
Synchronsprecher Kurzporträts N O
David Nathan

Foto: Helen Krüger, mit
freundlicher Genehmigung von David Nathan
(16.03.1971, Berlin)
David Nathan synchronisiert häufig den US-Schauspieler Johnny Depp (Don Juan de Marco; Blow; Dead Man; Donny Brasco). Er sprach auch für Joaquin Phoenix (Quills), Chris O'Donnell (Die Kammer, Batman forever) oder Matt Dillon (In & Out), insgesamt kommt er seit 1991 auf bislang über 500 Synchronrollen. Der Berliner Schauspieler wirkt auch häufig in Hörspielen mit. Sein Vater ist der (Synchron-)Schauspieler Michael Pan.
Überarbeitet am 02.07.2008
Interview mit Simon Jäger und David Nathan (mit freundlicher Genehmigung von ParnassusMovie World):
Teil 1: http://www.youtube.com/watch?v=xMPjSQBgYgY
Teil 2: http://www.youtube.com/watch?v=S285dCEa1EU
Horst Naumann
![]() Horst Naumann 2009 (Foto: Frank Brenner) |
![]() Horst Naumann (li.) mit Hannes Messemer in Der Transport (1961) |
(17.11.1925, Dresden)
Horst Naumann debütierte 1953 im DEFA-Film Das geheimnisvolle Wrack. Es folgten Hauptrollen in den DEFA-Filmen Carola Lamberti- eine vom Zirkus (1954- mit Stummfilm-Star Henny Porten), Leuchtfeuer (1954), Alter Kahn und junge Liebe (1956- mit dem jungen Götz George). 1958 flüchtete Naumann in den Westen. Der bundesdeutsche Kinofilm hatte für Naumann Nebenrollen zu bieten, so 1958 neben Dieter Eppler und Joachim Fuchsberger in U47-Kapitänleutnant Prien. Marianne Hold war seine Partnerin in Schick deine Frau nicht nach Italien (1960). 1968 spielte er im Jerry-Cotton-Film Todesschüsse am Broadway und neben Curd Jürgens in Der Arzt von St. Pauli. Im Fernsehen wirkte er in der Schwarzwaldklinik mit. Seit einigen Jahren ist er als Schiffsarzt im Traumschiff mit dabei. Zu seinen Synchronrollen gehören Lex Barker (Die Schlangengrube und das Pendel), Julian Glover (In tödlicher Mission), Leslie Nielsen (Stadt in Flammen), Sean Connery (Camelot) oder Pierre Mondy (Ein pikantes Geschenk). Auch am Theater ist Naumann vielbeschäftigt. So war er 2002 im Theater am Kurfürstendamm in Berlin neben Brigitte Grothum und Gunther Philipp zu sehen.
Hartmut Neugebauer

Foto: Helen Krüger, mit
freundlicher Genehmigung von Hartmut Neugebauer
(1941, Zirke/Posen [damals Deutsches Reich heute Sieraków/Polen])
Er ist seit vielen Jahren in der Synchronbranche tätig, nicht nur als Synchronschauspieler, sonder auch als Autor und Regisseur. Er synchronisiert vor allem Gene Hackman (in Münchner Synchros), z.B. in Absolute Power, Crimson Tide, Der Staatsfeind Nr. 1 oder Erbarmungslos. außerdem John Goodman (Roseanne-TV), John Rhys-Davies (Camelot) oder Burt Young (Die Killer-Elite). Neugebauer spielte in den Kinofilmen Engelchen oder die Jungfrau von Bamberg (1968- mit Gila von Weitershausen) oder Geheimcode Wildgänse (1984), übrigens einer westdeutsch/italienischen Co-Produktion in welcher eine Vielzahl der dt. Synchronsprecher-Elite - so z.B. Manfred Lehmann, Thomas Danneberg, Frank Glaubrecht und Wolfgang Pampel, als Schauspieler mitwirkten. Seine Tochter, die Schauspielerin Veronika Aryana Neugebauer, synchronisiert ebenfalls.
Überarbeitet am 07.06.2006
Peter Neusser

Peter Neusser (vorne)
in Mann im Schatten (1961).
Hinten links: Helmuth Lohner
(Peter von Neusser)
(30.06.1932, Wien)
Er machte seine Schauspielausbildung am Wiener Max-Reinhardt-Seminar. In Sissi-Schicksalsjahre einer Königin (1957) war er der ungarische Graf Batthanyi, 1960 spielte er (u.a. mit Klaus Kindler) im Kriegsfilm Division Brandenburg die Hauptrolle. Ein Jahr später war er neben Götz George in Der Teufel spielt Balalaika zu sehen. 17 Jahre lang spielte er den Revierleiter "Rolf Bogner" in Jürgen Rolands ARD-Serie Großstadtrevier. Nach der 17. Staffel der Serie nahm er 2003 Abschied vom Großstadtrevier. Peter Neusser war (als Nachfolger von Arnold Marquis und Horst Schön) der deutsche Sprecher von James Arness in Rauchende Colts. Außerdem synchronisierte er Michael Byrne (Indiana Jones und der letzte Kreuzzug), Frank Adonis (Nicht schuldig) oder Danny Darst (Das Schweigen der Lämmer). Peter Neusser wohnt in Berlin. Er hat vier Kinder.
Franz Nicklisch
(08.03.1906, Hesserode/Harz - 06.12.1975, West-Berlin)
Franz Nicklisch erhielt seine Schauspielausbildung an Max Reinhardts Schauspielschule am Deutschen Theater Berlin. 1928 gab er seine Theaterdebüt in Halle. 1930 bis 1933 spielte er am Deutschen Theater Berlin, 1934/35 am Staatstheater Berlin. 1945-47 war er am Hebbel-Theater Berlin engagiert, danach holte ihn Boleslaw Barlog ans Schloßpark-Theater. Ab 1952 spielte er am Schillertheater. Bereits 1931 stand er neben Willy Fritsch und Lilian Harvey in Der Kongreß tanzt vor der Kamera. Es folgten Auftritte in Filmen wie Morgenrot (1933), Tanz auf dem Vulkan (1938) oder Friedrich Schiller (1940). Nach dem Krieg spielte er in Endstation Liebe (1957) den Vater von Horst Buchholz. Einen letzten Filmauftritt hatte er 1967 in Rheinsberg. Oftmals konnte man seine Stimme in Synchronisationen hören, so Millard Mitchell in Winchester 73, Robert Middleton in An einem Tag wie jeder andere oder Percy Herbert in Die Brücke am Kwai. Eine seiner bekanntesten Synchronrollen war der Kriegsversehrte Harold Russell in Die besten Jahre unseres Lebens.
Hans Nielsen

Hans Nielsen am Anfang
seiner Filmkarriere 1938 mit Olga Tschechova in Rote
Orchideen, mit Luise Ullrich in Nachtwache
(1949) und mit Carsta Löck in Das späte
Mächen (1951)
(Hans Albert Kauffmann)
(30.11.1911, Hamburg -13.10.1965, West-Berlin)
Hans Nielsen wird als unehelicher Sohn von Emilie Becker in Hamburg geboren. Emilie Becker heiratet in erster Ehe den Kaufmann Fritz Heinrich Nielsen; in zweiter Ehe ist sie mit Herrn Kauffmann verheiratet, von diesem wird Hans adoptiert. Hans Albert Kauffmann besucht das Realgymnasium und absolviert auf Wunsch der Eltern eine Kaufmannslehre in einem hamburger Kontor. Danach nimmt er Schauspielunterricht bei Albrecht Schoenhals. Sein Theaterdebüt gibt er, unter dem Namen Hans Nielsen, 1932 an den Hamburger Kammerspielen. Weitere Theaterstationen sind Augsburg, Kiel und Leipzig, ehe er ab 1938 an verschiedenen berliner Bühnen auftritt. 1937 spielt er in Robert A. Stemmles Daphne und der Diplomat seine erste Filmrolle. In Heimat ist er der Partner von Zarah Leander; in Wolfgang Liebeneiners Euthanasie-Drama Ich klage an (1941) ist er der Dr. Höfer. Im später verbotenen Film Titanic (Regie: Herbert Selpin, Werner Klingler; 1943) ist er der deutsche 1. Offizier Petersen, dessen Warnungen bei der als grob fahrlässig gezeichneten britischen Schiffsbesatzung kein Gehör finden. Im Dezember 1945 gründet er das literatische Kabarett "Die Außenseiter"; 1947/48 wird er für Günter Neumanns Revue "Der schwarze Jahrmarkt" verpflichtet. Nielsen wirkt schon bei den ersten Nachkriegs-Filmproduktionen wie Herzkönig oder Käutners In jenen Tagen (1947) mit. Eine seiner besten Leistungen zeigt er in Harald Brauns Nachtwache (1949) als Partner von Luise Ullrich und Dieter Borsche, der mit diesem Film zum Star wird. Im deutschen Unterhaltungsfilm der 1950er und 1960er Jahre fällt Nielsen häufig der Part des gütigen Familienoberhaupts zu. Negativparts wie in Zwischenlandung in Paris(1955) oder Gauner-Serenade (1960) bleiben zunächst die Ausnahme. In Kurt Hoffmanns Fünf unter Verdacht (1950) oder in Die Spur führt nach Berlin (1952) ist er der Ermittler. In Hochzeit auf Immenhof (1956) spielt er den widerborstigen Onkel Pankratz, der am Ende doch sein gutes Herz zeigt. Wiederholt erhält er den Part des engagierten Strafverteidigers (Teufel in Seide; Herz ohne Gnade; Gestehen Sie, Dr. Corda; Kriegsgericht). Ab Anfang der 1960er Jahre ist Nielsen wiederholt in Wallace-Verfilmungen zu sehen, wobei ihm hier auch negative Charaktere zufallen. An der Freien Volksbühne Berlin kann man Nielsen in Rolf Hochhuths "Der Stellvertreter" sehen (1963). Seit Ende der 1940er Jahre gehört Hans Nielsen zu den meistbeschäftigen Synchronsprechern Deutschlands. Er synchronisiert Errol Flynn (Herr des wilden Westens; Der Held von Burma; Die Abenteuer des Don Juan), Tyrone Power (Im Zeichen des Zorro), Trevor Howard (Der dritte Mann, 1949er Synchro), James Stewart (Anatomie eines Mordes) oder Spencer Tracy (Malaya). Hans Nielsen heiratet dreimal: ab 1937 ist er mit Anna Katharina Elisabeth Novian verheiratet, aus der geschiedenen Ehe stammt die Tochter Katrin. Seine zweite Ehefrau Annemarie Giersch bringt einen Sohn in die Ehe mit. Am 18. August 1965 heiratet Hans Nielsen Jutta Jusseit. Zu diesem Zeitpunkt ist er bereits schwer erkrankt. Er wird wg. Rückenbeschwerden ins Krankenhaus eingeliefert, man stellt Leukämie fest. Hans Nielsen stirbt am 13. Oktober 1965 in West-Berlin.
Überarbeitet am 26.09.2007
Gert Niemitz
(1911 - 18.06.1967, Hamburg)
Gert Niemitz war -vor allem in den 1950er Jahren - ein vielbeschäftigter Synchronschauspieler in Hamburg. Eine seiner bekanntesten Synchronrollen war Peter Sellers in Ladykillers. Außerdem Donald Pleasence (Das schwarze Zelt), Cyril Cusack (Eine Frau kommt an Bord; Der spanischer Gärtner), mehrfach auch Norman Wisdom (u.a. Ich und die Gräfin; Ich und der Herr Minister). Im Kino spielte Gert Niemitz in Lockende Sterne (1952, mit Rudolf Prack), Die Ehe des Dr. med. Danwitz (1956, mit Karlheinz Böhm, Marianne Koch) oder Gefährdete Mädchen (1958). In Kurt Hoffmanns Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull (1957) war er der Vater des Titelhelden (Horst Buchholz). Im Fernsehen sah man Gert Niemitz u.a. in Gestatten, mein Name ist Cox (TV-Serie mit Günter Pfitzmann).
Horst Niendorf
(31.08.1926, Piesteritz/Wittenberg - 17.06.1999, Spanien)
Horst Niendorf war über 40 Jahre eine der beliebtesten Synchronstimmen (über 500 Filme). Lang ist die Liste der Stars, denen er seine Stimme lieh: Burt Lancaster, Lex Barker, James Stewart, James Cagney, John Gavin, Stephen Boyd, James Garner, George Kennedy, Robert Mitchum, Kirk Douglas, Marlon Brando, Robert Shaw u.v.a. Niendorf leitete von 1981 bis 1994 das Berliner Hansa-Theater. Er war im TV in der Serie Fußballtrainer Wulff (1972) in der Titelrolle zu sehen. Im Kino wirkte er u.a. in Die letzten drei der Albatross (1965) mit.
Timmo Niesner

Foto mit freundlicher
Genehmigung von Timmo Niesner
(05.11.1971, Berlin/West)
Timmo Niesner spielte schon als Kind in der TV-Serie Ich heirate eine Familie an der Seite von Thekla Carola Wied und Peter Weck. Später war er u.a. in den TV-Serien Ein Fall für zwei oder Gute Zeiten- schlechte Zeiten zu sehen. Als Synchronschauspieler ist Timmo Niesner die deutsche Stimme von Elijah Wood (u.a. Herr der Ringe; Hooligans), Peter Sarsgaard (u.a. Flight Plan; Der verbotene Schlüssel) oder Tom Welling (u.a. Im Dutzend billiger). Außerdem Henry Thomas (E.T.- der Außerirdische; Legenden der Leidenschaft) oder auch Noah Hathaway (Die unendliche Geschichte).
Neu eingestellt am 10.11.2007
Walter Niklaus
(08.06.1925, Köln)
Walter Niklaus absolvierte 1951 die Schauspielschule in Erfurt. Er wurde Schauspieler, später Oberspielleiter am Cottbuser Theater. Weitere Theaterstationen als Schauspieldirektor waren Schwerin und Erfurt. Als Gastregisseur wirkte er u.a. am Schauspielhaus Leipzig, am Nationaltheater Weimar oder am Metropoltheater in Berlin. Seit 1978 inszeniert er regelmäßig an der Staatsoperette Dresden (u.a. "Evita", 1987, oder "Gigi", 1995). Von 1964 bis 1990 war er Leitender Regisseur der Hörspielproduktionen am Leipziger Funkhaus. 1983 erhielt er den Regiepreis der Hörspielkritik. Walter Niklaus spielte in der DEFA-Kinoproduktion Ernst Thälmann- Führer seiner Klasse (1954; Regie: Kurt Maetzig). 1991 war er in der TV-Produktion Mein Bruder, der Clown zu sehen. Als Synchronschauspieler ist Niklaus vor allem als deutsche Stimme von Basil Rathbone in der Sherlock Holmes-Serie bekannt geworden. Er synchronisierte Rathbone sowohl in DEFA-Synchros als auch nach der Wende in hamburger Synchronfassungen.
Ruth Nimbach
(15.09.1918, Berlin)
Ruth Nimbach sprach ihre italienische Kollegin Giulietta Masina in dem Klassiker La Strada (1954) sowie in Die Nächte der Cabiria (1957). Im James-Stewart-Film Geliebte Brigitte (1964) sprach sie die Rolle der Hauptdarstellerin Glynis Johns.Sie spielte 1937 in Fanny Eisler ihre erste Kinorolle. Ihr nächster Film, Legion Condor (1939), wurde nicht fertiggestellt. Nach dem Krieg spielte sie Rollen in Fahrt ins Glück (1948), Stips (1951), Die Spur führt nach Berlin (1952), Emil und die Detektive (1954), Der eiserne Gustav (1958) oder in Eheinstitut Aurora (1961). Im TV konnte man sie in Tadellöser und Wolff (1975) oder Diese Drombuschs sehen.
Hans Nitschke
(30.03.1930, Guben)
Er besucht zunächst die Schauspielschule Schatte in Guben. Danach spielt er u.a. in Guben und Berlin (Renaissance-Theater; Hansa-Theater; Theater am Ku'damm; Hebbeltheater). Den Fernsehzuschauern dürfte er als Assistent von Heinz Drache in einigen Berliner Tatort-Folgen bekannt sein. Als Synchronschauspieler arbeitet Nitschke seit vielen Jahren, meist in Nebenrollen: Paul Fix (Geier kennen kein Erbarmen), Dennis Hopper (Rumble Fish), Brock Peters (Die Tollkühnen), Henry "Harry" Morgan (TV-Serie M.A.S.H.). Nitschke gibt als Hobby "alle Sportarten" an.
Ronald Nitschke

Foto mit freundlicher
Gehmigung der Agentur Stimmgerecht
(10.08.1950, West-Berlin)
Ronald Nitschke spielt schon als Jugendlicher eine Rolle in der Fernsehserie Die Bräute meiner Söhne (1965- mit Ilse Werner und Frank Glaubrecht- Foto oben!). Seitdem ist er Stammgast in TV-Filmen und Serien, wie Praxis Bülowbogen, Haus am See, Die Botschafterin, Alarmcode 112 oder Baby Jennifer. Im Kino spielt Ronald Nitschke auch in internationalen Produktionen wie Gotcha (1985), Wildgänse II (1985) als mißtrauischen DDR-Grenzer oder Wim Wenders In weiter Ferne so nah (1992). Seine Theaterlaufbahn führt ihn an verschiedene Berliner Bühnen wie z.B. dem Renaissance-Theater, den Kammerspielen, dem Hansa Theater, dem Theater am Kurfürstendamm oder an die Tribüne. Seit einigen Jahren ist Nitschke, der auch Synchronbücher schreibt und Synchronregie führt, die deutsche Stimme von Tommy Lee Jones. Außerdem synchronisierte er Bruce Willis (Der Tod steht ihr gut; Das Model und der Schnüffler-TV), Matt Dillon (Die Outsider) oder Samuel L. Jackson (Jurassic Park). Seit 2004 kann man Nitschke als Cowboyhut tragenden Frontmann einer Verkäufertruppe, in unterschiedlichen TV-Werbespots einer großen, deutschen Unterhaltungselektronik-Marktkette sehen.
Überarbeitet am 23.06.2006
Eleonore Noelle
(30.01.1924, Lüdenscheid - 03.03.2004, Stockdorf)
Eleonore Noelle besuchte die Schauspielschule des Deutschen Theaters in Berlin und debütierte in Schneidemühl. Weitere Theaterstationen waren München und Frankfurt/Main. Im Fernsehen war Eleonore Noelle nur selten zu sehen; Nachtasyl (1959) oder eine Folge der Krimiserie Der Alte (1977) gehören dazu. Stattdessen gehörte sie zu den meistbeschäfigten Synchronschauspielerinnen Deutschlands. Sie sprach mehrfach Ingrid Bergman (Europa 51, Ich kämpfe um dich, Anastasia) oder Grace Kelly (Ein Mädchen vom Lande; Bei Anruf Mord; Die Brücken von Toko-Ri). Außerdem Lana Turner (Stadt der Illusionen), Ingrid Thulin (Das Schweigen), Jeanne Moreau (Fahrstuhl zum Schafott), Marlene Dietrich (Urteil von Nürnberg), Anne Bancroft (Licht im Dunkel) oder Vera Miles (Der falsche Mann). Eleonore Noelle war verheiratet mit Wolfgang Büttner (siehe Bild!).
Engelbert von Nordhausen

Foto mit freundlicher
Gehmigung der Agentur Stimmgerecht
(02.01.1948, Schmölln)
Engelbert von Nordhausen ist seit vielen Jahren im Synchrongeschäft aktiv. Mehrfach hat er (Im Wechsel mit Hartmut Neugebauer und Klaus Sonnenschein) Gene Hackman synchronisiert, u.a. in BAT 21, Der Harte und er Zarte, Freiwurf, Schneller als der Tod. Außerdem Samuel L. Jackson (Shaft), Jon Voight (Anaconda) oder Jean Marais (Die Prinzessin von Cleve). Er führt auch Synchronregie (u.a. Serie Office Girl). Engelbert von Nordhausen war im Kino u.a. in Kein Reihenhaus für Robin Hood zu sehen.
Katja Nottke

Foto: Tino Kiessling
(1958, andere Quelle: 1960)
Katja Nottke gehört zu den meistbeschäftigten Synchronsprecherinnen Deutschlands. Sie ist Standardsprecherin von Michelle Pfeiffer; daneben leiht sie auch Demi Moore (Nicht schuldig, Eine Frage der Ehre), Sharon Stone (Sliver), Rene Russo, Melanie Griffith oder Mary-Louise Parker ihre Stimme. Katja Nottke ist eine erfolgreiche Bühnenschauspielerin und Sängerin. Sie stellte auf der Bühne u.a. Marlene Dietrich, Edith Piaf, Zarah Leander oder Judy Garland dar. Katja Nottke war u.a. in der TV-Serie Molle mit Korn zu sehen. Ihr Vater Joachim Nottke war ebenfalls als Synchronsprecher tätig.
Joachim Nottke
(03.12.1928-17.06.1998, Berlin)
Joachim Nottke synchronisierte u.a. Pat Morita (Karate Kid), Jason Robarts (Philadelphia), Robert Mitchum (Kap der Angst), Jean Pierre Aumont (Die Katze jagt die Maus) oder Arthur Kennedy (Die phantastische Reise). Außerdem hat Joachim Nottke unzählige Filmtrailer, vor allem in den 1960er Jahren, eingesprochen. Daneben schrieb Nottke (zusammen mit Karlheinz Knuth) auch Drehbücher für einige berliner Tatort-Folgen (Fluppys Masche). Joachim Nottkes Tochter Katja ist die deutsche Stimme von Michelle Pfeiffer. Er war verheiratet mit Maria Axt.
Überarbeitet am 12.11.2007
Dr. Michael Nowka

Foto: Elisabeth von Glasenapp,
mit freundlicher Genehmigung von Dr. Michael Nowka
(10.03.1952, Berlin)
Michael Nowka, ein Neffe der Schauspielerin Grethe Weiser, hatte schon als Jungendlicher erste Auftritte in TV-Filmen wie Stadtpark (1963) oder Serien wie Till, der Junge von nebenan (u.a. mit Ilja Richter). In Sam Peckinpahs Steiner- das Eiserne Kreuz (1977) spielte er den jungen Soldaten Dietz. Seit vielen Jahren arbeitet Dr. Nowka vor allem im Synchronatelier. Er lieh u.a. Michael Palin (Ein Fisch namen Wanda; Der Sinn des Lebens), Rick Moranis (Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft, Ghostbusters), Michael Dudikoff (American Fighter), Jackie Chan (u.a. Hard To Die; Superfighter). Gefragt ist Dr. Michael Nowka auch als Synchronautor und -regisseur: Shrek, Jurassic Park 3 oder The Rock zählen hier zu seinen Arbeiten.
Überarbeitet am 01.05.2009
Erik Ode
(Fritz Erik Signy Odemar)
(06.11.1910, Berlin - 19.07.1983, Weißbach/ Tegernsee)
Erik Ode ist der Sohn des Schauspielerehepaares Fritz Odemar und Erika Nymgau. 1928 steht er erstmals auf der Theaterbühne. Nachdem er 1923 als Schüler im Stummfilm I.N.R.I. mitgewirkt hatte (Regie: Robert Wiene), spielt er ab 1930 Nebenrollen beim Film (F.P. 1 antwortet nicht; 1932). Er arbeitet auch in den Paramount-Studios in Joinville und ist 1936 einer der Kandidaten für die Synchronisation von Stan Laurel (die Rolle geht an Walter Bluhm). 1933 wird er als Nachfolger des emigrierten Max Hansen ans Berliner Metropol-Theater verpflichtet, 1939 holt ihn Alexander Golling ans Münchner Staatsschauspiel. Kurz vor Kriegsende zur Wehrmacht eingezogen, wird er im Frühjahr 1945 im Lager Fürstenwalde interniert. Nach dem Krieg spielt er wieder Theater in Berlin und führt beim NWDR in Hamburg Hörspielregie. In den 1950er Jahren wendet sich Ode der Spielfilmregie zu. Unter seiner Leitung entstehen Filme mit Peter Alexander (Liebe, Jazz und Übermut), Caterina Valente (...und abends in die Scala) oder Vico Torriani (Schlager-Raketen). Für das MGM-Synchronstudio in West-Berlin führt er in jenen Jahren auch Synchronregie und agiert als Synchronsprecher für Fred Astaire, Gene Kelly, Bing Crosby und Cary Grant. In den 1960er Jahren führt er bei Fernsehspielen Regie und agiert als Schauspieler auch wieder vor der Kamera (Das Kriminalmuseum). 1968 dann wird er mit der ZDF-Krimiserie Der Kommissar (97 Folgen bis 1975) zum TV-Star. Nach Beendigung des Kommissars spielt er u.a. noch in der Krimiserie Sonne, Wein und harte Nüsse (ARD 1978-80) mit. 1982 zieht er sich nach einem Schwächeanfall auf der Bühne eines Münchner Theaters aus dem Berufsleben zurück. Er war seit 1942 mit der Schauspielerin Hilde Volk verheiratet und stirbt am 19. Juli 1983 in Weißbach/ Tegernsee.
Jan Odle

Foto mit freundlicher
Gehmigung der Agentur Stimmgerecht
(Ian Odle)
(1964)
Jan Odle ist, bis auf wenige Ausnahmen, die "deutsche Stimme" von Will Smith (Men in Black I & II; Wild Wild West; Der Staatsfeind Nr. 1; Der Prinz von Bel Air-TV). Weitere Synchronrollen: Keanu Reeves (Der Prinz von Pennsylvania), Chris Rock (Lethal Weapon IV), Jackie Chan (Wooden Man) oder Erik Estrada (Chips-TV).
Edgar Ott
(02.07.1929, Berlin-Dahlem - 13.02.1994, Berlin)
Ott spielte ab Mitte der 50er Jahre an Berliner Theatern. 1958 begann er seine Synchronsprechertätigkeit in über 600 Filmen. Am bekanntesten dürfte er als Sprecher von Telly Savalas sein (Kojak- Einsatz in Manhattan), Er hat aber auch Lino Ventura in seinen letzten Filmen (als Nachfolger von Arnold Marquis) synchronisiert (Das Verhör; Der Rammbock). Desweiteren sprach er u.a. Lloyd Bridges (Hot Shots) oder Philippe Noiret (Drei Brüder). In der TV-Serie Tennisschläger und Kanonen (später Tennis lieber als Kanonen [Original I Spy]) sprach er Bill Cosby. Daneben sprach er viele Rollen für die Kinder: "Balu" in Das Dschungelbuch, das "Krümelmonster" in der Sesamstraße , Benjamin Blümchen und einige Male "Obelix". Im TV war er in der ARD-Vorabendserie Kommissariat 9 (1974) zu sehen. Im Kino war er u.a. in Der 20. Juli (1955) zu sehen.
Überarbeitet am 12.12.2006