
Synchronsprecher Kurzporträts S
Horst Sachtleben
(24.09.1930, Berlin)
Horst Sachtleben arbeitet seit den 1960er Jahren als Synchronschauspieler. Zu seinen Rollen gehören Woody Allen in Casino Royale, Bill Daily in der TV-Serie Bezaubernde Jeannie (ZDF-Synchro), Terry-Thomas (Die total verrückte Büroparty) und vor allem Peter Falk als Inspektor Columbo (neue RTL-Synchros). Sachtleben, auch am Theater beschäftigt, spielte in den Kinofilmen Das Spinnennetz (1989), Rosamunde (1990) oder Jenseits der Stille (1996). Horst Sachtleben ist verheiratet mit Pia Hänggi.
Lu Säuberlich
(09.11.1911, Bremen - 05.08.1976, Berlin)
Lu Säuberlich synchronisierte schon in den 30er Jahren (u.a. Joan Crawford). Nach dem Krieg sprach sie für Linda Darnell (Die Ungetreue), Wendy Hiller (Söhne & Liebhaber) oder Dolores del Rio (Befehl des Gewissens). Lu Säuberlich war als Theaterschauspielerin vor allem in Berlin tätig (u.a. Hebbel-Theater). Im Kino war sie in Das Mädchen Juanita (1945), Bumerang (1959) oder Neues vom Hexer (1965) zu sehen.
Kerstin Sanders-Dornseif

Foto mit freundlicher
Gehmigung der Agentur Stimmgerecht
(17.06.1943, Schwerin)
Kerstin Sanders-Dornseif ist die deutsche Stimme von Susan Sarandon, Barbara Hershey oder Dianne West. Auch Glenn Close (101 Dalmatiner) hat sie öfters gesprochen. Daneben hat sie auch Claudia Cardinale, Faye Dunaway oder Catherine Deneuve synchronisiert. Im Theater ist Kerstin Sanders-Dornseif u.a. in den Musicals Cabaret oder My Fair Lady aufgetreten. Kerstin Sanders-Dornseif ist Mitte der 1980er Jahre aus der DDR in die Bundesrepublik übergesiedelt.
Überarbeitet am 12.12.2006
Wolfram Schaerf
(29.06.1922, Berlin - 24.04.1992, Hamburg)
Wolfram Schaerf machte seine Schauspielausbildung am Stadttheater in Wernigerode. Von 1953 bis 1961 hatte er Engagements in Ost-Berlin. 1961 ging Schaerf in die Bundesrepublik und spielte in West-Berlin, Frankfurt/M. und Hamburg Theater. Seine bekannteste TV-Rolle war sicherlich Die Gentlemen bitten zur Kasse (1966), wo er einen der Posträuber spielte. 1968 war er im Mehrteiler Ein Mann namens Harry Brent zu sehen, später auch in der Schwarzwaldklinik. Er spielte in Viscontis Ludwig (1972) und in Frühling auf Immenhof (1974). Seine bekannteste Synchronrolle war John Hillerman in Magnum (ARD-Synchro). Außerdem sprach er Reg Parton (Die gesetzlosen 3) oder auch Robert Vaughn.
Frank Schaff

Foto: Helen Krüger, mit
freundlicher Genehmigung von Frank Schaff
(Frank Schaff-Langhans)
(18.10.1965, Berlin)
Frank Schaff war schon als Kind im Hörspielbereich tätig (u.a. "Bibi Blocksberg", "Benjamin Blümchen"). Seitdem hat er auch im Synchronatelier vielen Kollegen die Stimme geliehen. Eine Auswahl: Joseph Fiennes (Elizabeth; Shakespeare in Love; Der Kaufmann von Venedig), Ethan Hawke (Before Sunrise; Schnee, der auf Zedern fällt), River Phoenix (Sneakers- die Lautlosen), Tom Cruise (Jerry Maguire- Spiel des Lebens) oder auch Michael J. Fox (Die Verdammten des Krieges). Er ist auch als Dialogbuchautor (u.a. Eyes Wide Shut; Das Geisterhaus; Verlockende Falle) und als Dialogregisseur (James Bond- Casino Royale; Harry-Potter-Filme) tätig.
Neu eingestellt am 16.02.2008
Erich Schellow

Erich Schellow (unten
Mitte) mit (v.l.) Hannelore Schroth, Heinz Rühmann und Martin
Held in Der Hauptmann von Köpenick
(1956)
(27.02.1915, Berlin - 25.11.1995, Berlin)
Erich Schellow wurde in seiner Heimatstadt zum Schauspieler ausgebildet und debütierte in Hamburg. 1941 bis 1944 spielte er unter Gustaf Gründgens in Berlin Theater und kehrte nach dem Krieg kurzfristig nach Berlin zurück. 1948 holte ihn Boleslaw Barlog an berliner Schillertheater, dem er 45 Jahre lang die Treue hielt. Gelegentlich spielte er auch in Kinofilmen; 1954 neben O.W. Fischer und Ruth Leuwerik in Bildnis einer Unbekannten oder 1956 mit Hans Albers in Vor Sonnenuntergang. Unter Helmut Käutners Regie spielte er 1956 in Der Hauptmann von Köpenick. Als Synchronschauspieler sprach er u.a. Mel Ferrer in Krieg und Frieden, Rex Harrison in Mitternachtsspitzen oder Peter Cushing in Dracula (1958). 1993 erlitt Schellow einen schweren Schlaganfall, an dessen Folgen er 1995 verstarb.
Udo Schenk

Foto: Helen Krüger
(11.04.1953, Wittenberge)
Schenk stammt aus der ehemaligen DDR und studierte an der Theaterhochschule Leipzig. 1975- 1985 gehörte er zum Ensemble des Maxim-Gorki-Theaters in Ostberlin. Danach ging er in den Westen und wurde ein vielbeschäftigter TV- und Filmschauspieler (Nathalie- Endstation Babystrich; Deutschlandspiel; Die Akte Salzmann- daneben viele Auftritte in Der Alte; Derrick; Tatort; Polizeiruf 110). Schenk ist meistens die deutsche Stimme von Ray Liotta (Copland). Er spricht aber auch Gary Oldman (Air Force One) oder Ralph Fiennes (Der englische Patient). Weitere Synchronrollen waren u.a. Daniel Day Lewis (Zeit der Unschuld), Kevin Bacon (Ein Frage der Ehre) oder William Fichtner (Armageddon). Udo Schenk ist mit der Kollegin Marina Krogull verheiratet.
Peter Schiff
(27.06.1923 [andere Quelle: 1924], Neustrelitz)
Peter Schiff hatte nach seiner Ausbildung bei Marlise Ludwig in Berlin seinen Einstand 1951 am Theater in Graz. Danach hatte er Engagements an verschiedenen Berliner Bühnen (u.a. Theater am Kurfürstendamm). Seitdem ist Schiff oftmals in Kino oder TV zu sehen (Drei Damen vom Grill; Ein Mann will nach oben). Er synchronisierte Van Johnson in Damals in Paris, Harry Carey jr. (Der schwarze Falke) oder Ralph Meeker in Das dreckige Dutzend. Nach Gerd Martienzens Erkrankung wurde er dessen Nachfolger als deutsche Stimme von Louis de Funès.
Claudia Schmidt

Das Foto wurde mir von Claudia
Schmidt zur Verfügung gestellt
(12.05.1967)
Claudia Schmidt machte ihre Schauspielausbildung auf der Freiburger Schauspielschule (1992-1996). Es folgten u.a. Theaterengagements in Reutlingen, Zürich, Basel, Freiburg, Würzburg und in München. Auch im TV konnte man Claudia Schmidt sehen, u.a. in Aktenzeichen XY ungelöst, Hausmeister Krause, Marienhof oder Sturm der Liebe. Daneben arbeitet Claudia Schmidt als Moderatorin und macht Hörbücher. Als Synchronschauspielerin lieh sie bislang u.a. Marlee Matlin (What the Bleep Do We (K)now?), Kelly Snook (Aliens der Meere), Nathalie Dorval (La Vie en Rose) oder Donna Soares in der TV-Serie Stargate: Atlantis ihre Stimme.
Neu eingestellt am 22.02.2010
Peer Schmidt

Peer Schmidt (re.) mit
(v.l.) Bibi Johns, Wolfgang Wahl und Herta Staal in Die
Rosel vom Schwarzwald (1956)
(11.03.1926, Erfurt - 08.05.2010, Berlin)
Peer Schmidt wächst in Erfurt und Berlin auf. Sein Schauspielunterricht an den Staatlichen Schauspielbühnen Berlins wird vom Kriegsdienst unterbrochen. Nach dem Krieg Bühnenlaufbahn in Berlin, Düsseldorf (Gründgens), Frankfurt, München und Zürich. Ab 1953 spielt er auch in Kinofilmen mit; meist in Nebenrollen. Er spielt neben Paul Hubschmid und Inge Egger in Glückliche Reise (1954), in Mein Leopold (1955) ist er der Sohn Paul Hörbigers, der seinen Vater in den Ruin treibt (eine seiner wenigen Rollen mit negativem Charakter) und in Der Stern von Afrika (1956/57) stirbt er den Fliegertod. 1968 wirkt er neben Tony Curtis und Gert Fröbe in einer internationalen Produktion mit: Monte Carlo Rallye. Schön früh wendet sich Peer Schmidt der Synchronisation zu: er sprach mehrmals den französischen Frauenschwarm Gérard Philipe (Die Kartause von Parma; Der Pakt mit dem Teufel; Das Spiel war sein Fluch). Den jungen Marlon Brando spricht er in Endstation Sehnsucht und Rod Taylor in Die Zeitmaschine (1959). Am bekanntesten ist aber seine Synchrontätigkeit für Jean-Paul Belmondo, den er von 1959 (Außer Atem) bis Mitte der 1970er Jahre häufig spricht. Schmidt, seit 1966 mit seiner Kollegin Helga Schlack verheiratet, ist im Fernsehen u.a. in den Serien Der kleine Doktor (ZDF 1973) oder Café Wernicke (ARD 1978) zu sehen. Am 08. Mai 2010 stirbt Peer Schmidt nach längerer Krankheit in einer berliner Klinik.
Überarbeitet am 26.05.2010
Gerrit Schmidt-Foss

Foto: Tino Kiessling
(15.09.1975, Berlin)
Gerrit Schmidt-Foss hatte schon als Kind erste Auftritte in Kino und Fernsehen. Im Loriot-Film Pappa Ante Portas (1990) spielte er dessen Sohn. Häufig wirkt er auch in Fernsehserien und -filmen mit, wie z.B. Tierarzt Dr. Engel, Für alle Fälle Stefanie oder Der Landarzt. Gerrit Schmidt-Foss ist der deutsche Sprecher von Leonardo deCaprio (Titanic, The Beach). Außerdem hat er u.a. Jude Law in Liebe auf den ersten Schrei synchronisiert. Seine Brüder Dennis und Florian sind ebenfalls (Synchron-)Schauspieler.
Tilo Schmitz

Foto: Tino Kiessling
(1959, Radebeul)
Tilo Schmitz studierte von 1982 bis 1986 an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Ost-Berlin. Danach war er bis 1989 am Staatstheater Cottbus beschäftigt. Seit 1989 arbeitet Tilo Schmitz als freiberuflicher Schauspieler in Berlin. Er ist vor allem als Synchronschauspieler tätig, aber auch Sprecher bei den TV-Sendern SAT1 und N24. Regelmäßig spricht Tilo Schmitz seine US-Kollegen Ving Rhames (u.a. Mission Impossible 1-3; Pulp Fiction; Out of Sight; Dawn of the Dead) oder Michael Clarke Duncan (Armageddon; Planet der Affen [2001]; The Scorpion King; Die Insel). Außerdem hat er bislang u.a. Ron Perlman (u.a. Alien- die Wiedergeburt), Keith David (u.a. Riddick- Chroniken eines Kriegers) oder auch Gerald Butler (300) seine Stimme geliehen. Seine Homepage: www.tiloschmitz.de
Neu eingestellt am 17.11.2007
Edith Schneider

Foto: Gerhard Rühr
(16.07.1919, Bochum)
Edith Schneider machte ihre Schauspielausbildung an der Folkwang-Schule in Essen. 1939 spielte sie am Düsseldorfer Schauspielhaus, nach dem Krieg spielte sie in Berlin (Deutsches Theater), Hamburg (Thalia Theater), (West-)Berlin (Schiller/ Schloßparktheater). 1977 ging sie an das Bayerische Staatsschauspiel in München. Die von Walter Koppel und Gyula Trebitsch gegründete Real-Film in Hamburg engagierte Edith Schneider für die weibliche Hauptrolle in den Filmen Arche Nora (1948) und Finale (1949). Danach folgten überwiegend kleinere Filmrollen. In Ferien vom Ich war sie die recht einsilbige, Schreibmaschine tippende Sekretärin von Rudolf Prack ("Jaaa"...."Neeiiin"), im Wallace-Krimi Im Banne des Unheimlichen (1968) war sie "Professor Bound", eine Dame die sich mit Giften besonders gut auskennt. Später war Edith Schneider in TV-Krimis wie Derrick oder Der Alte zu sehen. Mit ihrem Engagement an Berliner Bühnen begann 1950 auch eine langjährige, erfolgreich Synchrontätigkeit. Mehrfach sprach sie Jean Peters und Ginger Rogers. Ihre erste "feste" Synchronbeziehung hatte sie mit Ava Gardner. U.a. war sie in Mississippi-Melodie, Schnee am Kilimandscharo, Mogambo, Knotenpunkt Bhowani oder in Zwischen Madrid und Paris die Stimme der "schönsten Frau der Welt" (wie Ava Gardner damals genannt wurde). 1956 sprach sie erstmals für Doris Day in Der Mann, der zuviel wußte. Danach war sie fast immer die deutsche Stimme der US-Schauspielerin. Später sprach sie im TV für Jane Wyman (Serie Falcon Crest) oder nach dem Tod Inge Landguts für Barbara Bel Geddes (Dallas). Edith Schneider war mit dem Schauspieler Peter Mosbacher verheiratet (1 Sohn).
Überarbeitet am 05.11.2008
Siegmar Schneider
(10.12.1916, Berlin-Zehlendorf - 09.02.1995, München)
Siegmar Schneider besucht nach bestandenem Abitur von 1935 bis 1937 die Ackermannsche Ausbildungsanstalt für Bühnennachwuchs in Berlin. Ab 1939 spielt er Theater in Stuttgart und 1942 bis 1945 am Wiener Burgtheater. Nach dem Krieg wirkt er zunächst in Göttingen am Deutschen Theater (bis 1947), danach in Berlin (Schillertheater). 1963 wird Siegmar Schneider für seine Verdienste zum Berliner Staatsschauspieler ernannt. Schon 1936 dreht er seine ersten Kinofilme: Soldaten-Kameraden und Annemarie (mit Gisela Uhlen). Bei der DEFA dreht er nach dem Krieg Straßenbekanntschaft (1948, mit Gisela Trowe, Regie: Peter Pewas) und in Slatan Dudows Unser täglich Brot (1949). Er ist in einer der ersten Artur-Brauner-Produktionen zu sehen: Morituri (1948), einem anspruchsvollen Werk, das an den Kinokassen leider keinen Erfolg hatte. In den 1950er Jahren ist er nur gelegentlich im Kino zu sehen: so 1955 in Frucht ohne Liebe (auch Geheimnisse einer Ehe) als Pfarrer und 1957 in Stresemann (wo er den britischen Politiker Sir Austin Chamberlain spielt. 1961 ist er dann noch in der Dürrenmatt-Verfilmung Die Ehe des Herrn Mississippi (mit O.E. Hasse) zu sehen. Danach wirkt Schneider häufiger in TV-Produktionen mit, 1965/66 ist er Chefdramaturg der Abteilung Fernsehspiel beim Südwestfunk in Baden-Baden. Besonders bekannt wird ab 1949 aber Siegmar Schneiders Stimme, denn er wird eine der herausragenden Synchronpersönlichkeiten Deutschlands. Ende 1950 synchronisiert er in Winchester 73 erstmals James Stewart, mit dem ihm in den nächsten 35 Jahren eine lange Synchronpartnerschaft verbindet. Er spricht den US-Star in über 25 Filmen (u.a. Meuterei am Schlangenfluss; Die Glenn-Miller-Story; Das Fenster zum Hof; Der Mann aus Laramie; Der Mann, der zuviel wußte; Vertigo-Aus dem Reich der Toten; Der Mann, der Liberty Valance erschoss oder auch in Der Mann vom großen Fluß. Außerdem spricht er für Henry Fonda (Krieg und Frieden; Stern des Gesetzes), Laurence Olivier (u.a. Mord mit kleinen Fehlern) oder auch Alec Guiness (Adel verpflichtet). Siegmar Schneider stirbt am 09. Februar 1995 in München. Er liegt mit seiner Ehefrau, der Tänzerin Gertrud Wienecke (1908-1990) in Stuttgart begraben.
Überarbeitet am 06.11.2008
Bettina Schön

Foto: Elisabeth von Glasenapp
(Bettina Schön-Wildt)
(1926)
Bettina Schön wächst in Berlin auf. Als 1946 der Intendant Karl-Heinz Martin die Hebbel-Theaterschule gründet (Leitung: Ernst Schröder), spricht Bettina Schön, sie hat keinerlei Schauspielausbildung, vor. Sie wird aufgenommen, arbeitet nebenbei am Hebbeltheater als Statistin. Ihre Rollen werden größer, später wechselt sie nach Göttingen. Schon 1949 hat sie erste Synchronrollen, so Lynn Bari in Adoptiertes Glück und June Duprez in Der Dieb von Bagdad. Bis 1953 synchronisiert sie unzählige Filme, stellvertretend seien hier Synchronrollen für Julie Adams (Meuterei am Schlangenfluss) oder Elizabeth Taylor (Ein Platz an der Sonne; Ivanhoe- der schwarze Ritter) genannt. Nach der Heirat mit ihrem ersten Ehemann geht Bettina Schön 1953 sechs Jahre lang nach Argentinien. Hier spielt sie in Buenos Aires an der "Freien deutschen Bühne", einer Emigrantenbühne, Theater. Nach dem Scheitern ihrer Ehe kehrt sie 1959 nach Deutschland in ihre Heimatstadt Berlin zurück. Kontakte zu Kollegen wie Carl-Heinz Schroth oder Theo Lingen helfen ihr schnell wieder am Theater Fuß zu fassen. In Berlin lernt sie auch ihren zweiten Ehemann Helmut Wildt kennen, mit dem sie bis zu dessen Tod 2007 verheiratet bleibt. Auch im Synchrongeschäft ist Bettina Schön schnell wieder tätig. Sie spricht u.a. für Glenda Jackson (Maria Stuart), Ava Gardner (Flammender Sommer), Anne Bancroft (Die Göttliche; Sein oder Nichtsein), Jean Seberg (Die Maus, die brüllte), Olympia Dukakis (Mondsüchtig) und auch wieder für Liz Taylor (Mord im Spiegel). 1960 spielt Bettina Schön im kriminalistisch angehauchten Schlagerfilm Das Rätsel der grünen Spinne neben Adrian Hoven, Renate Ewert und Hans von Borsody. Ein Jahr später spielt sie in Wolfgang Liebeneiners Das letzte Kapitel, in dem u.a. Hansjörg Felmy und Karin Baal mitspielen. 1963 sieht man sie in einer Folge der Serie Meine Frau Susanne mit Heidelinde Weis und Claus Biederstaedt, 1977 ist sie im Tatort Feuerzauber (mit Martin Hirthe als Kommissar Schmidt) zu sehen. Eine bekannte Synchronrolle spricht Bettina Schön in der TV-Serie Die Waltons (ab Januar 1975 im ZDF): die Hauptdarstellerin Michael Learned als Mutter Walton. Zu ihren letzten Synchronrollen zählt Maggie Smith in Harry Potter und die Kammer des Schreckens und Harry Potter und der Gefangene von Askaban. 2005 zieht sich Bettina Schön aus ihrem Beruf zurück, da ihr Mann schwer erkrankt ist (Helmut Wildt stirbt am 4. Oktober 2007).
Überarbeitet am 13.05.2008
Elisabeth von Glasenapp im Interview mit Bettina Schön
Horst Schön
(26.12.1926, Berlin)
Horst Schön ist seit Die nackte Kanone die deutsche Stimme des kanadischen Schauspielers Leslie Nielsen. Er hat aber auch Spencer Tracy (TV-Neusynchros) oder Richard Burton (Die Wildgänse kommen) synchronisiert. Horst Schön, Theaterschauspieler in Berlin, stammt aus der ehemaligen DDR und hat dort ua. in den Filmen Meine Stunde Null (1970) oder Apachen (1973) mitgespielt. Im TV u.a. in Berliner Tatort- Krimis zu sehen.
Friedrich Schoenfelder

Friedrich Schoenfelder
mit Hans von Borsody, Marianne Hold und Corny Collins in Wilde
Wasser (1962)

Foto: Elisabeth v. Glasenapp
(17.10.1916, Sorau/ Niederschlesien)
Friedrich Schoenfelder, Sohn eines Architekten, besucht die Schauspielschule des Preußischen Staatstheaters in Berlin; hier gibt er 1936 sein Bühnendebüt. Bis 1939 bleibt er in Berlin, dann folgen die Einberufung zur Wehrmacht und anschließend Kriegsgefangenschaft. 1946 macht Schoenfelder am Württembergischen Staatstheater in Stuttgart einen beruflichen Wiedereinstieg. 1950 am Deutschen Theater in Göttingen beschäftigt, wechselt er 1951 an die Städtischen Bühnen in Frankfurt/M. Dort ist er bis 1958 engagiert, anschließend wechselt er an (West-) Berliner Bühnen. Hier ist er u.a. ab 1961 in "My Fair Lady" (Theater des Westens) zu sehen; vor allem in der Rolle des Pickering, stellvertretend für Paul Hubschmid aber auch in der Hauptrolle des Prof. Higgins. Die Kinolaufbahn Friedrich Schoenfelders beginnt 1948. Er spielt die männliche Hauptrolle im Drama Tragödie einer Leidenschaft. Der Film unter der Regie von Kurt Meisel mit Joana Maria Gorvin in der weiblichen Hauptrolle wird an den Kinokassen allerdings kein besonderer Erfolg. Kurt Hoffmann verpflichtet Schoenfelder dann ein Jahr später für den Kriminalfilm Fünf unter Verdacht (auch: Stadt im Nebel). Hier spielt Schoenfelder einen Lehrer der unter Mordverdacht gerät. 1954, für die Operettenverfilmung Viktoria und ihr Husar (mit Eva Bartok) ändert Schoenfelder seinen Namen dann in "Frank Felder"- was aber eine einmalige Sache bleibt. Danach gibt es für Schoenfelder vor allem Nebenrollen denen Gestalt verleiht: er spielt in Filmen wie Der eiserne Gustav (1958, mit Heinz Rühmann), Menschen im Hotel (1959, mit O.W. Fischer, Heinz Rühmann), Wilde Wasser (1962, mit Marianne Hold) oder auch Krimis wie Die weisse Spinne und Der schwarze Abt (beide 1963). Ab den 1970er Jahren ist Schoenfelder dann in vielen Fernsehfilmen und Fernsehserien zu sehen. Seit Mitte der 1950er Jahre ist er auch im Synchronatelier vielbeschäftigt. Ende der 1950er Jahre wird er häufig für den britischen Schauspieler David Niven als deutsche Stimme eingesetzt. U.a. ist er in Getrennt von Tisch und Bett, Wolken sind überall, Dolche in der Kasbah, Eine Leiche zum Dessert oder Die Seewölfe kommen für Niven zu hören. Er spricht aber auch für James Mason (Lolita; Jesus von Nazareth), Peter Lawford (Der längste Tag; Sturm über Washington), Rex Harrison (u.a. My Fair Lady [natürlich!]; Dr. Doolittle) und auch mehrfach für Vincent Price. Neben der Schauspielerei arbeitet Schoenfelder auch oft für den Rundfunk. Hier spricht er in Hörspielen oder moderiert eigene Sendungen. Friedrich Schoenfelder ist in erster Ehe von 1946 bis zu ihrem Tod 1973 mit der Schauspielerin Dorothee Teelen-Kämmerer verheiratet; aus der Ehe stammen die Söhne Christian und Mario Benedikt. Seit 1979 ist Friedrich Schoenfelder mit der Geschäftsfrau Monika Sperling verheiratet. Er lebt in Berlin.
Überarbeitet am 21.07.2009
Dietmar Schönherr

Dietmar Schönherr mit
Marianne Hold in Schwarzwälder Kirsch
(1958) und mit Vivi Bach in Blonde Fracht
für Sansibar (1965)
( Dietmar Edler von Schönleiten)
(17.05.1926, Innsbruck)
Dietmar Schönherr hatte seinen ersten Kinoauftritt in Alfred Weidenmanns Junge Adler (1944- neben Hardy Krüger). Nach dem Krieg spielte er u.a. in Weiße Hölle Montblanc (1951), ehe ihm in Willy Birgels Melodram Rosenmontag (1955) der Durchbruch gelang. Danach war Schönherr im deutschen Unterhaltungsfilm vielbeschäftigt. So war er u.a.in Made in Germany der Gegenspieler von Carl Raddatz. Aber auch im Komödienfach war er zuhause: Schwarzwälder Kirsch (1958- mit Marianne Hold), Du bist wunderbar (1959- mit Caterina Valente) oder Kohlhiesels Töchter (1962- mit Liselotte Pulver) waren Erfolgsfilme mit Dietmar Schönherr. 1966 wurde er durch die Rolle des Commanders McLane in der Kultserie Raumpatrouille auch beim Fernsehpublikum beliebt. Die TV-Show "Wünsch dir was", die er zusammen mit seiner Ehefrau Vivi Bach moderierte, sorgte für einige "Skandale". In den 70er Jahren war er der erste Talkmaster des deutschen Fernsehens ("Je später der Abend"). Dietmar Schönherr synchronisierte James Dean in Jenseits von Eden, ....denn sie wissen nicht, was sie tun, und in Giganten. Daneben sprach er u.a. auch Audie Murphy in Denen man nicht vergibt oder Steve McQueen in Thomas Crown ist nicht zu fassen.
Edith Schollwer
(12.02.1904, Berlin - 01.10.2002, Berlin)
Edith Schollwer machte ein Gesangsstudium und war ab 1927 als Soubrette an Berliner Bühnen tätig. 1931 drehte sie ihren ersten Spielfilm (Die Firma heiratet), doch war sie bis 1945 im Kino nur selten zu sehen. Nach dem Krieg spielte sie am Hebbel-Theater, ab 1961 am Renaissance-Theater. Populär wurde sie als Mitglied von Günter Neumanns Rundfunk-Kabarett "Die Insulaner", das von 1948 bis 1964 im RIAS gesendet wurde. Sie war auch wieder in Kinofilmen zu sehen (Die Schützenliesel) und spielte später auch im Fernsehen (Die Wicherts von nebenan). Zu ihren Synchronrollen zählen u.a. Angela Lansbury (Tod auf dem Nil), Brenda deBanzie (Happy-End im September) oder Patricia Collinge (Im Schatten des Zweifels).
Manfred Schott
(01.02.1936 - 07.04.1982, München)
Manfred Schott begann seine Theaterlaufbahn in Lübeck. Später ging er nach München und war ab 1967 (Die Reifeprüfung) fast ausschließlich die deutsche Synchronstimme von Dustin Hoffman. Auch Jack Nicholson wurde ab Einer flog über das Kuckucksnest (1976) fast immer von Schott gesprochen. Schott hatte Nicholson schon in Easy Rider (1969) synchronisiert, wurde danach aber von Hansjörg Felmy abgelöst. In Raumschiff Enterprise war er der Synchronsprecher von "Pille" DeForest Kelly. Auch Terence Hill (Freibeuter der Meere;Verflucht, verdammt und Hallelujah) oder US-Schauspieler Bradford Dillman (Die Brücke von Remagen; Dirty Harry 3- der Unerbittliche) wurden von Manfred Schott gesprochen. Neben seiner umfangreichen Synchrontätigkeit war er auch Sprecher beim Bayrischen Rundfunk. Er starb am 7. April 1982 bei einem Autounfall in München.
Überarbeitet am 21.11.2006
Hugo Schrader
(26.07.1902, Frankfurt/Main - 22.02.1993, Berlin)
Hugo Schrader sprach Paddy Fox in den Karl-May-Filmen Unter Geiern, Der Ölprinz und Old Surehand. Außerdem synchronisierte er Peter Lorre im Gruselfilm Der grauenvolle Mr. X. In Das Imperium schlägt zurück und Die Rückkehr der Jedi-Ritter sprach er die Rolle des "Yoda". Hugo Schrader wirkte u.a. im Kinofilm Frau nach Maß (1940) und in der TV-Serie Drei Damen vom Grill mit.
Ernst Schröder

Ernst Schröder (links)
mit Werner Peters, Dawn Addams und Peter van Eyck in Geheimaktion
schwarze Kapelle (1959)
(12.01.1915, Wanne-Eickel - 26.07.1994, Berlin)
Ernst Schröder macht nach dem Abitur eine Schauspielausbildung bei Saladin Schmitt in Bochum. Von 1934 bis 1936 arbeitet er als Bühnenbildner, Schauspieler und Regieassistent am Schauspielhaus Bochum. Nach Stationen in Bielefeld und Kiel kommt er 1938 ans berliner Schillertheater. 1940 hat er einen ersten Filmauftritt in Friedrich Schiller. Es folgen Rollen in den Filmen Ohm Krüger (1941) oder Der große Schatten (1942). Als Soldat im Krieg in Italien in Gefangenschaft geraten, kommt er 1945 nach Berlin zurück. Er beginnt am Hebbeltheater und setzt seine Theaterlaufbahn an verschiedenen Bühnen in Berlin, München und Zürich fort. Seit 1949 (Der Ruf) steht er auch wieder vor der Filmkamera. In Falk Harnacks Der 20. Juli (1955) verfolgt er als Nazi-Obergruppenführer mit unerbittlicher Härte die Mitglieder des Kreisauer Kreises. Und in Stresemann (1957) spielt er die Hauptrolle des ehemaligen Reichsaußenministers. Seit Anfang der 50er Jahre spricht Schröder auch synchron; anfangs sind es kleinere Rollen (Peter Ortiz in Rio Grande), dann Hauptrollen wie James Cagney (Jeremy Rodack; Tyrannische Liebe) oder Spencer Tracy (Stadt in Angst). Nach 1960 spielt er nur noch selten in Kinofilmen, gelegentlich tritt er im Fernsehen auf (Derrick; Der Alte). 1975 zieht er sich, von gelegentlichen Fernsehauftritten abgesehen, in die Toskana zurück. Hier muß er einen schweren Schicksalsschlag, den Selbstmord seiner Tochter Christiane, verwinden. Ernst Schröder, auch als Maler, Bildhauer und Schriftsteller tätig, ist zweimal verheiratet und hat drei Kinder. Am 26. Juli 1994 nimmt sich Ernst Schröder in einem berliner Krankenhaus das Leben.
Jochen Schröder
(1927)
Jochen Schröder ist seit 1956 als Synchronschauspieler aktiv. Hauptrollen hatte er dabei eher selten, wie z.B. Yul Brynner in Westworld oder Gregory Peck in Die Seewölfe kommen. Meist waren es Nebenrollen, die er mit seiner Stimme bereicherte, wie mehrfach Robert Loggia (Independence Day; Lost Highway). In TV-Serien wie Die Waltons sprach er Ralph Waite (John Walton) oder in Diagnose Mord Dick van Dyke. Jochen Schröder gehörte zum Kabarettensemble der berliner "Stachelschweine".
Heike Schrötter

Foto mit freundlicher
Gehmigung der Agentur Stimmgerecht
(1956, Ribnitz-Damgarten)
Heike Schrötter macht zunächst eine klassische Ballettausbildung und besucht von 1972 bis 1975 die Staatliche Schauspielschule in Rostock. 1981 tritt sie an den Städt. Bühnen Erfurt auf. Außerdem ist sie in mehreren Produktionen des DDR-Fernsehens zu sehen. Von 1981 bis 1982 ist sie wg. versuchter Republikflucht inhaftiert. Sie wird freigekauft und siedelt kurz danach in den Westen über. Hier tritt Heike Schrötter am Renaissance-Theater in West-Berlin und am Grenzland-Theater in Aachen auf. Außerdem ist sie in vielen TV-Produktionen zu sehen: Treffpunkt Leipzig, Airport, Wolffs Revier oder Alphateam. Seit 1983 kann Heike Schrötter auf eine umfangreiche Synchrontätigkeit zurückblicken (über 550 Filme). Eine Auswahl: Anette Bening (Grüße aus Hollywood), Kim Cattrall (Tödlicher Betrug; Unforgettable), Shelley Duvall (Shadowzone- Voodoo im Klassenzimmer; Talos- die Mumie; Teen Monster), Helen Hunt (Waterdance; Kiss of Death), Sharon Stone (Totall Recall) oder auch Tilda Swinton (Vanilla Sky).
Überarbeitet am 02.07.2008
Hannelore Schroth

Hannelore Schroth in Taxi-Kitty
(1950) und mit Barbara Rütting und Hans Söhnker in Die
Freundin meines Mannes (1957)
(10.01.1922, Berlin - 07.07.1987, Berlin)
Die Eltern sind die Schauspieler Heinrich Schroth und Käthe Haack, ihr (Halb-)bruder der Schauspieler Carlheinz Schroth. Sie verbringt ihre Kindheit in Berlin und Lausanne in Mädchenpensionaten. Mit 16 Jahren kommt sie nach Berlin zurück und bewirbt sich erfolgreich bei der Schauspielschule. 1938 bekommt sie erste Filmrolle in Spiel im Sommerwind. Ein Jahr später spielt sie in Helmut Käutners erstem Spielfilm Kitty und die Weltkonferenz. Man sieht sie in Filmen wie Sieben Jahre Glück (1941) und Sophienlund (1943). 1944 steht sie, unter der Regie von Helmut Käutner, neben Carl Raddatz und Gustav Knuth für den Film Unter den Brücken vor der Kamera. Der Film, lange unterschätzt, hatte erst 1946 seine Uraufführung in der Schweiz und kam erst 1950 in die deutschen Kinos. Auch in den 50er Jahren spielte Hannelore Schroth in Kinofilmen. Neben Heinz Rühmann spielt sie in Der Hauptmann von Köpenick (1956) die Ehefrau des Bürgermeisters Obermüller (Martin Held) und ist in Vor Sonnenaufgang (1956) mit Hans Albers zu sehen. In Geliebte Corinna (1956) treibt sie als Alkoholikerin mit ihren Launen ihren Ehemann Hans Söhnker zur Verzweiflung und in die Arme einer (jüngeren) Frau (Elisabeth Müller). 1959 spielt sie in der Musikkomödie Alle lieben Peter (1959) die Mutter von Peter Kraus und findet in Boy Gobert einen neuen Mann. Daneben synchronisiert sie Betty Grable (Wie angelt man sich einen Millionär?), Juliette Gréco (Die Wurzeln des Himmels), Jeanne Moreau (Tagebuch einer Kammerzofe) oder Elizabeth Taylor (Wer hat Angst vor Virginia Woolfe?). Hannelore Schroth ist verheiratet mit dem Kollegen Carl Raddatz und dem Taucher und Dokumentarfilmer Hans Hass. Sie stirbt am 07. Juli 1987 in München.
Siegfried Schürenberg

Der Mann, der
Sherlock Holmes war (1937): Siegfried
Schürenberg (u.re., mit Pistole) bedroht Hans Albers und Heinz
Rühmann, das Bild rechts zeigt Schürenberg mit Joachim
Fuchsberger in seiner Paraderolle als "Sir John" in Das
Gasthaus an der Themse (1962, Abbildung aus
IFB Nr. 6270)
(Siegfried Wittig)
(12.01.1900, Detmold - 31.08.1993,Berlin)
Siegfried Schürenberg, geboren als Sohn des Schauspielers Emil Wittig und seiner Frau, der Opernsängerin Thekla Wittig. Er wächst in Krefeld und Chemnitz auf und geht 1913 mit dem Vater nach Berlin, wo er 1917 zum Militärdienst eingezogen wird. Nach Kriegsende erwägt er ein Medizinstudium, entscheidet sich dann aber für den Beruf des Vaters. 1920 erhält Schürenberg, er hat den Namen der Mutter seines Vaters angenommen, ein erstes Engagement in Stolp (Hinterpommern). Es folgen Stationen in Postdam, Stralsund, Bonn, Stettin, Kiel, Hamburg und Bremen. 1929 geht er ans Schauspielhaus Zürich. Hier wird er durch die Darstellung des schweizer Nationalhelden "General Sutter" so prominent, daß ihm die Schweizer Staatsbürgerschaft angeboten wird. Schürenberg lehnt ab, geht stattdessen nach Berlin. 1932 hat er bei der UFA Probeaufnahmen, seinen ersten kleinen Auftritt hat er in Der Läufer von Marathon (1932/33). Die MGM wählt ihn als deutschen Sprecher Clark Gables aus, er arbeitet im Berliner Synchronstudio Lüdtke, Rohnstein & Co. am Halleschen Tor. Im Harry-Piel-Film Der Herr der Welt (1934) hat er erstmals eine große Filmrolle. Die Presse spricht vom "zweiten Hans Albers", doch Schürenberg ist viel zu wandlungsfähig und -willig, daß er sich nur auf einen Typ festlegen läßt. Er spielt Offiziere (Zu neuen Ufern; 1937) oder auch Gauner (Der Mann, der Sherlock Holmes war; 1937). Gleich nach Kriegsbeginn wird Schürenberg eingezogen. Seine Freistellung erhält er erst, als das Straßburger Stadttheater als deutsches Prestige-Theater aufgebaut werden soll. 1945 kehrt Schürenberg ans Zürcher Schauspielhaus zurück, dem er bis 1952 angehört. Als 1953 Vom Winde verweht synchronisiert werden soll, besteht MGM auf Schürenberg als deutscher Stimme für Clark Gable. Schürenberg gehört bis in die 1970er Jahre zu den meistbeschäftigten Synchronschauspielern Deutschlands. Er synchronisiert nicht nur Clark Gable, sondern auch Lionel Barrymore (Mata Hari), Joel McCrea (Wichita) oder James Stewart (The Shootist). Populär wird Siegfried Schürenberg ab 1962 durch die Darstellung des leicht senilen "Sir John" in vielen Wallace-Filmen. Sein 1965 erworbenes Anwesen in Ascona verkauft Schürenberg nach seinem letzten Film 1974 und läßt sich in Berlin nieder. Er stirbt am 31. August 1993 in Berlin.
Friedrich Schütter
(04.01.1921, Düsseldorf -17.09.1995, Hamburg)
Friedrich Schütter war fast untrennbar mit "Ben Cartwright" Lorne Greene verbunden, den er in Bonanza oder auch in Kampfstern Galactica (Kino + TV) gesprochen hat. Schütter trat u.a. in den Kinofilmen Dr. Crippen lebt (1957), Hunde, wollt ihr ewig leben? (1958) oder auch in Der Tod im roten Jaguar (1968) auf. Im Fernsehen war er u.a. in Stahlnetz, Tatort, Das Erbe der Guldenburgs zu sehen. Seine letzte TV-Rolle war Molls Reisen (1994). Schütter war lange Jahre Leiter des Hamburger Ernst-Deutsch-Theaters.
Rolf Schult

Foto: Helen Krüger, mit
freundlicher Genehmigung von Rolf Schult
(16.04.1927, Berlin)
Rolf Schult machte seine Ausbildung an der Schauspielschule Hannover sowie an der Akademie für Musik und Theater (ebenfalls Hannover). Sein Theaterdebüt feierte er in Hannover, er setzte seine Theaterlaufbahn danach in Bochum und Köln fort. 1959 erhielt Rolf Schult den "Nachwuchskunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen". Anfang der 1960er Jahre wechselte er ans Schillertheater in (West-) Berlin, dem er lange Jahre treu blieb. 1970 wurde er zum Berliner Staatsschauspieler ernannt. Im Kino und TV war Rolf Schult eher selten zu sehen. 1981 spielte er in Margarethe von Trottas Die bleierne Zeit, 1982 war er an der Seite Maria Schells in dem TV-Spiel Frau Jenny Treibel zu sehen. Seit 1964 ist Rolf Schult ein vielbeschäftigter Synchronschauspieler. Besonders ist hier die langjährige Sprechertätigkeit für den US-Kollegen Robert Redford hervorzuheben, dem er seit 1969 (Zwei Banditen/ Butch Cassidy & Sundance Kid) in den meisten Filmen seine Stimme lieh. Auf Betreiben des US-Supervisors wurde er allerdings 2007 für den Film Von Löwen und Lämmern durch Kaspar Eichel ersetzt. Rolf Schult sprach neben Robert Redford aber auch viele andere Kollegen, u.a. Clint Eastwood (Dirty Harry, Sadistico, Ein Fressen für die Geier), Anthony Hopkins (u.a. Das Schweigen der Lämmer, Legenden der Leidenschaft), Patrick Stewart (Star Trek, X-Men), Donald Sutherland (u.a. Klute, Enthüllung), Robert Duvall (u.a. Der Dialog), Gene Hackman (u.a. Poseidon Inferno; No Way out), James Garner (Grand Prix) oder auch Barry Newman (TV-Serie Petrocelli, Stadt in Flammen). Für seine Synchrontätigkeit wurde Rolf Schult mehrfach ausgezeichnet, u.a. erhielt er 2008 die "Silhouette" für sein Lebenswerk als Synchronschauspieler (siehe Foto!). Sein Sohn Christian ist ebenfalls als Schauspieler tätig. Rolf Schult, ein Cousin des Schauspielers Peer Augustinski, lebt heute in Horhausen (Westerwald). Von der Synchronisation hat er sich zurückgezogen.
Überarbeitet am 28.06.2008
Eva-Katharina Schultz
(1922, Berlin - 03.03.2007, Berlin)
Eva-Katharina Schultz begann ihre Theaterlaufbahn in Gießen, spielte danach in Heidelberg, Bremen, am Wiener Burgtheater und in Bochum. Ab 1957 gehörte sie zum Ensemble von Schiller- und Schloßparktheater in Berlin. Intendant Boleslav Barlog hatte die Berlinerin in ihre Geburtsstadt zurückgeholt. Dort gehörte sie zu den führenden Schauspielerinnen. Eva-Katharina Schultz spielte neben O.E. Hasse im Kinofilm Solange das Herz schlägt (1958). Im Fernsehen spielte sie u.a. in Der Fall der Generale (1966) oder in Die Gartenlaube (1982) mit. Zu ihren Synchronrollen gehörten u.a. Jeanne Moreau (Jules und Jim; Mr. Klein), Angie Dickinson (Tod eines Killers), Dorothy Malone (Warlock), Capucine (Nur wenige sind auserwählt), Ava Gardner (Die Bibel; Vollmacht zum Mord), Janet Leigh (Botschafter der Angst), Anne Bancroft (Stimme am Telefon), Anne Baxter (Cimarron) oder Deborah Kerr (Die Nacht des Leguan). Am 03. März 2007 verstarb die Staatsschauspielerin Eva Katharina Schultz im Alter von 84 Jahren in ihrer Heimatstadt.
Überarbeitet am 02.04.2007
Edith Schultze-Westrum
(30.12.1904, Mainz-Kastel - 20.03.1981, München)
Edith Schultze-Westrum kam erst relativ spät zum deutschen Kinofilm. In Tragödie einer Leidenschaft (1949) gab sie ihr Leinwanddebüt. 1954 spielte sie neben Ingrid Bergman und Mathias Wieman in Rosselinis Angst (1954). Häufig spielte sie Mutterrollen: in Bernhard Wickis Die Brücke (1959) ist sie die Mutter des jungen Sigi (Günther Hoffmann). In Frank Wisbars Nacht fiel über Gotenhafen (1959) spielt sie die Schwiegermutter Sonja Ziemanns, die ihre Schwiegertochter wg. eines unehelichen Kindes aus der Wohnung weist. Als Frau des brutalen Sägewerksbesitzers (Gert Fröbe) hat sie in Via Mala (1961) zu leiden. Eine Mutterrolle hatte sie auch im Synchronatelier: sie sprach die Rolle von Dolores del Rio in Flammender Stern (mit Elvis Presley). Weitere Synchronrollen: Julia Faye in Samson und Delilah oder Aline MacMahon in König von Hawaii.
Erik Schumann

Erik
Schumann mit Ruth Niehaus in Studentin
Helene Willfüer (1955) und mit Eva
Kotthaus und Georg Thomalla in Himmel ohne
Sterne (1955)
(Erich Heinz Schumann)
(15.02.1925 Grechwitz/ Kreis Grimma/ Sachsen - 09.02.2007, München)
Erik Schumann wird als Sohn des Musikpädagogen Gustav Georg Schumann und dessen Ehefrau Anna Martha Brand, geb. Kunath, am 15. Februar 1925 geboren. Sein Urgroßvater ist ein Bruder des Komponisten Robert Schumann. Erik Schumann will zunächst Musiker werden und besucht das Dresdner Konservatorium. Doch nebenher nimmt er auch Schauspielunterricht. 1942 ist er erstmals auf der Filmleinwand zu sehen. Er spielt im NS-Fliegerfilm Himmelhunde einen HJ-Segelflieger. Danach wechselt er ans Staatstheater Dresden, muß zwischenzeitlich aber als Soldat an die Ostfront. 1948 geht er in den Westteil Berlins, wo er bis 1951 am Schloßparktheater wirkt. Bis 1954 ist er dann am Württembergischen Staatstheater Stuttgart, danach zwei Jahre lang am Bayerischen Staatsschauspiel München. Ab 1956 arbeitet Schumann als freier Schauspieler. Seine Kinokarriere setzt er zunächst bei der ostdeutschen DEFA fort; er spielt in Semmelweis- Retter der Mütter (1950) und in Familie Benthin. Ab Mitte der 1950er Jahre ist er auch beim bundesdeutschen Kinofilm vielbeschäftigt. In Konsul Strotthoff (1954) ist er der Rivale Willy Birgels um die Gunst einer Sängerin (Inge Egger). In Studentin Helene Willfüer (1955) verliebt er sich in eine junge Medizinstudentin (Ruth Niehaus). Eine tragische Liebesgeschichte an der innerdeutschen Grenze ist Helmut Käutners Himmel ohne Sterne (1955). Ein bundesdeutscher Grenzpolizist (Erik Schumann) verliebt sich in eine junge ostdeutsche Fabrikarbeiterin (Eva Kotthaus). Ihre Liebe müssen die beiden mit dem Tod bezahlen. Der Film wird mit vielen Preisen ausgezeichnet, ist allerdings kein großer Publikumserfolg. Erik Schumann aber ist dadurch als (grüblerischer) Liebhaber gefragt. Er spielt in Heimatfilmen wie Johannisnacht oder Heiße Ernte (beide 1956) oder später als flotter Schwiegersohn in den Heinz-Erhardt-Filmen Vater, Mutter und neun Kinder (1957) und Natürlich die Autofahrer (1959). Gegen Ende der 1950er Jahre verkörpert er mehrfach Offiziersrollen. 1958 spielt er in Unruhige Nacht (Regie: Falk Harnack) einen nach Stalingrad abkommandierten Offizier, der noch einmal eine Nacht mit seiner Braut (Ulla Jacobsson) verbringt. In Nacht fiel über Gotenhafen spielt er den Marineoffizier Hans Schott, der sich in eine verheiratete Frau (Sonja Ziemann) verliebt. Gegen seinen Rollentyp wird er 1960 als dekadenter Hauptmann Ratshelm in Wisbars Fabrik der Offiziere besetzt. Ab Mitte der 1960er Jahre werden seine Auftritte auf der Leinwand seltener; er spielt Nebenrollen wie in der Karl-May-Verfilmung Old Surehand, 1. Teil (1965). Durch einen Unfall erleidet Schumann schwere Gesichtsverletzungen, die Narben hinterlassen. Er wechselt ins Schurkenfach, spielt in Krimis wie In Frankfurt sind die Nächte heiss (1966) oder Das Rasthaus der grausamen Puppen. Statt auf der Leinwand ist Schumann nun auch häufiger auf dem Bildschirm zu sehen. Man sieht ihn im Durbridge-Krimi Melissa (1966) und später in Serien wie Derrick oder Der Alte. Anfang der 1980er Jahre ist er dann nochmals in den Fassbinder-Filmen Lili Marleen und Die Sehnsucht der Veronika Voss zu sehen. 1993 spielt er seine letzte Kinorolle in Der Sandmann. Schon früh widmet sich Erik Schumann der Synchronisation. So spricht er 1949 John Payne in Adoptiertes Glück, 1951 Roy Rogers in Schwarzes Kommando. Ab etwa 1960 widmet sich Schumann intensiv der Synchronarbeit (später auch als Synchronregisseur): Tony Curtis in Manche mögens heiß und auch in Wer war die Dame?, Montgomery Clift in Wilder Strom, Cary Garnt in Leoparden küßt man nicht , Gene Kelly in 40 Karat, Roger Moore in Abrechnung in San Francisco, Vittorio Gassman in Eine Hochzeit und in Quintett, Jack Nicholson in Die Ehre der Prizzis. Erik Schumann ist in erster Ehe mit der Kollegin Erika Dannhoff (1909-1996) verheiratet, in zweiter Ehe hat er zwei Söhne. Am 9. Februar 2007 erliegt er in seiner Münchner Wahlheimat einem Krebsleiden.
Überarbeitet am 21.07.2009
Friedel Schuster
(12.05.1903 -20.01.1983, Mendig/ Eifel)
Friedel Schuster spielte schon 1931 im Kinofilm Viktoria und ihr Husar. 1933 konnte man sie neben Lilian Harvey, Conradt Veidt und Heinz Rühmann in Ich und die Kaiserin sehen. 1968 spielt sie im Wallace-Film Der Mann mit dem Glasauge: "Friedel Schuster als Lady Sharringham kann sich zugute halten, eine der eindrucksvollsten Gangsterrollen der Serie geliefert zu haben. Man wünscht ihr die Pest an den Hals" (Florian Pauer, Die Edgar-Wallace-Filme). Im Fernsehen spielte sie in Waldhausstraße 20. Zu ihren Synchronrollen seit 1949 gehörten u.a. Myrna Loy (Im Dutzend billiger; Im Dutzend heiratsfähig; Nur meiner Frau zuliebe), Paulette Goddard (Die Gleichgültigen) oder Angela Lansbury (Blaues Hawaii).
Stephan Schwartz

Foto mit freundlicher
Gehmigung der Agentur Stimmgerecht
(18.10.1951, Berlin)
Stephan Schwartz war bereits als Kinderdarsteller im Film tätig (Heideschulmeister Uwe Karsten, 1954; Der Haustyrann [mit Heinz Erhardt, 1958]). Später wurde er im Fernsehen mit den Produktionen Ein Kapitel für sich (1979) oder Freunde fürs Leben (ab 1995) bekannt. Er war von 1984 bis 1996 die Standardstimme von Tom Cruise, wurde aber ab Jerry Maguire abgelöst. Dann sollte er für Mission Impossible 2 wieder Cruise übernehmen, doch Cruise wollte lieber von seinem neuen Sprecher Patrick Winczewski synchronisiert werden. Stephan Schwartz ist auch fester Sprecher von Andy Garcia (Ein ganz normaler Held). Desweiteren hat er u.a. Lew Ayres in der Neusynchronisation von Im Westen nichts Neues (ZDF, 1984) gesprochen.
Hans Schwarz jun.
(24.11.1908 [andere Quellen: 1909], Dortmund - 30.10.1983, West-Berlin)
Sein Vater, Hans Schwarz sen., war sechsmaliger Weltmeister im Ringen. Der Sohn sollte ebenfalls Ringkämpfer werden, doch er entschied sich zunächst für das Rudern. Doch der Vater überredete seinen Sohn, der 1933 seinen ersten Ringkampf siegreich bestritt. Bereits ein Jahr später wurde er in Breslau Weltmeister. Dies konnte er 1939 und 1950 wiederholen. Von Eberhard Klagemann, Produzent vieler Jenny-Jugo-Filme, wurde er 1940 auf die Leinwand geholt. So spielte er in Nanon (1940), Die große Liebe (1942, mit Zarah Leander) oder Titanic (1943). Nach dem Krieg gehörte er vier Jahre lang zum Theaterensemble von Boleslaw Barlog in Berlin. Danach spielte er u.a. in München ("Lanny" in Steinbecks "Von Mäusen und Menschen") und Hamburg ("Feuerwasser", am Schauspielhaus). Auch im Kinofilm der 50er Jahre war Schwarz zu sehen, meist in Komödien (Maharadscha wider Willen, 1950; Das Glück liegt auf der Straße, 1957) oder als Gauner (Banditen der Autobahn, 1955; Der Greifer, 1957). Auch als Synchronsprecher wirkte Hans Schwarz jun.: Felix Aylmer (Quo Vadis?), Roy Jenson (Chinatown) oder Rodney Bewes (König Artus und derAstronaut).
Klaus Schwarzkopf
(18.12.1922, Neuruppin - 22.06.1991, Bochum)
Klaus Schwarzkopf sprach schon seit 1949 synchron. Eine Auswahl: Van Johnson (Geborgtes Glück), Dan Duryea (Die Todesbucht von Louisiana), Dewey Martin (Das Ding aus einer anderen Welt), Burt Lancaster (Gewagtes Alibi) oder Peter Lorre (Die Spur des Falken). Seine bekannteste Synchronrolle bekam er allerdings später: Peter Falk als Inspektor Columbo. Dem Fernsehpublikum wurde er vor allem als Tatort-Kommissar Finke bekannt. Im Kino war Schwarzkopf ua. in Simmel-Verfilmungen (Alle Menschen werden Brüder, 1973; Die Antwort kennt nur der Wind, 1974), in der Kästner-Neuverfilmung Drei Männer im Schnee (1974) und in Wolfgang Petersens Kinoerstling Einer von uns beiden (mit Jürgen Prochnow) zu sehen. Schwarzkopf, u.a. am berliner Hebbeltheater engagiert, starb 1991 an AIDS.
Michael Schwarzmaier
(11.09.1940, Frankfurt/Main)
Michael Schwarzmaier besuchte die Schauspielschule von Else Bongers, machte eine Gesangsausbildung bei Elsa Varena und lernte Tanz/Pantomime bei R. Strakotsch. Er spielte in den Kinofilmen Unordnung und frühes Leid (1977- mit Ruth Leuwerik, Martin Held) oder Girls- die kleinen Aufreisserinnen (1980). Im TV ist er häufig zu sehen; die Schwarzwaldklinik oder die Serie Unser Charly gehören dazu. In münchner Synchronisationen ist seine Stimme oft zu hören. Einige Beispiele: Henry Fonda in Der Tod des alten Zirkuslöwen, Van Heflin in Land der Gottlosen (TV-Synchro) oder Ronald Reagan in Sabotageauftrag Berlin.
Sandra Schwittau

Foto: Helen Krüger
(28. Juli 1969, München)
Sandra Schwittau machte eine Schauspielausbildung am Lee Strasberg Theatre and Film Institute in New York, Sprechunterricht nahm sie bei Sonja Prechtl in München. Theaterengagements hatte sie u.a. am Jungen Theater in Göttingen. Erste Synchronrollen hatte sie ab 1979. Eine ihrer bekanntesten Synchronrollen ist "Bart Simpson" in der Trickserie Die Simpsons. Mehrfach hat sie auch die "Oscar"-Preisträgerin Hilary Swank gesprochen (Boys don't cry; Insomnia-schlaflos; The Gift- die dunkle Gabe; Million Dollar Baby). Außerdem Renée Zellweger (Nurse Betty- Gefährliche Träume; Unterwegs nach Cold Mountain), Helena Bonham Carter (Fight Club) oder Milla Jovovich (Johanna von Orleans). Die Münchnerin Sandra Schwittau lebte von 1999 an in Berlin, ist aber 2003 wieder in ihre Heimatstadt zurückgekehrt.
Überarbeitet am 12.12.2006
Manfred Seipold
(07.03.1941, Berlin - 26.03.1989, Los Angeles)
Manfred Seipold war lange Jahre ein häufiger Gast in TV-Filmen und Serien. So spielte er im ZDF-Mehrteiler Wettlauf nach Bombay und in Krimiserien wie Tatort, Der Alte oder Der Kommissar. Im Kino war er in Erwin Keuschs Das Brot des Bäckers (1976) zu sehen. Mehrfach hat Manfred Seipold Burt Reynolds synchronisiert (Frauen waren sein Hobby; Malone; Mein Name ist Gator; Zwei ausgebuffte Probis). Außerdem Bruce Willis in Sunset-Dämmerung in Hollywood, Fred Ward in Remo oder Bill Murray in Tootsie. Über seinen Tod gab es zunächst widersprüchliche Angaben. Es hieß zunächst, er sei an Krebs verstorben; später wurde AIDS als Todesursache genannt.
Hans Sievers
(18.09.1931, Lübeck)
Hans Sievers bekannteste Synchronrolle dürfte Edward Mulhare in der TV-Serie Knight Rider gewesen sein. Weitere Synchronrollen sind u.a. Ned Beatty in Der rasende Gockel, Tony Barry in Machs gut, Pork Pie, Richard Crenna in Von Gangstern gejagt, Dennis Hopper in Flashback oder Herbert Lom in 24 Stunden bis zu Hölle. Sievers ist Rundfunksprecher beim NDR in Hamburg und hat auch oft in Hörspielen mitgewirkt.
Sigmar Solbach
(03.10.1946, Olpe/ Sauerland)
1976 feierte Solbach in dem TV-Mehrteiler Der Winter, der ein Sommer war seinen Einstand im Fernsehen. Danach spielte er u.a. in Fabrik der Offiziere, Diese Drombuschs oder Die Guldenburgs. Seit 1994 spielt er die Titelrolle des Dr. Stefan Frank. Seit 1978 spricht Solbach aber auch synchron (meist in Münchner Studios). U.a. sprach er in Neufassungen die Stars Errol Flynn (Sein letztes Kommando; Goldschmuggel nach Virginia) oder James Stewart (Der große Bluff). Daneben sprach er auch Tom Skerritt (Alien) oder Bill Murray.
Inken Sommer
(18.05.1937, Berlin)
Inken Sommer spielte in Ottokar Runzes Der Lord von Barmbeck (1973) nicht nur eine Hauptrolle, sondern schrieb auch das Drehbuch mit. Sie war außerdem u.a. in Das gelbe Haus am Pinnasberg (1970) zu sehen. Im TV spielte sie Rollen in Derrick oder Im Morgenwind (1981). Sie synchronisierte u.a. Anne Bancroft (Ein amerikanischer Quilt), Linda Evans (Lawinenexpress), Angie Dickinson (Tote kriegen keine Post), Delphine Seyrig (Die schwarze Windmühle) und Barbara Eden in der TV-Serie Dallas.
Klaus Sonnenschein
(1936)
Klaus Sonnenschein ist seit rund 40 Jahren als Synchronsprecher tätig (über 700 Filme). Er übernahm von seinem verstorbenen Kollegen Gerd Duwner die Synchronisation von Danny deVito und ist seit einiger Zeit auch der Sprecher von Sean Connery (Verlockende Falle; Forrester- gefunden). Im Wechsel mit Hartmut Neugebauer und Engelbert von Nordhausen spricht er seit einigen Jahren auch Gene Hackman (Die Firma). Sonnenschein, der mit der Schauspielerin Edith Hancke (Foto rechts) verheiratet ist, leitete von 1972-1997 das berliner Theater "Tribüne".
Bettina Spier
(28.02.1960, West-Berlin - 12.08.2008)
Bettina Spier ist die Tochter des Schauspieler-Ehepaares Almut Eggert und Wolfgang Spier, ihre Halbschwester ist Nana Spier. Als Schauspieler-Kind kommt sie früh zur Schauspielerei, steht schon mit 13 Jahren auf der Bühne. Nebenbei synchronisiert sie. Trotzdem beginnt sie nach dem Abitur ein Lehramtsstudium, welches sie allerdings nach zwei Jahren aufgibt. Sie studiert Schauspiel bei Else Bongers, später in New York. Zurück in Berlin, geht sie mit dem Vater auf Tournee. In der TV-Serie Ein Herz für Tiere spielt sie eine Sprechstundengehilfin. Im berliner Varieté "Wintergarten". tritt sie in einer Kurt-Weill/ Bert-Brecht-Revue auf. Außerdem synchronisiert sie oft. Sie spricht Rosanna Arquette (Silverado), Juliette Binoche (Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins), Bridget Fonda (Scandal), Gwyneth Paltrow (Gift des Zweifels), Mia Sara (Legende) oder Elizabeth Shue (Zurück in die Zukunft II). Seit Ende der 1980er Jahre lebt Bettina Spier in Los Angeles; als Supervisorin ist sie verantwortlich für deutsche Synchronfassungen von US-Produktionen. Sie stirbt am 12. August 2008.
Überarbeitet am 09.10.2009
Nana Spier

Foto: Tino Kiessling
(02.04.1971, Berlin)
Nana Spier ist die Tochter der Schauspielerin Almut Eggert und Adoptivtochter des bekannten Berliner Boulevard-Schauspielers Wolfgang Spier. Sie synchronisiert Drew Barrymore (Auf immer und ewig; Kaffee, Milch und Zucker; Mad Love; Bad Girls), Liv Tyler (Armageddon), Claire Danes (Romeo und Julia). In 28 Tage synchronisierte sie Sandra Bullock und in der TV-Serie Buffy Sarah Michelle Gellar. Seit 1992 hat sie mehr als 300 Filme synchronisiert. Sie ist im TV in den Serien Der Landarzt oder Praxis Bülowbogen zu sehen.
Wolfgang Spier
(27.09.1920, Frankfurt/Main)
Wolfgang Spier wollte eigentlich wie sein Vater Arzt werden. Doch als Halbjude erhielt er 1939 keinen Studienplatz für Medizin. Er studierte Wirtschaftswissenschaften, machte eine Banklehre und geriet auf die Schauspielschule. Am 29. September 1945 debütierte er in den Kammerspielen Charlottenburg. Über den Umweg Wiesbaden kam er zurück in seine Wahlheimat Berlin. Hier bereitete er als Regisseur von "My Fair Lady" im Theater des Westens 1961 dem Musical in Deutschland den Weg. Vor allem dem Boulevardtheater hat sich Spier verschrieben. Gelegentlich trat er auch in Kinofilmen auf, so im Wallace-Film Im Banne des Unheimlichen (1967). Seit 1960 synchronisiert er auch: mehrfach Donald Pleasence (z. B. Die phantastische Reise; Dracula [1978]; Ein Mann in Wut). Weitere Synchronrollen: Wolf Kahler (Jäger des verlorenen Schatzes) oder Johnny Silva (Wer hat in meinem Bett geschlafen?). Bemerkenswert seine Synchronrolle in Ein Jahr in der Hölle (mit Mel Gibson). Hier sprach er die Darstellerin Linda Hunt, die im Film einen (kleinwüchsigen) Mann spielte. Obwohl vielbeschäftigt, fand er Zeit für vier Ehen (u.a. mit Almut Eggert, deren Tochter Nana er adoptierte). Er hat zwei Töchter, 1949 und 1960 geboren. Bettina, die jüngere, wurde ebenfalls (Synchron-)Schauspielerin.
Christian Stark

Foto: Nicola Rübenberg / http://www.ruebenberg.de
(1968, Hamburg)
Christian Stark, Sohn von Schauspieler Horst Stark, machte seine Schauspielausbildung bei der privaten Schauspielschule M. Höpfner in Hamburg. Als Schauspieler war Christian Stark im "Tatort" Lauf des Todes (1990) zu sehen. Schon als Kind arbeitete er im Synchronstudio. Inzwischen hat Christian Stark, der oft auch in Hörspielen mitwirkt, einer ganzen Reihe von ausländischen Kollegen seine Stimme geliehen. So sprach er beispielsweise Gabriel Macht in Die rote Verschwörung, Lou Diamond Philips in El Cortez, Leslie Cheung in Die Biografie des Rowdys Afei oder David Charvet in der TV-Serie Baywatch. Christian Stark arbeit auch als Dialogbuchautor und -regisseur, so u.a. für die TV-Serie King of Queens. Seine Homepage: http://www.stark-online.de
Neu eingestellt am 28.10.2007
Horst Stark

Foto: http://www.stark-online.de
(20.07.1934, Hamburg)
Horst Stark ist schon rd. 45 Jahre als Synchronschauspieler tätig. Er war die erste Synchronstimme von Pernell Roberts in Bonanza, später synchronisierte er Ty Hardin in SOS Charterboat oder Daniel J. Travanti in Polizeirevier Hill Street. Außerdem sprach er Cary Grant in Nur dem Namen nach, Burt Reynolds in Hai, Randolph Scott in Treibsand, Maurice Ronet in Straße von Korinth oder Henry Silva in Flammen am Horizont. Seine Stimme ist vielen auch aus Hörspielen des NDR oder Europa- oder Karussell-Produktionen bekannt. Er spielte in mehreren Tatort-Folgen mit und war an vielen (hamburger) Theatern (Thalia; Kammerspiele; Ernst-Deutsch-Theater) tätig. Sein Sohn Christian ist ebenfalls Schauspieler. Seine Homepage: http://www.stark-online.de
Herbert Stass

Herbert Stass (links)
mit Heidi Scharf und Hans Albers in ...und
über uns der Himmel (1947)
(Herbert Franz Martin Staskiewicz)
(07.10.1919, Oebisfelde/ Sachsen-Anhalt -11.11.1999, Berlin)
Herbert Stass wächst in Berlin auf und besucht dort die Reichersche Schauspielschule. Sein erstes Bühnenengagement hat er am Stadttheater in Reichenberg. Nach dem Krieg arbeitet er zunächst an der Berliner "Komödie", 1951/52 spielt er am Hebbeltheater. Er wechselt dann ans Schillertheater, wo er bis 1962 tätig ist. Danach ist er als freischaffender Schauspieler tätig, vor allem an (West-)berliner Bühnen, aber auch in Hamburg oder Recklinghausen. 1947 ist er erstmals im Kino zu sehen (noch als Herbert Staskiewicz): im ersten Hans-Albers-Nachkriegsfilm ...und über uns der Himmel. Hier spielt er einen jungen, rechtschaffenden Arbeiter. Danach ist er nur selten auf der Leinwand präsent. 1955 spielt er in Der 20. Juli wieder einen jungen Arbeiter (der gegen das Nazi-Regime arbeitet- seine Partnerin ist dabei Margot Leonard!). 1968 spielt er im Jerry-Cotton-Krimi Der Tod im roten Jaguar einen Detektiv, der auf die Seite des Unrechts wechselt. Wesentlich öfter aber ist Herbert Stass im TV zu sehen. Mit Beendigung seines Engagements am Schillertheater ist er häufig in Fernsehspielen und TV-Serien zu sehen. Für seine Rolle im Fernsehspiel Interview mit Herbert K. (ZDF, 1970) wird er mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Mit Beginn der 1950er Jahre ist Herbert Stass einer der am häufigsten eingesetzten Synchronschauspieler. Schon früh spricht er Hauptrollen (Farley Granger in Der Fremde im Zug/ Verschwörung im Nordexpress; Bruce Cabot in King Kong und die weiße Frau), ab 1954 ist er der am häufigsten eingesetzte Sprecher für den US-Schauspieler Tony Curtis (u.a. Der eiserne Ritter von Falworth; Unternehmen Pettycoat; Boeing-Boeing). In den 1960er Jahren spricht er mehrmals Frank Sinatra (u.a. Der Teufel kommt um vier; Botschafter der Angst; Vier für Texas). Außerdem synchronisiert er Pierre Brice (Aufstand der Tscherkessen; Der Schatz im Silbersee), Steve McQueen (Die glorreichen Sieben), Jeffrey Hunter (Der schwarze Falke), Elvis Presley (Rhythmus hinter Gittern), Yves Montand (u.a. Die dummen Streiche der Reichen), Dustin Hoffman (Asphalt Cowboy) oder auch Clint Eastwood (Agenten sterben einsam). Herbert Stass stirbt am 11. November 1999 in Berlin.
Überarbeitet am 11.11.2008
Manfred Steffen
(Manfred Ludolf Steffen)
(28.06.1916, Hamburg - 22.01.2009, Halstenbek)
Manfred Steffen machte seine Schauspielausbildung bei Willy Maertens in Hamburg. 1939 gab er sein Bühnendebüt in Oberhausen. Es folgten Theaterengagements in Aachen, Dresden und Hamburg. Später sieht man ihn auch auf der Kinoleinwand (Dr. Crippen lebt, 1957; Der Mann, der sich verkaufte, 1959) und im Fernsehen (Hoopers letzte Jagd, Tatort, Die Männer vom K 3). Außerdem wirkte er häufig in Hörspielen. Seine bekannteste Synchronrolle dürfte Noah Beery jr. in der TV-Serie Detektiv Rockford gewesen sein. Außerdem Hugh Bruden (Dr. Fischer aus Genf) oder Henry Travers (Ist das Leben nicht schön?). Manfred Steffen ist Ehrenmitglied des hamburger Thalia-Theaters. 1968 wurde er mit dem Albert-Bozenhard-Ring ausgezeichnet, 1980 bekam er die Silberne Maske der Hamburger Volksbühne.
Marion von Stengel

Foto mit freundlicher
Gehmigung der Agentur Stimmgerecht
(Marion Hilgers)
(1962)
Marion von Stengel machte ihre Schauspielausbildung bei Hildburg Frese in Hamburg. Seit 1985 war sie u.a. am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und am Schleswig-Holsteinischen Landestheater beschäftigt. Im TV konnte man sie u.a. in Diese Drombuschs, im Großstadtrevier oder im Tatort sehen. Vor allem aber ist sie als Sprecherin im Synchron, für Hörspiele oder in der Werbung tätig. Als Synchronschauspielerin lieh sie bislang u.a. Angelina Jolie (Tomb-Raider-Filme, Mr. & Mrs. Smith), Teri Hatcher (TV-Serie Lois & Clark) oder Pamela Anderson (TV-Serien Baywatch und V.I.P., Filme Barb Wire; Scary Movie 3) ihre Stimme.
Neu eingestellt am 16.02.2008
Madeleine Stolze
(1963, Berlin)
Madeleine Stolze sprach schon als Kind (erste Rolle "Lucy" in Charlie Brown und seine Freunde, 1970) Synchronrollen. So lieh sie für TV-Neufassungen einiger Shirley-Temple-Filme Mitte der 70er Jahre dem Kinderstar ihre Stimme. Danach sprach sie "Lucy Ewing" Charlene Tilton in der TV-Serie Dallas. Sie sprach u.a. Catherine Zeta Jones in Die Maske des Zorro oder Blue Juice, Courtney Cox in den Scream-Filmen, Tanya Roberts (Im Angesicht des Todes), Talisa Soto (Lizenz zum Töten), Julia Ormond (Katharina), Kate Winslet (Hamlet), Mira Sorvino (Mimic), Helen Hunt (Mad about You; Das Glücksprinzip; Im Banne des Jadeskorpions) oder Milla Jovovich. Madeleine Stolze spielte u.a Theater in Berlin und Köln. Das Foto rechts zeigt Madeleine Stolze im Märchenfilm Schneeweißchen und Rosenrot aus dem Jahre 1984. Sie ist verheiratet mit dem Komponisten Claus W. Redl. Ihr Sohn Domenic Redl hat auch schon Synchronerfahrung (z.B. "Nemo" in Findet Nemo).
Eberhard Storeck
(1932)
Eberhard Storeck ist vor allem als Dialogbuchautor und -regisseur tätig. Spezialisiert hat er sich auf Zeichentrickserien. Er schrieb die deutschen Bücher (und führte Regie) für Trickserien wie Die Biene Maja, Der rosarote Panther, Tom & Jerry, Wickie und die starken Männer oder der Muppet-Show. In den Serien übernahm er auch Sprecherrollen; so sprach er "Willi" (Biene Maja), Tom (Tom & Jerry) oder den dänischen Koch ("Smörebred...") in der Muppet-Show. Er führt aber auch Buch und Regie in Realfilmen und Serien wie Die Marx-Brothers im Krieg oder Time Tunnel (SAT 1-Synchro). Er besitzt ein Hotel auf Sylt.
Günter Strack
(04.06.1929, Darmstadt - 19.01.1999, Münchsteinach)
Günter Strack studiert nach dem Abitur an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. 1949 steht er in Oberhausen erstmals auf der Bühne. Er bleibt drei Jahre in Oberhausen und geht dann ein Jahr an Landestheater Darmstadt. Weitere Theaterstationen sind Wiesbaden, Hannover und Stuttgart. Danach arbeitet er als freier Schauspieler am Theater. Eine erste Fernsehrolle hat er 1958 in Der Datterich. Vor allem dem Fernsehen verdankt Strack seine Popularität. Im Kino kann man ihn nur selten sehen. Er spielt 1961 in Bernhard Wickis Das Wunder des Malachias, 1966 in Hitchcocks Der zerissene Vorhang, 1974 in Die Akte Odessa und 1978 in Die gläserne Zelle. Die großen Erfolge hat er mit Fernsehauftritten in Serien wie Einmal im Leben (1971), Ein Fall für Zwei oder Diese Drombuschs. Ab Ende der 60er Jahre spricht Strack auch synchron. Er leiht William Conrad in der Krimiserie Cannon seine Stimme (ARD-Synchro). Außerdem Edward G. Robinson (Der kleine Caesar; Gangster in Key Largo) oder Spencer Tracy (Das siebente Kreuz). 1997 erkrankt Strack schwer, er liegt drei Wochen lang im Koma. Davon erholt er sich niemals richtig. Er erliegt im Januar 1999 einem Herzanfall.
Ulrike Stürzbecher

Foto mit freundlicher
Gehmigung der Agentur Stimmgerecht
(09. März 1965, Berlin)
Ulrike Stürzbecher leiht vielen internationalen Stars ihre Stimme, bislang in über 500 Filmen. Dazu gehören Kate Winslet (Titanic, Sinn und Sinnlichkeit), Patricia Arquette (Lost Highway, True Romance), Lara Flynn Boyle (Einsam, zweisam, dreisam), Bridget Fonda (Brake up- nackte Angst), Kristy Swanson (Das Lächeln der Kaltblütigkeit) und Katherine Heigl in der Serie Roswell.
Überarbeitet am 12.12.2006
Walther Suessenguth

Walther Suessenguth (links
oben) mit (im Uhrzeigersinn) Ilse Steppat, Hans Söhnker, Fritz
Hintz-Fabricius, Anna Dammann, Antje Weissgerber und Sybil Werden
in Oberarzt Dr. Solm (1955)
(28.021903, Schleiz - 28.04.1964, Berlin)
Walther Suessenguth studierte am Dresdener Konservatorium. 1919 kam er ans Theater in Gera. Danach folgten Plauen, Lübeck, Königsberg, Hamburg (Thalia-Theater; Dt. Schauspielhaus), Zürich und Berlin. Hier spielte er am Hebbel-Theater, am Schillertheater und an der Ost-Berliner Volksbühne. Seine letzte Theaterrolle war der "Buffalo Bill" in "Annie get your Gun" am Theater des Westens. Er spielte in über zwanzig Kinofilmen, allerdings meist kleinere Rollen, so in Der Schimmelreiter (1934), Kautschuk (1938- mit René Deltgen) oder nach dem Krieg in 08/15, 2. Teil. Er synchronisierte mehrfach Spencer Tracy (Schiff ohne Heimat; Wer den Wind sät; Urteil von Nürnberg; Eine total total verrückte Welt; Der Teufel kommt um vier). Außerdem Victor Mature (Faustrecht der Prärie), Orson Welles (Im Zeichen des Bösen) oder Maurice Chevalier (Can-Can). Suessenguth erlag einem Krebsleiden.