
Synchronsprecher Kurzporträts W
Konrad Wagner
(21.02.1902, Köln - 07.09.1974, West-Berlin)
Konrad Wagner machte seine Schauspielausbildung in Bochum. Danach spielte er ab 1935 in Hamburg und ab 1941 in Berlin Theater. Später trat er auch im Kinofilm auf (u.a. Der 20. Juli; Der eiserne Gustav) und führte in Fernsehfilmen Regie. Konrad Wagner lieh seit 1947 u.a. Fredric March (Wer den Wind sät), Walter Huston (Der Schatz der Sierra Madre), Leif Erickson (König der heißen Rhythmen), oder auch Edward G. Robinson (Jahr 2022...die überleben wollen) seine Stimme. Er führte auch Synchronregie und schrieb Dialogbücher (u.a. Das verflixte 7. Jahr).
Überarbeitet am 12.07.2006
Paul Wagner

rechtes Bild: Paul
Wagner (unten links) mit Kurt Buecheler und oben Erich Schellow,
Werner Hinz und Arno Paulsen in Hotel Adlon
(1955)
(Paul Wilhelm Hubert Wagner)
(24.08.1899, Köln - 11.01.1970, West-Berlin)
Paul Wagner spielte Theater in Wiesbaden, Berlin, München und nach dem Krieg wieder in Berlin. Im Synchronstudio wurde er von 1950 bis 1970 meist für Autoritätspersonen oder konservative Patriarchen eingesetzt. Eine Synchronhauptrolle hatte er als Stimme Spencer Tracys in Der Berg der Versuchung (1956). Ferner sprach er u.a. Dean Jagger, Fredric March, John McIntire, Paul Fix oder Jay C. Flippen. Im Kino war er u.a. in Der Herrscher (1937- als Sohn Emil Jannings), Die Halbstarken (1956- als Vater Horst Buchholz') oder Stresemann (1957) zu sehen. Paul Wagner war der Bruder von Konrad Wagner.
Überarbeitet am 12.07.2006
Kurt Waitzmann

Kurt Waitzmann auf dem
oberen Bild ganz links als 1. Offizier in Ich
zähle täglich meine Sorgen (1960).
Partner u.a. Loni Heuser, Paul Esser und Peter Alexander.
(Kurt Friedrich Rudolf Waitzmann)
(30.01.1905, Sandersdorf bei Bitterfeld - 21.05.1985, West-Berlin)
Kurt Waitzmann wirkte seit seinem ersten Kinoauftritt in Unternehmen Michael (1937) in vielen deutschen Kinofilmen mit. Im Melodram Zwischen Hamburg und Haiti (1940) spielte er einen Freund Gustav Knuths und in den 60er Jahre gehörte er zum "Stammpersonal" in Wallace-Krimis (Der Hexer, Neues vom Hexer, Der Mönch mit der Peitsche). Außerdem spielte er im letzten Karl-May-Western Winnetou und Shattehand im Tal der Toten (1968) mit. In den 50er, 60er und 70er Jahren war Waitzmann ein vielbeschäftigter Synchronschauspieler. Eine Rollenauswahl: Whit Bissel (Warlock), Leif Erickson (Der Kommodore), Bruce Bennett (Rivalen ohne Gnade), Dayton Lummis (Spartacus) oder Eddie Albert (Airport 80). Zu seinen Bühnenauftritten gehörte u. a. das Musical "My Fair Lady" in Berlin. Kurt Waitzmann heiratete 1939 Anneliese Uhlig, die in den 40er Jahren zu den beliebtesten UFA-Stars gehörte. Die Ehe scheiterte.
Überarbeitet am 07.06.2006
Eduard Wandrey

Eduard Wandrey (rechts)
in Jungens (1941). Ein
Film ganz im Geiste der NS-Ideologie.
(26.07.1899, Berlin-Friedrichshagen - 23.01.1974, West-Berlin)
Eduard Wandrey war bis zu seinem Tod in seiner Heimatstadt Berlin als Theaterschauspieler aktiv. Im Kino meist nur in kleinen Rollen zu sehen so in Die Halbstarken, 1956, oder als abgerissener Autobahn-Anhalter im Wirtschaftswunderfilm Das blaue Meer und du - 1959. Eine Hauptrolle hatte er allerdings in Robert A. Stemmles NS-Propagandafilm Jungens (1941), wo er einen skrupellosen Gastwirt und Schmuggler spielte. Seine Stimme war nach dem zweiten Weltkrieg vielen Kinogängern ein Begriff. Er war die deutsche Stimme von Charles Laughton (Zeugin der Anklage, 1957) oder Charles Vanel (Die Millionen eines Gehetzten). Und er war der erste Sprecher der Zeichentrickfigur Fred Feuerstein.
Überarbeitet am 12.07.2006
Irina Wanka
(28.06.1961, München)
Irina Wanka spielte bereits als Kind in Die Verdammten (1969). Später folgten Auftritte in Wallenstein (1978) oder Der Sandmann (1983). Außerdem war sie in Der Alte, Derrick oder Das Traumschiff zu sehen. Die münchner Schauspielerin synchronisierte Nicole Kidman in Eyes Wide Shut, Sophie Marceau (La Boum- die Fete), Jennifer Lopez (U-Turn; The Cell), Tami Stronach (Die unendliche Geschichte) oder Blanche Baker in Holocaust.
Herbert Weicker
(04.09.1921-29.05.1997)
Weicker war die Stimme von "Mr. Spock" (Leonard Nimoy). Er sprach aber auch Sidney Poitier in vielen Filmen (Flucht in Ketten; Lilien auf dem Felde; Duell in Diablo; In der Hitze der Nacht; Der Weg der Verdammten; Little Nikita; Sneakers-die Lautlosen) oder auch Christopher Lee (z.B. in den Dr. Fu Man Chu-Filmen). Er war seit 1952 als Synchronschauspieler beschäftigt. Einen ersten Auftritt im Kinofilm hatte Herbert Weicker 1948 in Das verlorene Gesicht. Es folgte kleinere Auftritte u.a. in Bildnis einer Unbekannten (1954, mit O.W. Fischer, Ruth Leuwerik) oder 1957 in Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull. Später sah man Weicker auch gelegentlich im TV: z. B. in den Serien Graf Yoster gibt sich die Ehre, PS, Tod eines Schülers oder im Tatort. Herbert Weicker, der auch als Autor und Regisseur tätig war, starb bei einem Autounfall.
Überarbeitet am 12.12.2006
Debora Weigert

Das Foto wurde mir von Debora
Weigert zur Verfügung gestellt
(07.05.1969, Berlin)
Debora Weigert ist die Tochter der Schauspielerin Brigitte Grothum und des Orthopäden und Chirurgen Prof. Dr. Manfred Weigert. Schon als Kind sammelt sie erste Schauspielerfahrungen (TV-Serie Aus Liebe zum Sport, 1974). Von 1994 bis 1996 nimmt sie Schauspielunterricht bei Maria Körber, außerdem Gesangsunterricht (Leon v. Leeuwenberg). Seit den 1990er Jahren ist sie als Theaterschauspielerin tätig; vor allem in Berlin (u.a. Hansatheater, Hebbeltheater,Theater am Kurfürstendamm), aber auch in München (Komödie am Max II) oder in Frankfurt/Main (Die Komödie). Außerdem spielte sie Kabarett bei den Berliner "Stachelschweinen". Im TV kann man Debora Weigert seit 1991 (Praxis Bülowbogen) regelmäßig sehen, u.a. in Im Namen des Gesetzes, Gute Zeiten, schlechte Zeiten, Der Havelkaiser oder SOKO Leipzig. Als Synchronschauspielerin sprach sie bislang Elizabeth Banks (u.a. in Spider-Man 1 und 2; Seabiscuit- Mit dem Willen zum Erfolg), Charlize Theron (That Thing You Do; Noch dümmer), Kim Basinger (Playmate des Monats) oder auch Maria Bello (Emergency Room- TV Serie).
Neu eingestellt am 04.01.2007
Bettina Weiß
(1966)
Bettina Weiß ist seit einigen Jahren eine oft eingesetzte Synchronschauspielerin (bislang über 400 Filme). Sie spricht häufig ihre US-Kollegin Sandra Bullock (Speed 1+2; Auf die stürmische Art; Miss Undercover). Außerdem Juliette Lewis (From dusk till dawn; Natural Born Killers), Helen Hunt (Twister), Rachel Weisz (Die Mumie) oder Isabella Scorupco in Goldeneye.
Überarbeitet am12.12.2006
Herbert Weißbach
(12.11.1901, Bernburg - 13.10.1995, Berlin)
Herbert Weißbach spielte in vielen Kinofilmen mit, zumeist in Nebenrollen. Er war zu sehen in Filmen wie Der lachende Dritte (1936), Der bunte Traum (1952), Am Tag, als der Regen kam (1959) oder Unser Willi ist der Beste (1971). Im Fernsehen sah man ihn in Der Stechlin (1975) oder in Serien wie Praxis Bülowbogen ("Ick hab Zeit, ick kann warten!"). Weißbach war auch lange Jahre im Synchronatelier tätig. So sprach er Ray Bolger (Der Zauberer von Oz), Wilfrie Hyde-White (Kampfstern Galactica) oder Oscar Polk (Vom Winde verweht).
Alexander Welbat
(01.08.1927, Berlin - 14.11.1977, Hamburg)
Er gehörte 1949 zu den Gründern des Berliner Kabaretts "Die Stachelschweine", welches er aber Ende 1950 bereits wieder verließ. Er inszeniert aber weiterhin politisches Kabarett, so für die "Wühlmäuse" und für das "Reichskabarett".. Seit 1956 widmete sich Welbat der Synchronisation, wo er nicht nur sprach, sondern auch für Dialogbuch und Regie verantwortlich war (so z.B. für die TV-Zeichentrickserie Familie Feuerstein. Zu seinen Rollen gehörte u.a. Anthony Quinn (Matzoukas, der Grieche; Das Geheimnis von Santa Vittoria), Ernest Borgnine (Der Flug des Phoenix) oder Peter Ustinov (Topkapi). Außerdem lieh er dem "Krümelmonster" in der Sesamstraße seine Stimme. Welbat wirkte u.a. in der TV-Serie Ein Mann will nach oben mit. Alexander Welbat war verheiratet mit der Schauspielkollegin Siegrid Hackenberg, sein Sohn Douglas Welbat ist ebenfalls Schauspieler.
Überarbeitet am 25.03.2008
Ingeborg Wellmann
(05.05.1924)
Ingeborg Wellmann ist seit vielen Jahren als Synchronsprecherin tätig. Sie sprach Claire Trevor in Ringo, Sharon Tate in Tanz der Vampire, Jane Fonda in Ein Mann wird gejagt, Piper Laurie in Gottes vergessene Kinder oder Bonnie Hunt in Rain Man. Eine ihrer bekanntesten Rollen dürfte aber "Betty Geröllheimer" in der Zeichentrickserie Familie Feuerstein sein. Ingeborg Wellmann spielte 1953 neben Hans Richter und Rudolf Carl in der Komödie Knall und Fall als Detektive und 1960 in Dietrich Haugks Heldinnen. Im TV war sie in der Serie Wie gut, dass es Maria gibt zu sehen. Sie gehörte zum Ensemble der Berliner "Stachelschweine" und ist mit dem Kollegen Heinz Giese verheiratet.
Kristina von Weltzien
(1973)
Kristina von Weltzien ist die Tochter der Schauspielerin Isabella Grothe. Sie arbeitet vorwiegend in Hamburg. Zu ihren Synchronrollen gehören u.a. Kate Beckinsale (Emma) oder Kelly Packart (Baywatch-TVS). Für ihre Synchronrolle in Lilja 4-ever, wo sie Oksana Akinshina sprach, wurde sie 2004 im Rahmen der "Gala der großen Stimmen" für die beste weibliche Hauptrolle nominiert. Im TV konnte man sie in der Reihe Streit um drei sehen. Außerdem hat Kristina von Weltzien in vielen Hörspielen mitgewirkt.
Elmar Wepper
(16.04.1944, Augsburg)
Elmar Wepper synchronisiert meistens Mel Gibson (u.a. Mad Max, Lethal Weapon, Braveheart). Früher sprach er auch Ryan O'Neal. Wepper ist ein vielbeschäftiger TV-Schauspieler (Zwei Brüder, Zwei Bayern in Hamburg, Polizeiinspektion 1). Seine erste TV-Rolle war die des Assistenten des "Kommissars" als Nachfolger seines Bruders Fritz Wepper.
Überarbeitet am 07.06.2006
Ilse Werner

Ilse Werner in
Fräulein (1939) und mit Viktor Staal in Die
Herrin vom Sölderhof (1955)
(Ilse Charlotte Still)
(11.06.1921, Batavia/Insel Java [damals
Kolonie Niederländisch Indien / Königreich der Niederlande-
heute Djakarta/Republik Indonesien] - 08.08.2005, Lübeck)
Ihr Vater ist holländischer Exportkaufmann, die Mutter Deutsche. 1932 kommt die Familie nach Deutschland zurück. Zwei Jahre später zieht sie nach Wien um. Dort besucht Ilse nach Ende der Realschule das Max-Reinhardt-Seminar. 1938 debütiert sie am Theater an der Josefstadt und dreht auch ihren ersten Film: Die unruhigen Mädchen. Die UFA wird auf das junge Mädchen aufmerksam und gibt ihr einen Vertrag. Ilse Werner, damals noch niederländische Staatsbürgerin (sie nahm 1955 die deutsche Staatsbürgerschaft an), arbeitet mit einer Sondergenehmigung. So entstehen die Filme Das Leben kann so schön sein (1938- von den Nazis verboten!), Bel Ami (1939) oder Bal Paré (1940). Ihre größten Erfolge hat sie mit den Filmen Wunschkonzert (1940), Die schwedische Nachtigall (1941), Hochzeit auf Bärenhof (1942), Wir machen Musik (1942), Münchhausen (1943) und Große Freiheit Nr. 7 (1944). Nach dem Krieg wird sie vorübergehend mit Berufsverbot belegt. Ihre Nachkriegsfilme wie Königin einer Nacht (1951), Mutter sein dagegen sehr (1951), Der Vogelhändler (1953) oder Ännchen von Tharau (1954) können an die großen Erfolge im Krieg nicht mehr ganz anschließen. So dreht sie 1955 ihre letzten Filme. Weniger bekannt ist vielleicht, daß Ilse Werner von 1948 bis 1952 auch synchronisiert hat, so Olivia deHavilland in Robin Hood- König der Vagabunden, Paulette Goddard (Exfrau von Ch. Chaplin) in Piraten im karibischen Meer, Linden Travers in Christoph Columbus, Gene Tierney (Laura- DF von 1948), Gale Sondergaard in Im Zeichen des Zorro oder Maureen O'Hara in Der Seeräuber. Ilse Werner, von 1948 bis 1953 mit dem amerikanischen Journalisten John deForest verheiratet - sie lebt zeitweise in Los Angeles- heiratet nach der Scheidung den Komponisten Josef Niessen (verheiratet von 1954-1966). 1959 startet sie ein Comeback als Sängerin (mit Pfiff). Ihre letzten Lebensmonate verbrachte Ilse Werner, von Krankheiten gezeichnet, in einem Seniorenheim in Lübeck. Sie stirbt am 8. August 2005.
Überarbeitet am 29.05.2006
Walter Werner
(11.4.1883, Görlitz - 8.1.1956, Berlin)
Walter Werner spielte 1931 in Berlin Alexanderplatz und Danton seine ersten Kinorollen. Es folgten Auftritte in Der alte und der junge König (1935-neben Werner Hinz und Emil Jannings), Der Mann, der Sherlock Holmes war (1937- mit Hans Albers, Heinz Rühmann), Harlans Jud Süß (1940), Friedemann Bach (1941- mit Gustaf Gründgens, Eugen Klöpfer), ...reitet für Deutschland (1941- mit Willy Birgel), nach dem Krieg Ehe im Schatten (1947- mit Paul Klinger, Ilse Steppat- Foto!). Seine letzten Auftritte hatte er 1955 in den Filmen Alibi (mit O.E. Hasse) und Frucht ohne Liebe (mit Gertrud Kückelmann und Claus Holm). Zu seinen bekanntesten Synchronrollen kann man den Gepetto in Disneys Zeichentrickfilm Pinocchio (Fassung von 1951) und Thomas Mitchell in Vom Winde verweht zählen.
Otto Wernicke

Otto Wernicke, Ursula
Herking in Wer fuhr den grauen Ford?
(1950)
(30.09.1893, Osterode im Harz - 07.11.1965, München)
Wernicke wächst in Bitterfeld und Leipzig auf. Er absolviert zunächst eine Buchhändlerlehre und nimmt Schauspielunterricht. Ab 1909 hat er erste Engagements in Erfurt und Eisenach. Von 1915 bis 1918 ist er Soldat. Nach dem Krieg spielt er zunächst in Bonn, ab 1921 in München (Bayerisches Staatstheater, bis 1937). Seit 1929 gibt er Gastspiele in Berlin, ab 1934 ist Wernicke am Deutsche Theater, von 1941 bis 1944 am Staatstheater beschäftigt. In München beginnt Wernicke mit der Filmarbeit. Er tritt gelegentlich in Stummfilmen auf. Sein Durchbruch kommt mit der Kommissar-Rolle in Fritz Langs M- eine Stadt sucht einen Mörder (1931). Einen Kommissar spielt er auch in Das Testament des Dr. Mabuse (1933) und in Das große Abenteuer (1937). Ansonsten spielt er oft kleinere Beamte, Handwerker oder Soldaten. Nach Kriegsende arbeitet Wernicke wieder in München. Weiterhin spielt er oft in Filmen: Zwischen gestern und morgen (1947), Vom Teufel gejagt (1950) oder Die fidele Tankstelle (1950). 1950 auch seine einzige Regiearbeit: Wer fuhr den grauen Ford? ist ein Kriminalfilm nach einer wahren Begebenheit. Von 1947 bis 1951 ist Wernicke auch oft als Synchronschauspieler tätig. Er spricht Charles Vanel (Sprung aus den Wolken), Alan Hale (Robin Hood, König der Vagabunden), Claude Rains (Die große Leidenschaft) oder Lionel Barrymore (Seemannslos). Im April 1951 verunglückt Otto Wernicke bei einem Bühnenunfall. Aufgrund von Lähmungserscheinungen und einem Verlust des Sprach-vermögens kann er bis 1955 seinen Beruf nicht mehr ausüben. Danach spielt er wieder in kleineren Filmrollen und in Hörspielen mit. Außerdem ist er Dozent an der Falkenbergschule in München. Er stirbt am 7. November 1965 in München.
Alexandra Wilcke
![]() Foto: Daniel Wetzel / veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Daniel Wetzel und Alexandra Wilcke |
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(Alexandra Marisa Wilcke)
(18.10.1967, Berlin)
Alexandra Wilcke ist die Tochter von Claus Wilcke und Schwester von Nicolas Böll. Mit elf Jahren spielte sie ihre erste Rolle bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg. Ein Jahr später folgte ein erster Fernsehauftritt. Daneben viele Rollen in Jugendhörspielen. 1987 bis 1989 besuchte sie die Schauspielschule von Maria Körber in Berlin. Gesangsunterricht nahm sie bei Loren Driscoll, Susanne Fuhrmann und Kara Johnstad. In Oberhausen spielte sie die Hauptrolle in Peter Maffays Musical "Tabaluga & Lilli". Weitere Theaterstationen: Dresden, Berlin, Kassel, Aachen und Frankfurt/Main. Die Disney-Studios besetzen Alexandra Wilcke für die Hauptrolle in der Neusynchronisation von Schneewittchen. Danach spricht und singt sie auch Hauptrollen in den Trickfilmen König der Löwen und Pocahontas. Außerdem synchronisierte Alexandra Wilcke Eva Green (Casino Royale), Kate Winslet, Charlize Theron, Sherilyn Fenn oder Juliette Lewis.
Claus Wilcke
![]() Claus Wilcke, Barbara Frey in ...und keiner schämte sich (1960) |
![]() Foto: Frank Brenner |
(12.08.1939, Bremen)
Er beginnt schon früh mit der Schauspielerei und läßt sich gleichzeitig im Gesang ausbilden. Er startet seine Theaterlaufbahn am bremer Theater am Goetheplatz und spielt ab Ende der 50er Jahre in über 20 Filmen mit (u.a. Am Tag, als der Regen kam, 1959; Mit 17 weint man nicht, 1960; Via Mala, 1961; Der Pfarrer mit der Jazztrompete, 1962). Ausländische Kollegen leiht Wilcke seit 1959 oftmals seine Stimme: zweimal Elvis Presley (Blaues Hawaii; Acapulco), Omar Sharif (Lawrence von Arabien), später auch George Hamilton (Liebe auf den ersten Biß) oder auch Michael Landon. 1968 wird er durch die Fernsehserie Percy Stuart zu einem der bekanntesten Darsteller in Deutschland (Auszeichnung "Bambi"). Vier Jahre lang läuft die Erfolgsserie im ZDF, an deren Erfolg er nicht mehr ganz anschließen kann. Dennoch ist Wilcke oft im TV präsent: in Serien wie Sylter Geschichten, SOKO, Traumschiff oder im Großstadtrevier kann man ihn sehen. Der Bühne ist Wilcke immer treu geblieben (u.a. Frankfurt/M., Bochum). Seine Kinder Nicolas und Alexandra sind ebenfalls Schauspieler.
Helmut Wildt

Helmut Wildt und
Ingmar Zeisberg in Schwarzer Kies
(1961)
(09.04.1922, Bad Pyrmont - 04.10.2007, Berlin)
Helmut Wildts Theaterlaufbahn beginnt in Hannover. 1958 holt ihn Intendant Boleslav Barlog ans Schillertheater in den Westen der geteilten Stadt. Dort hat er große Erfolge, er spielt den Mephisto in "Faust 2", auch den Dorfrichter Adam im "Zerbrochenen Krug". 1961 gibt Helmut Wildt in Helmut Käutners Schwarzer Kies (1961) neben Ingmar Zeisberg seinen Kinoeinstand. Doch der Film wird kein großer Erfolg. 1963 spielt er neben Hanns Lothar, Ann Smyrner und Klaus Kinski im Krimi Piccadilly null Uhr zwölf. Seine Synchronrollen waren eher selten, dafür aber markant: Audie Murphy in Schlacht an der Blutküste, Robert Shaw in Der Clou, George C. Scott in Die Hindenburg oder Charles Denner in Der Mann, der die Frauen liebte. Helmut Wildt war verheiratet mit der Kollegin Bettina Schön, mit der er gemeinsam am Schillertheater und später auch an anderen Bühnen spielte. Nach langer schwerer Krankheit stirbt Helmut Wildt 85jährig am 04. Oktober 2007.
Überarbeitet am 13.05.2008
Herbert Wilk
(10.05.1905, Gnoien/Mecklenburg - 02.11.1977, Berlin)
Herbert Wilk machte seine Schauspielausbildung bei Herbert Hainisch und Gustav Müller in Berlin. Er dreht 1936 seinen ersten Kinofilm (Annemarie) und steht 1939 mit Zarah Leander und Gustav Knuth in Das Lied der Wüste vor der Kamera. 1941 hat er neben Heinz Engelmann die männliche Hauptrolle in U-Boote westwärts!. In den 50er Jahren bot ihm der bundesdeutsche Film nur Nebenrollen: so in Canaris (1954) oder Freddy unter fremden Sternen (1959). Wilk synchronisierte seine fremdsprachigen Kollegen Henry Fonda (Befehl des Gewissens), Anthony Quinn (Seminola), Sheppard Strudwick (Johanna von Orleans) oder Mike Mazurki (Liebe in der Wildnis).
Patrick Winczewski

Foto mit freundlicher
Gehmigung der Agentur Stimmgerecht
(27.10.1960, Berlin)
Er begann mit 17 Jahren seine Theaterlaufbahn. Er spielte an den Berliner Kammerspielen oder auch am Schillertheater. 1983 spielte er erstmals im Film. Winczewski hat viele Fernsehengagements, so z.B. in Praxis Bülowbogen, Hotel Paradies, Der Alte oder auch Der Landarzt. Das Foto rechts zeigt ihn in der TV-Serie Zwischen Tag und Nacht mit Karin Giegerich. In den letzten Jahren arbeitete er auch als Regisseur bei Verbotene Liebe, Die Lindenstraße oder auch in der Serie Die Anrheiner. Winczewski ist häufig Sprecher von Hugh Grant (Vier Hochzeiten und ein Todesfall, Notting Hill). Desweiteren spricht er auch John Cusack, Timothy Hutton oder Jeff Daniels. Seit Eyes Wide Shut ist er auch der deutsche Sprecher von Tom Cruise.
Agnes Windeck

Barbara Rütting und
Agnes Windeck in Der Zinker
(1963)
(Agnes Windel)
(27.03.1888, Hamburg - 29.09.1975, West-Berlin)
Agnes Windeck wurde als Tochter eines Kaufmanns in Hamburg geboren. Ihre Schauspielstationen waren zunächst Hamburg, Hannover und Berlin. 1915 gab sie nach ihrer Eheschließung den Beruf auf, den sie 1938 wieder aufnahm. Sie arbeitete als Lehrerin an der Schauspielschule des deutschen Theaters. Als Schauspielerin war sie erst nach dem zweiten Weltkrieg wieder auf der Bühne zu sehen. Richtig populär wurde sie erst mit über 70 Jahren, als sie in Kinofilmen wie Scotland Yard jagt Dr. Mabuse (1963), Der Hund von Blackwood Castle (1967) oder Die Herren mit der weißen Weste (1969) schrullige, leicht senile alte Damen darstellte. Ihre Glanzrolle hatte sie als Mutter von Inge Meysel ("Omimi") in den TV-Filmen der Reihe Die Unverbesserlichen (1965-71). Agnes Windeck arbeite auch als Synchronschauspielerin. Sie sprach Margaret Rutherford (Auch die Kleinen wollen nach oben; 16 Uhr 50 ab Paddington; Hotel International), Jessie Ralph (Die Kameliendame), Una O'Connor (Zeugin der Anklage) oder Billie Burke (Das zauberhafte Land; Vater der Braut).
Judy Winter
( Beate Richard)
(04.11.1944, Friedland/Oberschlesien [damals Deutsches Reich,
heute Korfantów / Polen])
Ihre Eltern waren jeweils als Journalist bzw. Tänzerin tätig. Sie besucht das Lyzeum und nimmt Ballettunterricht in Hannover. In Stuttgart besucht sie 1961 die Schauspielschule und bekommt ein erstes Engagement in Ulm. Weitere Theaterstationen sind Bremen, München und Hamburg. Ab den siebziger Jahren konzentriert sie sich auf das Fernsehen, in Kinofilmen ist sie nur selten zu sehen (Und Jimmy ging zum Regenbogen, 1970; Der Lord von Barmbeck, 1974), Ärztinnen, 1982). Mehrfach synchronisiert sie ihre norwegische Kollegin Liv Ullmann (Szenen einer Ehe; Herbstsonate; Von Angesicht zu Angesicht; Wendezeit). Außerdem Audrey Hepburn (Robin und Marian), Jane Fonda (Julia), Faye Dunaway (Chinatown; Christoph Columbus-TV), Louise Fletcher (Einer flog über das Kuckucksnest) oder Vanessa Redgrave (Durchgeknallt). Ihre Künstlernamen stellte sie aus den Namen ihrer Vorbilder Judy Garland und Shelley Winters zusammen. Sie ist verheiratet mit dem Musiker Rolf Kühn und lebt in Buchholz-Trelde.
Überarbeitet am 12.07.2006
Marianne Wischmann

Marianne Wischmann und
Willi Forst in Es geschehen noch Wunder (1951)
(20.10.1921, Düsseldorf - 06. November 2009, Starnberg)
Marianne Wischmann spielte ab 1950 im deutschen Nachkriegsfilm. 1952 spielte sie neben Johannes Heesters, Walter Müller und Johanna Matz in Im Weißen Rössl. Im Arztfilm (Hauptrolle: Dieter Borsche) San Salvatore (1955) verläßt Will Quadflieg wg. ihr seine Ehefrau Antje Weisgerber. Ab den 60er Jahren war sie nur noch selten in Kino oder TV zu sehen. Stattdessen verlegte sie sich seit 1956 mehr auf Synchronarbeiten. Dazu zählen Anita Ekberg (Das süße Leben), Ingrid Bergman (Berüchtigt), Olivia deHavilland (Wiegenlied für eine Leiche) und "Miss Piggy" in der Muppet-Show. Marianne Wischmann war verheiratet mit Regisseur Franz Marischka, Kabarettist Oliver Hassencamp und mit dem Schauspielerkollegen Erwin Linder.
Christian Wolff

Christian Wolff mit
Sabine Sinjen in Alt-Heidelberg
(1959) und mit Gitty Djamal in Die
Fastnachtsbeichte (1960)
(11.03.1938, Berlin)
Christian Wolff wächst in Berlin auf und besucht die Max-Reinhardt-Schauspielschule. Seine Schauspiellehrerin Hilde Körber schlägt Wolff ihrem Ex-Mann Veit Harlan für dessen Film Anders als du und ich vor. Danach gehört er zu den Jungstars des deutschen Kinos. Er spielt in Josef von Bakys Die Frühreifen (1957) zusammen mit Heidi Brühl, Christian Doermer und Peter Kraus. Im Melodram Es war die erste Liebe (1958) verliebt er sich als katholischer Theologiestudent in ein Mädchen vom Lande (Marion Michael) und in Käutners Der Schinderhannes (1958) hilft er als junger Adliger einem edlen Räuber (Curd Jürgens). Als Fähnrich Stahmer wird er 1959 in Kriegsgericht wg. Feigheit vor dem Feind zum Tode verurteilt. In Via Mala (1961) leidet er mit seiner Familie unter dem brutalen Vater (Gert Fröbe). Danach reduzieren sich seine Filmauftritte deutlich; einer der wenige Filme ist der Liane-Aufguß Lana-Königin der Amazonen (1964). Stattdessen synchronisiert Wolff ausländische Kollegen: Pierre Brice (Winnetou, 1. Teil; Old Shatterhand), Alain Delon (Die schwarze Tulpe; Der Leopard; Lautlos wie die Nacht; Zwei tolle Kerle in Texas), Mario Girotti (Der Ölprinz), Eddi Arent (Maigret und sein größter Fall) oder Jeremy Irons (Die Geliebte des französischen Leutnants). Seine Theaterstationen seit 1958 sind Berlin, München, Düsseldorf, Hamburg und wieder München. Seit einigen Jahren spielt er überwiegend im Fernsehen, u.a. die Hauptrolle in der Serie Forsthaus Falkenau. In zweiter Ehe ist er verheiratet mit Corny Collins (Sohn Sascha), in dritter Ehe seit 1975 mit der Journalistin Marina Handloser. Er wohnt in Aschau im Chiemgau.
Gerry Wolff
(Gerald Wolff)
(23.06.1920, Bremen - 16.02.2005, Oranienburg)
Gerry Wolff mußte als Enkel eines Rabbiners 1935 Deutschland verlassen. Er emigrierte nach Großbritannien und kehrte 1947 nach (Ost-)Deutschland zurück, wo er als Schauspieler, Moderator und Chanssonier tätig wurde. Er spielte in DEFA-Filmen wie Nackt unter Wölfen (mit Erwin Geschonneck, 1962) oder Apachen (1973, mit Gojko Mitic). Später war er in TV-Serien wie Ein Heim für Tiere oder St. Angela zu sehen. Er synchronisierte bei der DEFA u.a. Andrzej Lapicki (Hochzeit), später Alec McCowen (Zeit der Unschuld), Jean Murat (Große Familien) oder den "Yoda" in Star Wars- die dunkle Bedrohung. Gerry Wolff verstarb am 16. Februar 2005 in Oranienburg.
Harald Wolff
(11.01.1909, Wuppertal-Barmen - Juni 1977)
Harald Wolff machte nach dem Abitur zunächst eine kaufmännische Lehre, danach erste Theaterpraxis in der Provinz. Es folgte ein fünfjähriger Auslandsaufenthalt. Nach dem zweiten Weltkrieg hatte er Engagements bei Funk, Kabarett und Bühne. Erste Filmerfahrungen hatte er in Kitty und die Weltkonferenz (1939) und Entscheidung im Morgengrauen (1951). Nach einer Rolle in der französischen Filmkomödie Zwei Mann, ein Schwein und die Nacht in Paris (1956, mit Jean Gabin, Bourvil und Louis de Funes) spielte er vor allem in französischen Filmen. Wolff war aber auch im Synchronstudio präsent: Claude Rains in Robin Hood- König der Vagabunden, Bernard Blier in Schenke zum Vollmond, Maurice Denham in Flammen über Fernost oder Robert Helpman in Die roten Schuhe gehören zu seinen Rollen. Und er war der erste Sprecher von Desmond Llewelyn ("Q") in den James Bond- Filmen.
Thomas Wolff
(1951)
Der Sohn des Schauspielers Gerry Wolff stammt aus der ehemaligen DDR und spielte hier in Serien wie Der Staatsanwalt hat das Wort. Seine Stimme kennt man aus Serien wie Ein Käfig voller Helden oder M.A.S.H., wo er die Hauptdarsteller Bob Crane und Alan Alda synchronisierte. Wolff, der auch Synchronregie führt, sprach mehrfach Jean-Claude van Damme (Geballte Ladung, Léon), außerdem Michael Madsen (Species II) und Scott Glenn (Silverado).
Uschi Wolff
(Ursula Wolff)
(10.07.1943, Berlin)
Sie spielte schon als Kind in Kinoerfolgen wie Die Trapp-Familie (1956- mit Ruth Leuwerik, Hans Holt) oder mit Hans Albers in 13 alte Esel (1958). Später sah man sie u.a. in den Serien Kommissar Freytag oder Büro, Büro. Sie synchronisierte Debra Winger (Ein Offizier und Gentleman; Zeit der Zärtlichkeit), Jobeth Williams (Hunde des Krieges), Dianne Wiest (Edward mit den Scherenhänden), Mimsy Farmer (Endstation Schafott), Amy Irving (Carrie), Demi Moore (Das siebte Zeichen), Karen Robson (Picknick am Valentinstag), Mary Beth Hurt (Innenleben) die "Klara" in der Zeichentrickserie Heidi und Margaret Ladd in der Serie Falcon Crest.
Inge Wolffberg
(06.09.1924, Berlin-Charlottenburg)
Inge Wolffberg machte ihre Ausbildung in der Schauspielschule Fritz Kirchhoff. Bekannt wurde sie als Mitglied des Kabaretts "Die Stachelschweine" denen sie jahrelang angehörte. Sie spielte auch in Kinofilmen (Heldinnen, 1960) und war im TV ein Dauergast (Drei Damen vom Grill; Praxis Bülowbogen; Die Wicherts von nebenan). Sie lieh u.a. Shelley Winters (Der Mieter), Madge Ryan (Uhrwerk Orange), Rosemary Murphy (Julia) oder Kathleen Freeman ihre Stimme.
Harry Wüstenhagen

Zwei Fotos aus dem
Filmprogramm IFB 5630 zum Wallace-Streifen Der
grüne Bogenschütze. Auf dem linken Foto
kann Harry Wüstenhagen dem Herrn mit dem Pfeil im Rücken (Stanislav
Ledinek) nicht mehr helfen. Auf dem rechten Foto brauchen Georg
Lehn, Harry Wüstenhagen und Klausjürgen Wussow selbst Hilfe.
(11.01.1928, Berlin - 10.12.1999, Florida)
Wüstenhagen debütierte 1945 am Berliner Hebbeltheater. Danach folgten Engagements u.a. am berliner Schloßtheater; seine Domäne wurde allerdings das Boulevardtheater. Im Kinofilm wirkte er zunächst in Märchen- und Kinderfilmen mit (Der gestiefelte Kater-1955; Rumpelstilzchen- 1955; Max und Moritz- 1956 ). 1957 spielt er neben Heidi Brühl, Christian Doermer und Christian Wolff in Josef von Bakys Die Frühreifen. In den Wallace-Filmen der 60er Jahre verkörperte er meist Kleinganoven (Der grüne Bogenschütze-1961; Die toten Augen von London- 1961; Der schwarze Abt- 1963; Die Gruft mit dem Rätselschloß- 1964; Der Hund von Blackwood Castle- 1967; Der Mann mit dem Glasauge- 1968). Im TV war er u.a. in der Reihe Tatort zu sehen. Zu seinen Synchronrollen gehörten Pierre Richard (Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh), Jean Pierre Cassel (Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten), Alec Guinness (Der Mann im weißen Anzug), Dick van Dyke (Mary Poppins), Peter Sellers (Der Gefangene von Zenda), James Garner (Latigo) oder Donald Sutherland (Der Adler ist gelandet). 1993 zog Wüstenhagen nach Florida, wo er 1999 starb.
Dietmar Wunder

Foto: Helen Krüger, mit
freundlicher Genehmigung von Dietmar Wunder
(05.12.1965, Berlin/ West)
Dietmar Wunder machte nach seinem Abitur zunächst eine Ausbildung zum Optiker. Nach der Ausbildung arbeitete er drei Jahre in diesem Beruf, parallel dazu nahm er Schauspielunterricht, u.a. bei Maria Körber. Seine Theaterengagements führten ihn u.a. an die Berliner Kammerspiele, an die Komödie am Kurfürstendamm und an das Hansatheater. Im TV ist Dietmar Wunder bislang eher selten zu sehen gewesen: 1999 spielte er in der Komödie Liebe ist das beste Elixier, 2001 in der Komödie Frauen, die Prosecco trinken und 2003 in dem Bella Block-Krimi Kurschatten. 1991 kam Dietmar Wunder zur Synchronisation. Seitdem ist er als Synchronschauspieler und später auch als Dialogbuchautor und Dialogregisseur vielbeschäftigt. Seit Mitte der 1990er Jahre ist er die Feststimme von Adam Sandler (u.a. Die Wutprobe; 50 erste Dates) und Cuba Cooding jr. (u.a. Jerry Maguire; Instinkt). Außerdem synchronisiert er regelmäßig Don Cheadle (u.a. Hotel Ruanda; Ocean's Eleven) und war u.A. auch für Edward Norton (American History X, Rounders), Jude Law (A.I. - künstliche Intelligenz) oder Doug Hutchison (The Green Mile) zu hören. 2006 wurde er als deutsche Stimme des neuen James Bond-Darstellers Daniel Craig ausgewählt. Dietmar Wunder lebt mit seiner Ehefrau und seinen beiden Kindern in Berlin.
Neu eingestellt am 13.11.2007