
Synchronsprecher Kurzporträts M
Lutz Mackensy

Foto mit freundlicher
Gehmigung der Agentur Stimmgerecht
(11.03.1944, Goslar)
Lutz Mackensy machte seine Schauspielausbildung am Berliner Max-Reinhardt-Seminar. 1965 feierte sein Theaterdebüt in Berlin. Von 1965 bis 1969 war er am Schillertheater, danach sechs Jahre lang am Schauspielhaus Hamburg. Seitdem ist er als freier Schauspieler tätig. Lutz Mackensy ist häufig auf dem Bildschirm präsent: er spielt in den Serien Großstadtrevier oder auch Von Fall zu Fall. Im Kino konnte man ihn in Otto-der Film sehen. Er ist schon lange im Synchrongeschäft tätig. Er war eine zeitlang (in den 1970er Jahren) die deutsche Stimme Al Pacinos (u.a. Hundstage, Der Pate, Teil I und II, Bobby Deerfield). In Mr. Beans Kinodebüt hat er Rowan Atkinson seine Stimme geliehen. In Miami Vice war er der deutsche Sprecher von Philip Michael Thomas (Ricardo Tubbs). Aktuell kann man ihn seit 2005 als deutsche Stimme des US-Schauspielers David Caruso alias Cpt. Horatio Caine, in der populären US-TV-Krimiserie CSI: Miami hören.
Überarbeitet am 23.06.2006
Fred Maire
(1932)
Fred Maire spielte an Theatern in Köln, Basel, Bremen, Berlin oder München. In den 70er Jahren spielte er in Indonesien, kehrte aber Ende der 70er Jahre nach München zurück. Hier übernahm er 1979/80 ein Privattheater, scheiterte trotz Publikumzuspruch finanziell. Danach konzentrierte er sich auf die Synchron-arbeit. Er sprach mehrfach Klaus Kinski (Cobra Verde; Der Söldner), außerdem Michel Serrault (Mörderischer Engel), Harvey Keitel (Sister Act), Spencer Tracy (Der große Edison) oder Gene Kelly (Der Pirat). Im Jahr 2000 wirkte Maire auch wieder am Theater (u.a. auf der Expo, Hannover).
Axel Malzacher

Das Foto wurde mir von Axel
Malzacher zur Verfügung gestellt
(1962, München)
Seine Eltern sind die Schauspieler Gig Malzacher und Renate Redetzky-Malzacher. Während der Schulzeit in Baden-Baden spricht er in über 100 Hörspielen beim Südwestfunk. Später folgt eine Schauspielausbildung am Mozarteum in Salzburg. Es folgen Engagements am Stadttheater St. Gallen und am Wallgraben Theater in Freiburg. Er spielt in Franz Seitz' Kinofilm Erfolg (1991); im Fernsehen sieht man ihn u.a. in der Serie Hotel Paradies oder in den TV-Filmen Schlagende Beweise oder Leitplanke. Seit 1990 hat sich Axel Malzacher vor allem auf die Synchronisation verlegt. Er arbeitet nicht nur als Sprecher, sondern schreibt auch Dialogbücher und führt Regie. Als Synchronschauspieler spricht er u.a. Brad Pitt (Interview mit einem Vampir; The Favour-Hilfe, meine Frau ist verliebt); Mike Myers (Liebling, hälst Du mal die Axt?); Timothy Hutton (French Kiss), Antonio Banderas (Baton Rouge), Mads Mikkelsen (James Bond- Casino Royale) oder Cary Elwes (Robin Hood- Helden in Strumpfhosen; Das Biest). Als Synchronregisseur führt er Dialogregie ua. in den Filmen Ritter aus Leidenschaft; Entführung nach Schulschluß (auch Buch); Stuart Little 2 (auch Buch); Die Wutprobe (auch Buch) oder Bossa Nova (auch Buch). Außerdem Dialogregie in den TV-Serien Becker; Die Nanny oder Air America (auch Buch). Ein Dauerbrenner ist die TV-Serie Will & Grace (über 130 Folgen Dialogbuch, Regie und Sprecherrolle ["Jack"]). Zu den Höhepunkten seiner Synchronarbeit zählt der Schauspieler Interview mit einem Vampir. "Weniger Brad Pitts wegen, als wegen der vielen Voice Over Takes, die einfach sehr viel Spaß gemacht haben", so Axel Malzacher. Zu seinen Synchron-Lieblingsschauspielern zählt er wg. ihrer schauspielerischen Leistungen her Eric Stoltz (Fluke; High Life) und Josh Brolin (u.a. Flirting with Desaster; Freeze- Alptraum Nachtwache). Seine Lieblingsfilme als Autor und Regisseur sind Almost Famous-Fast berühmt ("Als Film einfach genial") und Voll Frontal ("Eine Riesenherausforderung von der Synchronisation her!"). Weitere Infos gibt es auf seiner Homepage: www.axelmalzacher.de
Überarbeitet am 13.09.2007
Gig Malzacher
(Gunther Malzacher)
(04.07,1931 - 17.08.1980, Tirol/Österreich)
Gig Malzacher hatte seine bekannteste Synchronrolle sicherlich in der Serie Bezaubernde Jeannie (ZDF-Fassung), wo er die deutsche Stimme von Larry Hagman war. Weitere Synchronrollen waren Gérard Blain (Schrei, wenn Du kannst), Jean-Claude Brialy (Christine) oder Ricky Nelson (Rio Bravo). Er spielte eine Hauptrolle in der Serie Der Nachtkurier meldet. Malzacher wurde später Unterhaltungschef beim Südwestfunk in Baden Baden. In dieser Tätigkeit war er Produzent von mehreren Tatort-Folgen. Er starb 1980 an einem Herzinfarkt. Gig Malzacher war verheiratet mit der Kollegin Renate Redetzky-Malzacher (sie spielte u.a. in Moselbrück oder Aus heiterem Himmel). Sein Sohn Axel ist auch als Schauspieler tätig.
Rolf Mamero
(27.09.1914, Lübeck - 1988)
Rolf Mamero begann seine Theaterlaufbahn am Staatstheater Kassel. Über das Staatstheater in Oldenburg kam Mamero nach dem zweiten Weltkrieg nach Hamburg. Hier gehörte er viele Jahre zum Stammpersonal an hamburger Bühnen. So wirkte er u.a. an der Hamburger Staatsoper in Sprechrollen mit ("Entführung aus dem Serail"; "Der Freischütz"). Beim damaligen NWDR gehörte er zu den ersten Rundfunksprechern; vielen ist seine Stimme auch noch aus der UFA-Wochenschau (ab 1956, wurde später in UFA-dabei umbenannt) in Erinnerung. Außerdem sprach der hamburger Schauspieler unzählige Hörspielrollen. Seltener konnte man sein Gesicht im TV sehen: das Fernsehspiel John Walker schreibt seiner Mutter (1954), der Tatort Rechnen sie mit dem Schlimmsten (1972) oder die Schwarzwaldklinik sind hier zu nennen. Im Synchronatelier sprach er u.a. Albert Lieven (Hotel Sahara; Sekunden der Verzweiflung), Stanley Baker (Straße des Todes; Gefährliches Erbe; Kinder der Straße), Richard Denning (Der Schrecken vom Amazonas), Andrew Keir (Der Untergang des römischen Reiches) oder Douglas Wilmer (El Cid). Und er war die Erzählstimme im Karl-May-Western Der Schatz im Silbersee (1962). Er war verheiratet mit der Kollegin Aranka Jaenke-Mamero.
Andreas Mannkopff
![]() Foto mit freundlicher Gehmigung der Agentur Stimmgerecht |
![]() Foto: Helen Krüger, mit freundlicher Genehmigung von Andreas Mannkopff |
(1939)
Andreas Mannkopff erhielt seine Schauspielausbildung an der Kirchhoffschule. Zuerst wandte er sich jedoch dem Kabarett zu, er spielte u.a. am Düsseldorfer Kom(m)ödchen und an Heidelberger und Berliner Kabarett-Theatern. Später war er u.a. an Berliner (u.a. Schloßparktheater), Hamburger und Düsseldorfer Bühnen zu sehen. Seinen ersten Kinofilm drehte er 1968: Das Geständnis eines Mädchens. Mit Klaus Kinski drehte er 1976 Jack the Ripper, danach folgten Filme wie Fabian (1980), Otto- der Film (1985) oder Samba in Mettmann (2004). Bekannt wurde Mannkopff vor allem aber durch Auftritte in Serien wie Direktion City, Café Wernicke, Patrick Pacard, Oliver Maass oder Die Wicherts von Nebenan. Seit den 1960er Jahren arbeitet Andreas Mannkopff auch als Synchronschauspieler. Er hat seine Stimme u.a. Benny Hill (Die Benny Hill Show), John Candy (Spaceballs; Wer ist Harry Crumb?; Ein Ticket für Zwei) oder Kurt Russel (Elvis) geliehen. In Zeichentrickserien sprach er Lucky Luke oder Garfield.
Alf Marholm

Alf Marholm (oben
links) als verbrecherischer Kapitän in Das
Totenschiff (1959)
(31.05.1918, Oberhausen - 24.02.2006, Waldbreitbach)
Marholm hat während des zweiten Weltkrieges am Bochumer Schauspielhaus sein Schauspieldebüt gegeben. Danach war er am Düsseldorfer Schauspielhaus beschäftigt und seit Anfang der 1950er Jahre als freischaffender Künstler tätig. Er war u.a. in den Kinofilmen Postlagernd Turteltaube (1952- mit Barbara Rütting, Horst Niendorf), Von der Liebe besiegt (1956- mit Marianne Hold, Wolfgang Preiss) und als gewissenloser Kapitän in Das Totenschiff (1959, mit Horst Buchholz, Mario Adorf) zu sehen. Seine wohl bekannteste Fernsehrolle war die des Verwaltungsdirektors Mühlmann in der Schwarzwaldklinik. Zu seinen Synchronrollen -seine Synchrontätigkeit begann schon kurz nach dem Krieg - gehören Henry Daniell (Der Leichendieb), Adolfo Celi (Sandokan), Serge Reggiani (Die Katze jagt die Maus) oder Robert Morley (Mörderschiff). Nach mehreren Schlaganfällen verstarb Alf Marholm im Februar 2006.
Evelyn Maron
(1949 -Juli 2007)
Evelyn Maron war viele Jahre lang die deutsche Sprecherin von Kim Basinger. Außerdem hat Evelyn Maron häufig ihre US-Kollegin Andie McDowell synchronisiert. Weitere Synchronrollen: Barbara Hershey (Die letzte versuchung Christi), Geneviève Bujold (Die Unzertrennlichen) oder Sabine Azéma (Melo) Sie hatte seit 1977 mehr als 500 Filme synchronisiert. Evelyn Maron war im TV in dem Dieter-Hallervorden-Film Laus im Pelz (1987) zu sehen. Evelyn Maron verstarb im Juli 2007.
Überarbeitet am 12.08.2007
Christian Marschall
(1925 - Nov. 1999)
Marschall gehörte seit 1950 zum Stammpersonal in Münchner Synchronisationen. Hauptrollen sprach er u.a. in Wolgaschiffer (1958- John Derek) oder Das Haus der tausend Freuden (1967- George Nader). Außerdem: Lee Marvin in Heißes Eisen (1954), James Garner in Einst kommt die Stunde (1957), Lee van Cleef in Der Gehetzte des Sierra Madre (1966) oder Peter Falk in Stoßtrupp Avola (1969). Marschall sprach auch einige Rollen in den Asterix-Zeichentrickfilmen.
Überarbeitet am 05.02.2007
Gerd Martienzen

Gerd Martienzen mit
Ruth Johannsson in Urlaub auf Ehrenwort (1955)
(24.03.1918, Ostende/Belgien - April 1988, Ammersee)
Seine Mutter war Belgierin, er kam im Alter von drei Jahren nach Berlin, in die Heimatstadt seines Vaters. Gerd Martienzen besuchte die Schauspielschule des Staatstheaters in Berlin. Danach wirkte er an verschiedenen Bühnen, zunächst in Aachen, Mannheim und Heidelberg. Nach dem Krieg spielte er überwiegend an Berliner Bühnen. Auch der bundesdeutsche Nachkriegsfilm beschäftigte Gerd Martienzen. So spielte er neben Maria Schell und Dieter Borsche in Es kommt ein Tag. In Der Fuchs von Paris ist er ein Kriegspfarrer, in Kriegsgericht (1959) spielt er einen U-Boot-Kommandanten. Martienzen wirkte auch in vielen Hörspielen mit. Am bekanntesten ist aber seine Synchronstimme in Erinnerung. Was wäre Louis de Funès ohne die Stimme Martienzens gewesen? Er sprach den französischen Starkomiker (am Anfang abwechselnd mit Klaus Miedel) bis zu einer Erkrankung (Schlaganfall) im Jahre 1976 (Brust oder Keule war seine letzte Synchronrolle mit de Funès). Er war aber auch Sprecher von Frank Sinatra (Der Mann mit dem goldenen Arm), Klaus Kinski (Aguirre- der Zorn Gotts) oder Sammy Davis jr. Sein Sohn Wolf ist ebenfalls als Schauspieler tätig.
Überarbeitet am 21.11.2006
Arnold Marquis
(06.04.1921, Dortmund - 24.11.1990, Berlin)
Arnold Marquis sollte nach dem Willen der Eltern einen kaufmännischen Beruf ergreifen. Doch er wollte lieber Maler oder Bühnenbildner werden. Bei Hans Bogenhardt in Dortmund hatte er Schauspielunterricht genommen und heimlich besuchte er in Düsseldorf die Louise-Dumont-Schauspielschule. Der Intendant des Bochumer Schauspielhauses, Saladin Schmitt, engagierte Marquis als Zweitbesetzung für Horst Caspar und weitere Rollen. Doch als der Krieg ausbrach, mußte Marquis zur Wehrmacht. Nach dem Krieg engagierte Boleslav Barlog den abgemagerten Kriegsheimkehrer an das Schloßpark Theater. Dort entdeckt ihn der Leiter der Phoenix-Synchron, Helmut Brandis, für die Synchronisation. Seine erste Arbeit war die britische Produktion Madonna der sieben Monde/Madonna of the Seven Moons (1944), die 1947 in Berlin synchronisiert wurde. Marquis übernahm die Rolle von Stewart Granger, den er allerdings nie wieder synchronisieren sollte. Seine Theaterlaufbahn führte Marquis über München, Frankfurt und Hamburg zurück nach Berlin (u.a. Schloßpark-Theater, Renaissance-Theater, Komödie am Kurfürstendamm und Tribüne). Er spielte auch in einigen DEFA-Produktionen wie ...und wieder 48 (1948) oder Quartett zu fünft (1949), später auch in westdeutschen Kino- und Fernsehfilmen (Otto- der Liebesfilm). Seine umfangreiche Synchrontätigkeit (weit über 1.200 Sprechrollen in Filmen) umfaßt John Wayne, den er ab 1970 exklusiv synchronisierte (Hatari; Der längste Tag; Der Marshal; Die Cowboys, Der letzte Scharfschütze), Robert Mitchum (Ein Köder für die Bestie; El Dorado), Kirk Douglas (Spartacus; Einsam sind die Tapferen), Richard Widmark (Die Ratte von Soho; Cheyenne; Nur noch 72 Stunden), George C. Scott (Dr.Seltsam; Patton), Yves Montand (Vier im roten Kreis; Die schönen Wilden), Lino Ventura (Die Filzlaus; Adieu, Bulle),Trevor Howard (Meuterei auf der Bounty) aber auch (André) Bourvil (Die große Sause; Das Superhirn). Arnold Marquis war dreimal verheiratet, seine Tochter Gwendolin arbeitet als Rechtsanwältin in München.
Überarbeitet am 24.11.2011
Wolf Martini
(27.02.1911, Kiel - 05.06.1959, Berlin-Lichtenfelde)
Wolf Martini wurde geboren in Kiel und spielte Theater in der Provinz, später in Berlin, Stuttgart und Wien. Nach der Kriegsgefangenschaft spielte er zunächst am Schauspielhaus in Hamburg, dann in Berlin. Martini war in den 1950er Jahren die Standardstimme von Anthony Quinn (La Strada; Der Glöckner von Notre Dame). Bekannt auch seine Synchronrolle als dt. Stimme von Lee J. Cobb in Die zwölf Geschworenen (1957). Ansonsten war seine markante Stimme für die Bösewichter im Kino der 1950er zuständig. Im deutschen Nachkriegskino war Martini leider nur selten zu sehen, er spielte u.a. in Studentin Helene Willfuer (1955) und im Falk-Harnack-Film Anastasia, die letzte Zarentochter (1956- mit Lilli Palmer, Ivan Desny).
Überarbeitet am 21.11.2006
Ulrich Matthes
(09.05.1959, West-Berlin)
Ulrich Matthes war bereits als 12jähriger als Schauspieler tätig. Die Eltern (der Vater war Chefredakteur des "Tagesspiegel") beendeten das nach einer Weile. Matthes liebäugelte nach dem Abitur mit dem Lehrerberuf, doch er entschied sich nach ein paar Semestern für die Schauspielerei. Er nahm ein Jahr Schauspielunterricht bei Else Bongers in Berlin und gab sein Debüt an der Seite Maximilian Schells am Berliner Renaissance-Theater. Es folgten Engagements in Krefeld, Düsseldorf, München und wieder Berlin. Für seine schauspielerischen Leistungen bekam Matthes viele Auszeichnungen: Bayerischer Filmpreis 1998 (als bester Schauspieler), Bester Nachwuchsschauspieler des Jahres 1986, O.E. Hasse-Preis und Förderpreise in Berlin und Düsseldorf. Ulrich Matthes spielte auch Fernsehrollen (Nikolaikirche, 1995) oder im Kino (Winterschläfer, 1996; Aimee und Jaguar, 1997, Der Untergang (als Joseph Goebbels), 2004). Häufig synchronisiert Ulrich Matthes den Kollegen Kenneth Branagh (u.a. in Viel Lärm um Nichts; Mary Shelley's Frankenstein; Othello; Hamlet). Außerdem synchronisierte er Charlie Sheen in Platoon oder Leigh McCloskey in der TV-Serie Dallas.
Überarbeitet am 12.07.2006
Peter Matic
(24.03.1937, Wien)
Peter Matic begann 1960 seinen Weg als Schauspieler am Theater an der Josefstadt in Wien. Nach kurzen Stationen in Basel und München kam er 1972 an die Staatlichen Schauspielbühnen in Berlin und blieb dort bis zu deren Schließung 1994. Seitdem gehört er zum Ensemble des Wiener Burgtheaters. Matic wirkte in vielen TV-Sendungen mit (u.a. Abenteuer Aiport und Tatort). 1964 spielte er mit Willy und Thomas Fritsch im Kinofilm Das hab ich von Papa gelernt, 1975 in Jeder stirbt für sich allein und 1984 in der Harald-Juhnke-Komödie Sigi, der Straßenfeger. Peter Matic ist seit vielen Jahren der deutsche Synchronsprecher von Ben Kingsley. Matic wurde 2001 mit dem "Albin Skoda Ring" ausgezeichnet, der alle 10 Jahre einem besonders hervorragendem Sprecher unter den lebenden Schauspielern des deutschen Sprachgebietes verliehen wird.
Eva Mattes
(14.12.1954, Tegernsee/Oberbayern)
Eva Mattes ist die Tochter des Komponisten und Dirigenten Willy Mattes und der Schauspielerin und Tänzerin Margit Symo (Der Postmeister, 1940). Schon während der Schulzeit bekommt sie erste Synchronrollen; sie spricht Jon Provost alias Timmy in der Serie Lassie oder Johnny Whitaker in Lieber Onkel Bill. In den Pippi Langstrumpf-Filmen übernimmt sie abwechselnd die Synchronisation von Pippi (Inger Nilsson) und Tommy (Pär Sundberg). Später synchronisiert sie u.a. Jennifer Jones in Cluny Brown auf Freiersfüßen. Ihr erster Auftritt in einem Kinofilm (o.k., 1970 von Michael Verhoeven- der Stoff wird später mit Michael J. Fox und Sean Penn als Die Verdammten des Krieges von Brian dePalma in Hollywood neu verfilmt) endet mit einem Skandal. Der Film schildert die Vergewaltigung einer 15jährigen Vietnamesin (Mattes) durch fünf US-Soldaten. o.k. wird im Rahmen der Berliner Filmfestspiele uraufgeführt. Die amerikanische Delegation protestiert; die Filmfestspiele werden abgebrochen. 1971 erhält Eva Mattes für diesen Film den Bundesfilmpreis. 1972 wird sie von Ivan Nagel -Eva Mattes hat nie eine Schauspielschule besucht- an das Deutsche Schauspielhaus nach Hamburg verpflichtet. Ihre Darstellung der Beppi in "Stallerhof" von Franz Xaver Kroetz" erregt, nicht zuletzt durch eine lange nackt gespielte Szene, Aufsehen. 1972 bekommt sie für ihre Rolle den hamburger Inselpreis. Weitere Theaterrollen spielt sie in Hamburg, Berlin und Bochum. Im Kino kann man sie in Werken von Fassbinder (Die bitteren Tränen der Petra von Kant; Wildwechsel) oder Werner Herzog (Stroszeck; Woyzeck) sehen. In den letzten Jahren ist Eva Mattes vor allem im Fernsehen zu sehen, so spielt sie für den SWR eine Tatort-Kommissarin. Sie wohnt mit ihrem Lebensgefährten, dem Künstler Wolfgang Georgsdorf, in Berlin-Kreuzberg und hat zwei Kinder.
Andreas von der Meden

Foto mit freundlicher
Gehmigung der Agentur Stimmgerecht
(10.01.1943, Hamburg)
Er spielte schon als Kind Theater und wirkte 1952 erstmals als Synchronschauspieler für Jon Whitley in Ein Kind war Zeuge mit. Andreas von der Meden machte ein Schauspielstudium bei Hildburg Freses in Hamburg und wirkte u.a. in den TV-Serien Der Andere (1959) oder Hamburg Transit (1970) mit. Von der Meden ist der deutsche Sprecher von David Hasselhoff (Baywatch; Knight Rider). Er hat aber auch u.a. Harvey Keitel oder Michael York synchronisiert. Oftmals konnte man seine Stimme auch in Hörspielen ("Studio Europa") vernehmen. Parallel zu seiner schauspielerischen Tätigkeit ist er auch Mitglied in der Hamburger Old Merry Tale Jazzband. Er spielt dort Banjo und Gitarre. Sein älterer Bruder Tonio, ist ebenfalls Synchronsprecher.
Überarbeitet am 07.06.2006
Tonio von der Meden
(26.11.1936, Hamburg)
Tonio von der Meden sprach bereits 1950 seine ersten Synchronrollen: Jeremy Spenser in Die Sensation von San Marino und Der Meisterdieb von Paris; 1951 dann John Howard Davies (Oliver Twist). Und auch im Kinofilm wirkte Tonio von der Meden mit. In Lockende Sterne (1952) war er der jugendliche Bruder von Rudolf Prack. Erst in den 1970er Jahren war er dann wieder in im Kino zu sehen: er spielte in Produktionen wie Schulmädchenreport (Teil 1:1970; Teil 13: 1980) aber auch in Anspruchsvollem (Die Vertreibung aus dem Paradies, 1977) mit. Als Synchronschauspieler arbeitet von der Meden seit Jahren in München: z.B. Marjoe Gortner (Falcon Crest- TV), Bill Daily (Bezaubernde Jeannie- SAT1-Synchro) oder Vincent Schiavelli (Sabrina).
Cornelia Meinhardt

Foto mit freundlicher
Gehmigung der Agentur Stimmgerecht
(02.06.1951, Berlin)
Cornelia Meinhardt gehörte u.a. den Kabaretts "Die Wühlmäuse" und den "Stachelschweinen" an. Sie spielte auch im Kinofilm Der Pfingstausflug mit Elisabeth Bergner und Martin Held mit. Sie ist die deutsche Stimme von Sally Field (Nicht ohne meine Tochter, Forrest Gump) und Isabelle Adjani. Ferner hat sie u.a. Holly Hunter, Genevieve Bujold, Karen Allen, Kirstie Alley, Jane Seymour oder Jenny Agutter gesprochen.
Tobias Meister
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(09.06.1957, Köln)
Er ist die deutsche Stimme von Brad Pitt, Kiefer Sutherland (Eine Frage der Ehre) oder Gary Sinise (Apollo 13). Er spricht aber auch Schauspieler wie Tim Robbins (Hudsucker), Forest Whitaker (Species), Sean Penn (The Game) oder Ralph Fiennes. Seit 1981 hat er über 800 Synchronrollen gesprochen. Meister ist auch als Dialogbuchautor und Regisseur tätig. Tobias Meister begann seine Schauspielerkarriere in für damalige Zeiten typischen Kinostreifen wie Heiße Kartoffeln (1980), wo er meist den lustigen Part übernahm.
Überarbeitet am 02.07.2008
Otto Mellies
(19.01.1931)
Otto Mellies besuchte die Schauspielschule in Schwerin. Danach hatte er Engagements in Neustrelitz, Stralsund, Schwerin, Rostock und Erfurt. Von 1956 bis 2001 gehörte er zum Ensemble der Deutsche Theaters in (Ost-)Berlin. 1955 hatte er seinen ersten Filmauftritt in Sommerliebe (mit Lothar Blumhagen, Maria Körber und Werner Peters), 1962 spielte er in Minna von Barnhelm neben Marita Böhme und Manfred Krug. Daneben war er auch oft im Fernsehen zu sehen, darunter in vielen Folgen der Serie Polizeiruf 110. Otto Mellies wurde nach dem Tode von G.G. Hoffmann die neue Synchronstimme von Paul Newman (Message in a bottle; Im Zwielicht; Road To Perdition). William Shatner sprach er in Miss Undercover. Mellies spricht seit 1958 synchron.
Manfred Meurer

Manfred Meurer (rechts,
in Zivil) als Gestapo-Mann in Jürgen Rolands Der
Transport (1961). Bild aus IFB Nr. 5760
(Manfred Erich Meurer)
(11.12.1908 - Februar 1979)
Manfred Meurer macht seine Schauspielausbildung an der Dumont-Lindemann-Schule in Düsseldorf von 1931 bis 1933. Sein Theaterdebüt feiert er 1932 als "Kosinsky" in Schillers "Räuber" an den Städtischen Bühnen in Düsseldorf. Weitere Theaterstationen sind Oberhausen, Eisenach, Beuthen, Memel, Posen, Kattowitz und Berlin. 1935 spielt er in Ich war Jack Mortimer seine erste Kinorolle. Weitere Kinofilme folgen, so Kongo-Expreß (1939) und nach dem Krieg u.a. Der Glockengießer von Tirol (1955), Der eiserne Gustav (mit Heinz Rühmann, 1958) und zuletzt Liebe Mutter, es geht mir gut (1972). Ab 1950 arbeitet Manfred Meurer, inzwischen in Berlin ansässig, beim RIAS. Im selben Jahr beginnt seine Synchronlaufbahn. Und gleich zum Anfang spricht er mit Robert Armstrong in Spionage in Fernost eine Hauptrolle. Danach wird Meurer meist in Nebenrollen eingesetzt. So synchronisiert er Jack Elam (Über den Todespaß; Zwei rechnen ab), Lee Marvin (Schüsse in New Mexico) oder Boris Karloff (Frankensteins Braut). Im Februar 1979 stirbt Manfred Meurer.
Gertrud Meyen
(16.04.1921)
Gertrud Meyen spielte schon 1939 ihre ersten Kinorollen: so war sie mit Hilde Krahl und Ernst v. Klipstein in Die barmherzige Lüge zu sehen. Es folgten Auftritte in Dr. Crippen an Bord (mit Rudolf Fernau) und 1944 ihr letzter Kinofilmauftritt in Ein schöner Tag. In den 50er Jahren widmete sie sich neben der Theaterarbeit auch der Synchronisation, vor allem in hamburger Studios. Eine Rollenauswahl: Julie Adams in Der Schrecken vom Amazonas (lief im Kino als 3D-Film!), Celia Johnson in Der Schlüssel zum Paradies, Karin Booth in Die Todesschlucht von Arizona und Elina Labourdette in Verliebt in Paris. Gertrud Meyen war verheiratet mit Heinz Engelmann.
Alwin-Joachim Meyer
(02.04.1925 - 27.03.1999)
Alwin Joachim Meyer war einer der ersten Synchronsprecher des französischen Stars Lino Ventura (Fahrstuhl zum Schafott; Der Panther wird gehetzt). Er synchronisierte auch viele Serien (u.a. Jeff Corey und Arnold Moss in Raumschiff Enterprise oder Forrest Tucker, Keenan Wynn und Harris Yulin in Make Up und Pistolen. Alwin Joachim Meyer war neben Heinz Drache und Dieter Borsche im TV-Krimi Das Halstuch (1962) zu sehen.
Torsten Michaelis
![]() Foto mit freundlicher Gehmigung der Agentur Stimmgerecht |
![]() Foto: Tino Kiessling |
(31.01.1961)
Torsten Michaelis wird in der ehemaligen DDR von einer Regisseurin, die in Schulklassen auf der Suche nach Talenten ist, entdeckt. Seine erste Synchronrolle spricht er 1972 in dem sowjetischen Spielfilm Die Musik der Partisanen. Als er 16 Jahre alt ist, informiert ihn die DEFA, daß sie im Bereich der Synchronisation nur mit ausgebildeten Schauspielern arbeite und legt ihm nahe, diesen Beruf zu erlernen. Torsten Michaelis besucht die Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" von 1983 bis 1987. Von 1984 bis 1989 spielt er am Deutschen Theater in Berlin (Ost), von 1987 bis 1995 am Hans-Otto-Theater in Potsdam. Er spielt auch in vielen Kino- und TV-Produktionen mit. 1989 wirkt er im DEFA-Film Die gestundete Zeit mit. Danach ist er u.a. in Tatorten "Tod auf dem Hochseil", "Wem Ehre gebührt", "Die Salzleiche" und in einigen Polizeiruf 110-Folgen zu sehen. Außerdem auch in der TV-Serie Großstadtrevier und in den Kinofilmen NVA oder Mein Führer. Torsten Michaelis ist der deutsche Synchronsprecher von Wesley Snipes (u.a. in Die Wiege der Sonne). Außerdem synchronisiert er u.a. Matthew McConaughey (U 571), Sean Bean, Chris Tucker, Martin Lawrence, C. Thomas Howell oder James Russo. Außerdem konzentriert er sich zunehmend auf dem Hörbuchmarkt. Bisher las er u.a. die "Tripods"-Trilogie von John Christopher, "Die Insel des Dr. Moreau" von H.G. Wells oder "Troja" von Rosemary Sutcliff. Torsten Michaelis lebt in Berlin.
Überarbeitet am 27.09.2008
Klaus Miedel
(04.07.1915, Berlin - 31.08.2000, Berlin)
Er besucht nach dem Abitur eine Schauspielschule in Köln. Seine erste Theaterstation ist Trier (1934), es folgen Engagements in Krefeld und Frankfurt/Main. Während des Krieges wird Klaus Miedel Soldat. In sowjetischer Kriegsgefangenschaft begründet er 1945 mit Kollegen eine Lagerbühne, die mit dem "Vorspiel auf dem Theater" (Goethe) startet und einen wichtigen Beitrag zur geistigen Verarbeitung der schwierigen Situation leistet. Nach der Entlassung aus der Gefangenschaft kommt Miedel nach Berlin, er spielt an verschiedenen Theatern. Ab 1951 ist Klaus Miedel vor allem am Schiller- bzw. Schloßparktheater in West-Berlin beschäftigt (bis 1980). Seine Kinolaufbahn beginnt Miedel 1949 bei der DEFA. In Die blauen Schwerter spielt er einen griechischen Mönch. Es folgen 1950 bzw. 1951 Auftritte in den DEFA-Produktionen Semmelweis- Retter der Mütter und Das Beil von Wandsbek. Danach sieht man Miedel nur noch in westdeutschen Kinoproduktionen, vornehmlich in leichterer Kost: im Kriminalfilm Die Spur führt nach Berlin (1952) ist er der französische Interpol-Beamte Vernon und in Canaris (1954; Hauptrolle: O.E. Hasse) spielt er den französischen Offizier André. Später sieht man ihn noch in Kurt Hoffmanns Neuverfilmung von Hokuspokus (1966, mit Heinz Rühmann, Liselotte Pulver) und im Wallace-Krimi Der Mann mit der Glasauge (1968). Auch im TV tritt Miedel gelegentlich auf, u.a. in der Serie Drei Damen vom Grill. 1949 beginnt auch die Synchrontätigkeit von Klaus Miedel. Eine seiner ersten Rollen ist Errol Flynn in Der Herr der sieben Meere, hergestellt in den Filmstudios Tempelhof. Danach wird Miedel einer der meistbeschäftigten Synchronschauspieler Deutschlands. Er synchronisiert häufig Dean Martin und Yul Brynner, gelegentlich auch Louis de Funes (u.a. Oscar; Der Gendarm vom Broadway[später: Louis im Land der unbegrenzten Möglichkeiten]), Eli Wallach (Das Superhirn), Martin Balsam (Die Letzten vom Red River; Little Big Man) oder Herbert Lom (u.a. Ein Schuß im Dunkeln).
Überarbeitet am 22.10.2007
Oliver Mink

Foto: Tino Kiessling
(21.09.1963)
Oliver Mink hatte bereits als Kind Auftritte am Theater. So spielte er unter der Regie von George Tabori, Wolfgang Spier oder Hans Hollmann. Auch im Fernsehen war er schon als Kind tätig. Er spielte in Das Klavier (1973), Vorhof zur Wahrheit (1973), später auch in Serien wie Direktion City, Café Wernicke oder Soko 5113. Als Synchronschauspieler ist Oliver Mink auch bereits seit Jahren tätig. Er sprach bislang u.a. für Mark Wahlberg (z.B. Der Sturm; Planet der Affen [2001]; Three Kings), Vincent D'Onofrio (The Cell) oder Charlie O'Connell (Sliders). Neben Hörspielen ist er auch als Sprecher für den TV-Sender Pro 7 tätig. Oliver Mink ist nach einem Motorradunfall seit 1981 querschnittsgelähmt. Er lebt seit einigen Jahren in München und war mit der der Schauspielerin Alexandra Ludwig verheiratet. Er hat eine Tochter.
Neu eingestellt am 17.11.2007
Ulrike Möckel

Foto mit freundlicher
Gehmigung der Agentur Stimmgerecht
(1956)
Ulrike Möckel ist seit 1987 die deutsche Sprecherin ihrer US-Kollegin Meg Ryan (French Kiss; E-mail für Dich; Schlaflos in Seattle; Die Reise ins Ich; Body Switch; Reich und berühmt). Daneben sprach sie auch Elizabeth Perkins (Avalon), Joan Chen (Der letzte Kaiser), Connie Nielsen (Gladiator), Andie McDowell (...und täglich grüßt das Murmeltier). Ulrike Möckel wirkte in dem Kinofilm Schakaladu (1984) und im TV-Film Das Rattennest (1988) mit. Seit 1974 ist sie in ihrem Beruf tätig; ihren Schwerpunkt hat sie dabei auf das Musiktheater gelegt, seit 1981 ist sie auch Synchronschauspielerin.
Lutz Moik

Lutz Moik (links unten)
in Die Schuld des Dr. Homma
(1951)
(10.11.1930, Berlin - 04.07.2002, Berlin)
Lutz Moik spielte schon als Zwölfjähriger neben Werner Hinz und Monika Burg (= Claude Farell) in Meine Herren Söhne. Nach dem Krieg war er in DEFA-Filmen, so im ersten DEFA-Farbfilm Das kalte Herz (1950) zu sehen. Danach spielte er in Westdeutschland, u.a. in Veit Harlans Hanna Amon (1951), mit Heinz Rühmann 1958 in Der Eiserne Gustav oder 1960 in Fabrik der Offiziere. In den 80er Jahren war er kurzzeitig Tatort-Kommissar in Frankfurt. In dieser Zeit erkrankte er an Multiplis Sklerose. 1991 war er letztmalig im Fernsehen zu sehen, zuletzt war er an den Rollstuhl gefesselt. Dennoch widmete er sich der Malerei und hielt Vorlesungen. Moik synchronisierte u.a. Richard Jaeckel in Cowboy, John Saxon (Südwest nach Sonora), James Farentino in Die Normannen kommen oder George Peppard in Als Jim Dolan kam.
Axel Monjé

Axel Monjé (ganz
rechts) mit Willy Birgel, Olga Tschechova und Rudolf Forster (unten)
in Rittmeister Wronski
(1954)
(06.06.1910, Bremerhaven-Geestemünde -18.08.1962, West-Berlin)
Axel Monjés Vater stammt aus dem Rheinland, seine Mutter aus Hannover. Er soll eigentlich Exportkaufmann werden, doch er nimmt lieber Schauspielunterricht. Er wird Komparse am Stadttheater Bremerhaven und geht danach nach Frankfurt/Oder und Elbing, wo er Naturburschen, Liebhaber und Helden spielt. Danach zieht es ihn nach Berlin. Dort tritt er auch erstmals im Film auf: Kornblumenblau, Für die Katz und Falschmünzer heißen seine ersten Filme. Nach dem Krieg holt Intendant Boleslaw Barlog Monjé ans Schloßparktheater, wo er im Schwank "Drei Mann auf einem Pferd" (u.a. mit Hildegard Knef) über 270mal auf der Bühne steht. Später spielt Axel Monjé die Titelrolle in Norbert Schultzes "Käpt'n Bay Bay". Dort hört man den geschulten Bariton Monjé auch singen. Im Kino sieht man Monjé nach dem Krieg zunächst bei der ostdeutschen DEFA; ab Beginn der 1950er Jahre dann im westdeutschen Film. Es sind allerdings nur kleine Rollen, die der bundesdeutsche Film ihm läßt, so tritt er u.a. in Rittmeister Wronski, Canaris (beide 1954), Der 20. Juli (1955) oder in Anastasia (1956) auf. Schon kurz nach dem zweiten Weltkrieg ist Axel Monjé auch im Synchronatelier vielbeschäftigt. Er ist die deutsche Stimme von Errol Flynn in Gentleman Jim, Goldschmuggel nach Virginia, Herr der rauhen Berge oder auch in Gegen alle Flaggen. Er synchronisiert Gregory Peck in Sein größter Bluff und Leslie Howard in Vom Winde verweht. Häufig spricht er auch Musicalstar Howard Keel (Duell in der Manege, Karneval in Texas, Jupiters Liebling) oder den Tenor Mario Lanza (z.B. Serenade oder Arrividerci Roma). In der zweiten Hälfte der 1950er Jahre werden seine Synchronrollen leider kleiner, Hauptrollen sind eher selten. Zu Beginn der 1960er Jahre ist Axel Monjé, dessen Hobby die Astronomie ist, am Theater des Westens in West-Berlin engagiert. In "My Fair Lady" ist er die Zweitbesetzung sowohl für Paul Hubschmid (Prof. Higgins) als auch für Friedrich Schoenfelder (Oberst Pickering). Als Friedrich Schoenfelder am 18. August 1962 wg. Heiserkeit absagt, soll Axel Monjé für ihn einspringen. Doch wenige Minuten nach Beginn der Vorstellung bricht Monjé zusammen. Auf dem Weg ins Krankenhaus stirbt er an einem Herzinfarkt.
Überarbeitet am 28.04.2007
Philipp Moog

Foto mit freundlicher
Genehmigung von Philipp Moog
(28.08.1961, München)
Philipp Moog machte seine Schauspielausbildung am Neighbourhood Playhouse in New York, wo er u.a. Unterricht bei Paul Newmans Ehefrau Joanne Woodward nahm. Einen frühen Kinoauftritt hatte er in Die Libelle (1984, mit Diane Keaton, Klaus Kinski). Nach einer Rolle in Joseph Vilsmaiers Herbstmilch (1988) folgten viele Fernsehrollen in Serien wie Der Landarzt, Die Männer vom K3, Derrick oder Der Alte. Für die ZDF-Serie Sperling, wo er an der Seite von Dieter Pfaff zu sehen ist, verfaßte Moog auch Drehbücher. In der Hollywood-Produktion U 571 (1999) hatte er einen Auftritt als deutscher Soldat. Vielbeschäftigt ist Philipp Moog auch als Synchronschauspieler. Zu seinen Arbeiten gehören hier z. B. Synchronrollen für Orlando Bloom (u.a. Herr der Ringe, Troja, Elizabethtown), Ewan McGregor (u.a. Star Wars, Big Fish), Owen Wilson (u.a. Nachts im Museum), Johnny Depp (Ed Wood) oder Christian Slater (Star Trek VI- das unentdeckte Land).
Neu eingestellt am 10.11.2007
Marianne Mosa

Foto: Privataufnahme
Marianne Mosa war von Mitte der 1950er Jahre bis Ende der 1960er Jahre eine häufig eingesetzte Synchronschauspielerin. Sie war die deutsche Stimme von Claudia Cardinale (Cartouche, der Bandit; Zirkus-Welt), Daniela Bianchi (James Bond- Liebesgrüße aus Moskau), Leslie Caron (Der große Wolf ruft) oder Faye Dunaway (Morgen ist ein neuer Tag). In den letzten Jahren war Marianne Mosa vor allem als Sprecherin in Hörspielen bzw. Hörbüchern aktiv.
Peter Mosbacher

Peter Mosbacher (rechts)
u.a. mit Margit Saad in Peter Voss, der
Millionendieb (1958)
(17.02.1914, Mannheim - 09.10.1977, Starnberger See)
Peter Mosbacher besucht zunächst in seiner Geburtsstadt das Gymnasium, daß er mit dem Abitur abschließt. Mosbacher möchte Rennfahrer werden, nach einem schweren Motorradunfall muß er sein Vorhaben aber aufgeben. Carl Raddatz überredet den ehemaligen Schulkameraden, es einmal mit der Schauspielerei zu versuchen. Mosbacher läßt sich am Mannheimer Konservatorium ausbilden und sammelt erste Bühnenerfahrungen in seiner Geburtsstadt. Theaterengagements in Gießen, Darmstadt und Düsseldorf führen ihn schließlich ans Deutsche Theater in Berlin. Von 1946 gehört er vier Jahre lang dem hamburger Thalia-Theater an, es folgen Auftritte am Schloßpark-Theater und am Schillertheater in Berlin. Ab Ende der 1940er Jahre ist Mosbacher oft auch in Kinofilmen zu sehen. In Das doppelte Lottchen (1950) spielt er erstmals eine Hauptrolle. Später spielt er oft Bösewichter: Schwarze Augen (1951), Romarei- das Mädchen mit den grünen Augen (1958), manchmal auch mit komödiantischen Zügen (Peter Voss, der Millionendieb- 1958). In Falk Harnacks Der 20. Juli (1955) ist er der überzeugte Nazi Major Remer, der zum Mißlingen des Aufstandes beiträgt. In Liane- das Mädchen aus dem Urwald (1956) spielt er einen Tierfänger ungarischer Herkunft. Ab Mitte der 1960er Jahre ist er nur noch selten in Kinoproduktionen zu sehen, öfter dagegen in Fernsehfilmen (z.B. Das Messer, 1971). In den 1950er Jahre spricht er häufig auch Synchronrollen. So Rosanno Brazzi (Vulcano; Toselli-Serenade), Dan Duryea (Winchester 73; Kokain) oder Cornel Wilde (Die größte Schau der Welt; Sturm über Persien). Mosbacher, seit vielen Jahren herzkrank, stirbt am 09. Oktober 1977 in einer Klinik am Starnberger See. Er war verheiratet mit der Kollegin Edith Schneider. Der gemeinsame Sohn Manuel arbeitet als Theaterregisseur.
Kurt Mühlhardt
(11.09.1903, Berlin - Juni 1980)
Kurt Mühlhardt war als Schauspieler, Kabarettist und Sänger tätig. Nachdem er 1931 in einem Kabarett-Kurzfilm zu sehen ist, kann man Mühlhardt 1932 in dem Harry-Piel-Film Der Geheimagent sehen. Großen Erfolg hat Mühlhardt in jenen Jahren vor allem auch als Sänger. Nach dem Krieg wirkt Mühlhardt im Osten Berlins. Er spielt viele Rollen bei der DEFA, u.a. in Die lustigen Weiber von Windsor (1949), Das Beil von Wandsbek (1951) oder Der Fall Gleiwitz (1961). Danach siedelt Mühlhardt in den Westteil der Stadt über. Er spricht viele Synchronrollen, so z. B. Denver Pyle (Das große Rennen rund um die Welt), Martin Gabel (Marnie) oder Herbert F. Nelson (Die Hindenburg).
Richard Münch

Richard Münch in Das
Gasthaus an der Themse (1962)
(10.01.1916 - 05.06.1987)
Richard Münch gehörte lange Jahre zu den meistbeschäftigten Kinoschauspielern in Deutschland. In Frank Wisbars Hunde, wollt ihr ewig leben (1958) war er der Oberst Kesselbach; im Wallace-Film Das Gasthaus an der Themse (1962- Foto) war er Gerichtsmediziner- und der "Hai", der Oberschurke des Films. In den ersten Jerry-Cotton-Filmen spielte er Mr. High, den Vorgesetzten Cottons. Daneben wirkte Münch auch in internationalen Streifen mit, u.a. in Der längste Tag (1962), Die Brücke von Remagen (1968) oder auch in Patton- Rebell in Uniform (1969). Seit 1949 sprach er auch synchron, so z.B. John Wayne in Der schwarze Reiter, Jon Hall in Ali Baba und die vierzig Räuber, Paul Kelly in Ein Mann der Tat oder Philippe Clay in Natalie.
Torsten Münchow

Die Fotos wurden mir von
Torsten Münchow zur Verfügung gestellt
(15.12.1965, West-Berlin)
Torsten Münchow besuchte von 1986 bis 1987 die Saarländische Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Saarbrücken, anschließend die Berufsfachschule für Schauspiel und Musical in Hamburg. 1987 machte er sein Schauspiel-Diplom. Seine Theaterlaufbahn führte ihn u.a. über Memmingen, Lübeck, Zürich, Berlin nach München (u.a. Komödie im Bayerischen Hof). Bei den Festungsspielen in Salzburg spielte er von 2004 bis 2006 den "Jedermann". Torsten Münchow war bislang auch in vielen TV-Serien zu sehen, z. B. in Der Landarzt, Heidi und Erni, Der Alte, Derrick oder Ein Schloß am Wörthersee. TV-Produktionen waren auch die Filme Auf schmalem Grat und Schizo (beides unter der Regie von Erwin Keusch), in denen Torsten Münchow ebenfalls zu sehen war. Im Kino konnte man ihn in Holm Dresslers Keep on Running (1990, mit Thomas Gottschalk) oder in Dirty Sky (2002, von und mit Claude Oliver Rudolph) sehen. Als Synchronschauspieler ist Torsten Münchow seit vielen Jahren im Geschäft. So ist er die deutsche Stimme von Brendan Fraser (u.a. in Ein genialer Freak, Die Mumie 1 & 2, Der stille Amerikaner), Antonio Banderas (u.a. in Das Geisterhaus, Von Liebe und Schatten, Interview mit einem Vampir), Jason Patric (Speed 2), Adam Sandler (Big Daddy) oder auch Matthew McConaughey (Lone Star). Daneben führt er auch Dialogregie und schreibt Dialogbücher. Torsten Münchow, ehemaliger Sänger der Bands "Treibsand" und "Steve Perkins & the Tornados", tritt seit vielen Jahren mit Hans Albers-, Elvis Presley- und anderen Oldieliedern auf. Seine Homepage: http://www.torstenmuenchow.com
Peter Musäus
(12.10. 1939, Königsberg / Ostpreußen [damals Deutsches Reich heute Kaliningrad / Russische Enklave Kaliningrad])
Peter Musäus ist der Sohn von dem Schauspieler Hans Musäus und der Schauspielerin Maria Singer. Er wuchs in Sraßwalchen, Innsbruck, Tübingen und Kassel auf. Nach dem Realgymnasium besuchte er die Schauspielschule im Mozarteum Salzburg. Bereits mit 10 Jahren spielte er Kinderrollen am Tiroler Landestheater Innsbruck und sprach im österreichischen Kinderrundfunk Märchenfiguren. Über Statisterie kam Herr Musäus zum Beruf. Er spielte in: Die schöne blaue Donau (1964) und Die Liebenden von Florenz, sowie in Meister Eder und sein Pumuckl, Tatort, Freitag´s Abend und Kriminaltango mit Erich Hallhuber. Am Theater ist er seit 1961 und spielte z.B. "Lord Ross" in Shakespears "Macbeth", "Valentin" in "Faust" und in "Der Bockerer" mit seiner Mutter Maria Singer. Seit 2000 spielt er regelmäßig am Münchner Kriminaltheater "Blutenburg". Seine erste Synchronrolle hatte Peter Musäus 1973 bei der Bavaria in München: Nackte Kindheit. Seine Stimme lieh er unter anderem: Carl Carlson (Simpsons), Rodney McKay (Manchmal kommen sie wieder), Ray Buktenica (My Girl - Meine erste Liebe) und Ronald Nitschke (Wildgänse 2). Peter Musäus lebt in Kirchheim bei München, ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Überarbeitet am 14.12.2006