sprach sie dann u.a. Rita Hayworth (Gilda, 1. Synchro; König der Torreros), Gloria Swanson (Boulevard der Dämmerung) oder Katherine Hepburn (Die unbekannte Geliebte). Im Kino war Til Klokow dann noch einmal im Ruth-Leuwerik-Film Die Trapp-Familie in Amerika (1958) zu sehen.
Jürgen Kluckert
(29.12.1943, Berlin)
Jürgen Kluckert stammt aus dem Ostteil Berlins. Er machte eine Ausbildung an der Staatlichen Schauspielschule "Ernst Busch" in (Ost-)Berlin. Danach gehörte er zum Ensemble des Maxim-Gorki-Theaters. Im Westteil Berlins spielte er dann u.a. am Hansatheater, an den Kammerspielen, an der Tribüne und am Ku'damm-Theater. Kluckert, der schon für die DEFA synchronisierte, ist u.a. die Stimme von Morgan Freeman (in Robin Hood), Chuck Norris, James Brolin (Hotel-TVS), George W. Bailey (Police Acedemy). 1994 übernahm er von seinem verstorbenen Kollegen Edgar Ott die Rolle des Benjamin Blümchen. Mit über 1000 Synchroneinsätzen zählt Jürgen Kluckert zu den "alten Hasen" der Synchronbranche. Er spielte im Kinofilm Die Elexiere des Teufels mit und war im Fernsehen u.a. in den Serien Praxis Bülowborgen, Liebling Kreuzberg und als Assistent von Heinz Drache im Tatort zu sehen.
Überarbeitet am 02.07.2008
Tobias Kluckert

Foto mit freundlicher
Genehmigung von Tobias Kluckert
(19.09.1972, Berlin)
Tobias Kluckert ist der Sohn von Jürgen Kluckert. Seine Theaterlaufbahn führte ihn bislang u.a. ans Theater am Schiffbauerdamm in Berlin. Außerdem wirkt er häufig in Hörspielen mit. Zu seinen Synchronrollen gehören u.a. Joaquin Phoenix in Walk the Line, Vince Vaughn in Be Cool, Colin Farrell in The New World oder Brian Krause in der TV-Serie Charmed.
Neu eingestellt am 28.10.2007
Robert Klupp
(1891, Hamburg -1975)
Robert Klupp wurde in Hamburg geboren und begann dort auch seine Theaterkarriere. Weitere Theaterstationen waren Linz, Wien, Berlin, Robert Darmstadt und Baden-Baden. Wie viele andere Künstler auch mußte Klupp 1933 Deutschland verlassen und ging nach Frankreich. Nach dem zweiten Weltkrieg spielte Klupp zunächst Theater in Berlin, ging dann aber nach München. So sprach er hauptsächlich in Berliner und Münchner Synchronisationen. Es waren vor allem die markanten Nebenrollen, in denen man Klupps Stimme hörte. So sprach er mehrmals Jay C. Flippen (Meuterei am Schlangenfluß; Mit stahlharter Faust), John McIntire (Fluch der Verlorenen; Über den Todespaß) oder auch Claude Rains (Cäsar und Cleopatra- eine Hauptrolle!; Diese Erde ist mein; Lawrence von Arabien). Im Kino konnte man ihn u.a. in Der schwarze Panther von Ratana (1962; mit Heinz Drache, Marianne Koch u. Horst Frank) sehen.
Marina Köhler

Foto mit freundlicher
Genehmigung von Marina Köhler
(20.07.1954)
Marina Köhler studierte Germanistik und Romanistik. Sie ist die Tochter des Filmregisseurs, Synchronregisseurs und -autors Manfred R. Köhler. So kam sie schon früh zum Synchron. Sie sprach bislang u.a. Brooke Shields (Die blaue Lagune; Sahara; Lauras Schatten), Jennifer Beals (Four Rooms), Katherine Kelly Lang (Reich und Schön- TVS), Kate Jackson (Die Kunst des Sterbens) oder auch Lesley Anne Warren (Secretary) und Kristin Scott-Thomas (Richard III.). Erfolgreich arbeitet die Münchnerin auch als Synchronbuchautorin und als Synchronregisseurin . So bekam sie 2003 für den Spielfilm Die unbarmherzigen Schwestern den Deutschen Synchronpreis für ihre Synchronregie. Zu den vielen Arbeiten von Marina Köhler gehören u.a. Das Haus am See (Buch und Regie), die Francois-Ozon-Filme Unter dem Sand und Swimmingpool, der mehrfach ausgezeichnete TV-Zweiteiler Sex Traffic (Buch und Regie), der Michael-Moorer Dokumentarfilm Bowling for Columbine (Buch und Regie) und auch die Oscar-prämierte Dokumentation Ein Tag im September.
Überarbeitet am 05.04.2008
Maria Körber
(23.06.1930, Berlin)
Maria Körber ist die Tochter der Schauspielerin Hilde Körber und des Regisseurs und Schauspielers Veit Harlan. Nach der Schulausbildung besucht sie die Schauspielschule des berliner Hebbel-Theaters und nimmt Unterricht bei Marlise Ludwig. Ihr Bühnendebüt gibt sie 1948 ("Die Fliegen", von Sartre). Es folgen Theaterengagements in Oldenburg, Hamburg, Bielefeld, Mannheim, Wiesbaden und Berlin. Ihren ersten Kinoauftritt hat sie 1950: Drei Mädchen spinnen. Eine Hauptrolle hat sie 1963 neben Erik Schumann in Durchbruch Lok 234. Im TV ist sie im Tatort oder Unser Charly zu sehen. Schon zu Beginn der 50er Jahre beginnt ihre Synchronarbeit. Sie ist die deutsche Stimme von Leslie Caron (Ein Amerikaner in Paris, Ein Appartment für drei), Joan Collins (Geheimring Nippon, Heiße Erde), Lee Remick (Der lange, heiße Sommer), Julie Andrews (Modern Millie) und häufig für Debbie Reynolds (In angenehmer Gesellschaft; Engel auf heißem Pflaster; Männer über Vierzig). Maria Körber leitet eine angesehene Schauspielschule in Berlin. Sie war in erster Ehe mit Walter Buschhoff (Sohn Sebastian), ist in zweite Ehe mit Joachim Kerzel verheiratet.
Ernst Konstantin

Ernst Konstantin und
Barbara Rütting in Die Spur führt nach
Berlin (1952)
(16.12.1908, Odessa - Mai 1969, München)
Ernst Konstantin hatte seine bekannteste Synchronrolle sicherlich in Rio Bravo als deutsche Stimme von John Wayne. Er synchronisierte auch Robert Mitchum (Macao; Gun Man), Anthony Quale (Der falsche Mann), Ugo Tognazzi (Halt mal die Bombe, Liebling) oder Dante Maggio in der TV-Verfilmung Die Schatzinsel. Konstantin trat auch in Kinofilmen auf, häufig als russischer Offizier (Die Spur führt nach Berlin, 1952; Die Reise, 1959). In Taiga (1958) spielte er an der Seite von Ruth Leuwerik. Im Fernsehen spielte er u.a. in der Serie Der Nachtkurier meldet (mit Gig Malzacher).
Bianca Krahl

Foto mit freundlicher
Gehmigung der Agentur Stimmgerecht
(1973)
Bianca Krahl spielte schon als Jungendliche in Serien wie Fest im Sattel (auch privat sind Pferde ihr Hobby) und synchronisierte z.B. Linda Manz in Out of the Blue. 1993 spielte sie mit Nicolas Wilcke im Film Novalis-Die blaue Blume. Zu ihren Synchronrollen zählen Angelina Jolie (Foxfire; Turbulenzen; Hackers), Alicia Silverstone (Clueless), Anne Heche (Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast) oder Renee Zellweger (Ich, beide und sie).
Gottfried Kramer
(03. Mai 1925, Hamburg - Juni 1994)
Gottfried Kramer war in der TV-Serie Knight Rider die Stimme von "K.I.T.T.". Er hat aber auch leibhaftigen Darstellern seine Stimme geliehen: u.a. waren es Marlon Brando (Der Pate; Apocalypse Now), Humphrey Bogart (Sackgasse; Die wilden Zwanziger) oder auch Anthony Quinn. Der hamburger Schauspieler war meist im TV in Filmen oder Serien zu sehen, die auch dort gedreht wurden: z.B. Polizeifunk ruft (1965), Hafenkrankenhaus (1968), Hamburg Transit (1970) oder Engels und Consorten (1986). Gottfried Kramer war auch in einer Nebenrolle in dem berühmten Dreiteiler Die Gentlemen bitten zu Kasse (1965) zu sehen- und wurde dort von einem anderen Sprecher(!) synchronisiert.
Klaus W. Krause
(1903-1981?)
Klaus W. Krause sprach ab Ende der 50er Jahre oftmals den französischen Filmstar Jean Gabin. Häufig synchronisierte er auch dessen Landsmann, den Komiker Fernandel. Gregory Peck sprach er in Die Wildnis ruft und in Moby Dick. Krause begann seine Theaterlaufbahn in seiner Geburtsstadt Berlin und spielte danach in Mannheim, Köln und München. Im Kino hatte er nur Kurzauftritte (Bildnis einer Unbekannten, 1954- mit O.W. Fischer und Ruth Leuwerik; Königin Luise, 1956- ebenfalls mit Ruth Leuwerik). Auch im Fernsehen konnte man ihn eher selten sehen (TV-Serie Der Bastian, mit Horst Janson).
Helmut Krauss

Foto: Tino Kiessling
(11.06.1941, Augsburg)
Helmut Krauss machte an seinem Geburtsort auch seine Schauspielausbildung. 1963 übersiedelte er nach Berlin. Er spielte u.a. am Forum-Theater, am Grips-Theater, Hansa-Theater,Tribüne und auch am Staatstheater in Hannover. Seit vielen Jahren ist Helmut Krauss auch als Kabarettist tätig ("Bügelbrett", mehrfach Auftritte in Dieter Hildebrandts "Scheibenwischer"). Im TV war Helmut Krauss in vielen Serien zu sehen: Direktion City, Der Tod des weißen Pferdes, Drei unter einer Decke und in Peter Lustigs Löwenzahn. Auch als Radiosprecher (u.a. beim ehemaligen SFB: "Dr. Mambos Musikjournal") war Krauss zu hören. Seine Synchronrollen: Marlon Brando (u.a. Freshman, Don Juan deMarco), John Goodman (Flintstones, The big Lebowski), Jean Reno (Im Rausch der Tiefe), Yaphet Kotto (Alien), Claude Brasseur (Abstieg zur Hölle) oder Samuel L. Jackson (Pulp Fiction). Homepage: www.helmutkrauss.de
Ursula Krieg
(10.10.1900, Berlin - 11.10.1984, West-Berlin)
Ursula Krieg begann in ihrer Heimatstadt Berlin im Jahre 1920 ihre Theaterlaufbahn. Danach spielte sie u.a. in Meinigen, Bonn, Königsberg und Erfurt und nach dem Krieg wieder in Berlin. Sie spielte u.a. in den Kinofilmen Die Mörder sind unter uns (1946), Der Stern von Afrika (1956/57) oder auch Freddy unter fremden Sternen (1959- Bild) mit. Ihre bekannteste Synchronrolle war Margaret Rutherford in drei der vier "Miss Marple"-Filmen (in 16 Uhr 50 ab Paddington sprach Agnes Windeck die Schauspielerin!). Sie sprach auch Lilian Gish (Die Stunde der Komödianten) oder auch mehrmals Mildred Natwick (Gegen alle Flaggen; Immer Ärger mit Harry).
Marco Kröger

Foto mit fr. Genehmigung von
Marco Kröger
(14.08.1963, Berlin)
Marco Kröger spielte schon als Jugendlicher in Kinofilmen wie Die erste Polka (1978) oder Die Schulmädchen vom Bahnhof Zoo (1979). Im Fernsehen ist er seit dieser Zeit vielbeschäftigt, u.a. in Serien wie Großstadtrevier, Detektivbüro Roth, Der Landarzt, Alpha Team oder Die Rettungsflieger. Seine Theaterlaufbahn umfasst Auftritte im Piccolo Theater Hamburg, Pfalztheater Kaiserslautern oder auch im Packhaustheater im Schnoor (Bremen). Seit einigen Jahren wirkt er auch bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg mit. Zu seinen Synchronrollen gehören Vin Diesel (Der Soldat James Ryan; xXx-Triple-X), Liev Schreiber (Scream 2+3; Phantoms; Der Anschlag) oder David Keith (Im Fadenkreuz). Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Eine Fansite von Marco Kröger gibt es hier und er hat eine eigene Website: www.marco-kroeger.de
Randolf Kronberg
(Randolf Schmitt)
(23.09.1942, Breslau/ damals Deutsches Reich, heute Wroclaw,
Polen - 02.03.2007, München)
Randolf Kronberg machte seine Schauspielausbildung am Actors Studio in New York. Ab 1964 war er am Schiller-Theater in West-Berlin engagiert, von 1974 bis 1981 dann an der Freien Volksbühne in West-Berlin. Im Kino war er selten zu sehen (z.B. in Ottokar Runzes Stern ohne Himmel, 1980), desöfteren aber im Fernsehen (z.B. in TV-Serien wie Der Alte, Derrick, SOKO 5113 oder Siska). Seit 1965 war Randolf Kronberg ein vielbeschäftigter Synchronsprecher in weit über 650 Filmen. Untrennbar verbunden ist Randolf Kronbergs Stimme mit dem US-Schauspieler Eddie Murphy, dessen exklusive Stimme er bis 2007 war. Daneben sprach er auch Bryan Brown, Willem Dafoe (Speed 2), Ed Harris, Robert Foxworth (Falcon Crest), Michael Landon und "Pille" DeForest Kelley (Star Trek). Nach längerer Krankheit verstarb Randolf Kronberg am 02. März 2007.
Überarbeitet am 03.03.2007
Bum Krüger

Ilse Werner, Bum
Krüger und Christoph Schneider in Die
Herrin vom Sölderhof (1955)
(Willy Krüger)
(13.03.1906, Berlin - 15.03.1971, West-Berlin)
Bum Krüger war von 1948 bis Mitte der 60er Jahre im deutschen Kinofilm präsent. Es waren allerdings Nebenrollen, denen er Gestalt verlieh: Film ohne Titel (1948), Käpt'n Bay Bay (1952), Des Teufels General (1954), Der Hauptmann von Köpenick (1956), Die Beine von Dolores (1957) oder Der Schinderhannes (1958) zählen zu seinen bekanntesten Kinofilmen. Im Fernsehen konnte man ihn u.a. in Am grünen Strand der Spree (1960) oder in Salto Mortale (1968) sehen. Im Synchronstudio sprach er ebenfalls meistens Nebenrollen; zu seinen bekanntesten Synchronhauptrollen kann man Charles Laughton in Der Glöckner von Notre Dame und Salome, Spencer Tracy in Der Draufgänger, Bob Hope in Sein Engel mit den zwei Pistolen oder James Cagney in Keine Zeit für Heldentum zählen.
Überarbeitet am 12.07.2006
Franz Otto ("F.O.") Krüger
(01.04.1917, Berlin - 17.03.1988, München)
Franz Otto Krüger war ein Dauergast in den Kinofilmproduktionen des deutschen Nachkriegsfilmes. Meist waren es nur kleinere Rollen, denen er Profil verlieh: Berliner Ballade (1948), Schwarzwaldmädel (1950), Grün ist die Heide (1951) oder Heldentum nach Ladenschluß (1955- Bild links!). Eine größere Rolle hatte er 1947 in Roberto Rosselinis Deutschland im Jahre Null, die dieser im zerstörten Nachkriegs-Berlin drehte. Auch im Synchronstudio waren Krüger zumeist die Nebenrollen vorbehalten; Hauptrollen waren Charlie Chaplin in Ein König in New York oder Louis Wolheim ("Kat") in Im Westen nichts Neues (ZDF-Neusynchro, 1984, mit ostpreußischem Dialekt!). Er gehörte auch zu den ersten Sprechern der ostdeutschen Wochenschau "Der Augenzeuge". Bekannt dürften auch seine Sketche sein, die er mit Wilhelm Bendow schrieb und auch sprach: z.B. "Auf der Rennbahn" ,1936 ("Wo laufen sie denn???").
Crock Krumbiegel
(Werner Crock von Krumbiegel)
( 21.12. 1955)
Crock Krumbiegel gründete nach seiner Schauspielausbildung mit einem Bekannten eine Filmproduktionsfirma in Düsseldorf. Nach zwei produzierten Filmen mit mäßigem Erfolg siedelte er dann 1988 nach München über. Dort besuchte er eine Art "Synchronschule" bei der FFS - Film- & Fernsehsynchron GmbH und bekam sofort eine Hauptrolle in der Serie Chips zusammen mit Jan Odle, der auch Regie führte. Seine allererste Synchronrolle hatte er Mitte der 80er Jahre in einem seiner selbstproduzierten Film. Krumbiegel schrieb früher die deutschen Dialogbücher zu einigen Reich und schön-Folgen und zu mehreren asiatischen Kampffilmen. Er führte bei solchen auch hin und wieder Regie.Crock Krumbiegel spielte z.B. in: Der Videopirat (1986) [synchronisiert von Frank Glaubrecht], Aktenzeichen XY ungelöst (1989-1997). Seine Stimme lieh er unter anderem: Trip Tucker (Enterprise), Kevin Bacon (Wild Things), Patrick Demsey (Scream 3) oder als Station-Voice von Pro7. Krumbiegel lebt mit seiner Frau in München.
Gertrud Kückelmann

Gertrud Kückelmann,
Hans Söhnker, Antje Weissgerber in Die
Stärkere (1953); Claus Holm und Gertrud
Kückelmann in Frucht ohne Liebe
(1956)
(Gertrud Christine Franziska
Kückelmann)
(03.01.1929, München - 17.01.1979, München)
Gertrud Kückelmann wächst in München auf. Nachdem sie zunächst als Tänzerin (u.a. Münchner Kammerspiele) arbeitet, studiert sie Gesang und nimmt Schauspielunterricht bei Friedrich Domin. 1949 beginnt ihr langjähriges Engagement bei den Münchner Kammerspielen. Im Märchenfilm Hans im Glück hat sie 1949 ihren ersten Filmauftritt. In ihrem zweiten Film Rausch einer Nacht (1950) verliebt sie sich als Musikstudentin unglücklich in den ehemaligen Geliebten (Richard Häußler) ihrer Stiefmutter (Christl Mardayn). Dadurch wird sie auf den Typ des naiven, labilen Mädchens festgelegt, das zum Opfer älterer Männer und zur Rivalin reiferer Frauen festgelegt. In Die goldene Pest (1954) spielt sie die Schwester des geldgierigen Karl (Karlheinz Böhm) die gemeinsam mit einem amerikanischen G.I. (Ivan Desny) nach Amerika geht. 1955 möchte Gertrud Kückelmann in Artur Brauners umstrittenen (und nicht realisiertem) Geschwister-Scholl-Film die Sophie spielen. Stattdessen agiert sie in Brauners Frucht ohne Liebe, der massiven Protest der katholischen und evangelischen Kirche hervorruft. Sie steht als künstlich befruchtete Barbara Kling vor der Entscheidung, bei ihrem zeugungsunfähigen Mann (Claus Holm) zu bleiben, oder einen Neuanfang mit dem leiblichen Vater (Bernhard Wicki) zu machen. Der 1957 entstandene DEFA-Film Spielbank-Affäre beendet ihre Kinokarriere. Neue Rollenangebote bleiben aus. Nur noch einmal, 1975, spielt sie in einem Film ihres Bruders Norbert: Die Angst ist ein zweiter Schatten. Stattdessen konzentriert sich Gertrud Kückelmann auf das Theater und auch das Fernsehen. Mehrfach synchronisiert sie Shirley MacLaine (Das Appartment; Can-Can; Infam), weitere Synchronrollen sind u.a. Jean Simmons (Elmer Gantry), Jean Seberg (Lilith) oder Charlotte Rampling (Die Verdammten). 1970 gibt sie den Schauspielerberuf für einige Monate auf und arbeitet als Krankenpflegerin. Danach folgen Engagements an Theatern in Bern, München, Hamburg und Berlin. Nach einer Krebsoperation kehrt sie 1978 an die Münchner Kammerspiele zurück. Für 1979 wird sie ans Berner Stadttheater verpflichtet, doch dazu kommt es nicht mehr. Am 17. Januar 1979 begeht sie in München Selbstmord.
Renate Küster

Renate Küster mit
Claus Biederstaedt und Bruno Dallansky in Nachtschwester
Ingeborg (1958)
(12.09.1936, Freie Stadt Danzig [heute Gdansk, Polen])
Renate Küster spielte als junge Schauspielerin in den Filmen Nachtschwester Ingeborg, Vater, Mutter und neun Kinder (beide 1958) oder auch in der DEFA-Produktion Betrogen bis zum jüngsten Tag (1957). Später spielte sie im TV u.a. in Die Ilse ist weg (1976) oder Die große Flatter (1979). 1959 begann ihre Synchrontätigkeit. Sie ist die deutsche Stimme von Jane Fonda (Der elektrische Reiter), Faye Dunaway (Bonnie & Clyde), Catherine Deneuve (Die letzte Metro), Raquel Welch (Die phantastische Reise) oder auch Lee Grant (Damien- Das Omen II). Renate Küster ist mit dem Kabarettisten Dieter Hildebrandt verheiratet.
Überarbeitet am 12.07.2006
Ernst Kuhr

Foto: Eberhard Ott
(13.05.1912, Herne/Westfalen - 03.09.1999, München)
Ernst Kuhr war vor allem als Theaterschauspieler bzw. Theaterregisseur (u.a. lange Jahre in Basel) tätig. Im Kino konnte man ihn nur selten sehen, so z.B. in Haro Senfts Der sanfte Lauf (1967) oder in der Neuverfilmung von Erich Kästners Das fliegende Klassenzimmer (1973, mit Joachim Fuchsberger). Im TV spielte er in Serien wie Kommissar Brahm oder Derrick. Als Synchronschauspieler war Ernst Kuhr vor allem in München, aber auch in Remagen tätig. Ende der 1940er Jahre begann seine langjährige Synchrontätigkeit mit Einsätzen für Trevor Howard (Die große Leidenschaft) oder Francis Lister (Christopher Columbus). In den Don Camillo-Filmen (ab 1952) war er die "Stimme Jesu". Er sprach außerdem Louis Jourdan (Der Fall Paradin), Claude Rains in Berüchtigt (die TV-Neufassung von Notorious), Giorgio Albertazzi (Letztes Jahr in Marienbad), Richard Attenborough (An einem trüben Nachmittag) oder auch seinen deutschen Kollegen Hans Caninenberg (Die Akte Odessa). Ernst Kuhr verstarb am 03.09.1999 in München. Beerdigt wurde er in Sommerhausen bei Würzburg, wo er lange Jahre in der Sommerzeit im "Blauen Turm", einem historischen Gebäude des Ortes, lebte.
Neu eingestellt am 11.12.2008
Dieter Kursawe
(03.11.1934, Berlin - 18.03.1996, Berlin)
Dieter Kursawe war im Kino u.a. in der Komödie Quartett im Bett (1968, mit den "Insterburgs" und den Jacobs-Sisters) zu sehen. Er spielte auch Kabarett (Berliner Reichskabarett, 1968, u.a. mit Renate Küster und Joachim Kemmer). Kursawe spielte Rollen in TV-Serien wie Liebling Kreuzberg oder Auto Fritze. Seine bekannteste Synchronrolle ist sicherlich Daffy Duck. In der Trickfilmserie Lucky Luke sprach er den langen Averall Dalton. Auch bei "realen" Schauspielern übernahm er meist heitere Synchronrollen, so John Young in Time Bandits oder Terry-Thomas in Happy Birthday, Harry!